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8 Sicherheitstipps für aufblasbare Kajaks

Kajak ist ein sicherer Sport – so viel sei vorweg gesagt.

Selbst geübten Kajakfahrern geschieht mal ein Missgeschick oder das Universum meinte es einfach nicht gut. Die Wahrheit ist: Auch noch so gute Kajakfahrer bleiben von Unfällen nicht verschont.
Aufblasbare Kajaks haben in den vergangenen Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen. Die niedrigen Preise und der unkomplizierte Transport lockt viele neue Sportler zum Kajakfahren, die zum ersten Mal ihre Freude mit Kajakfahren haben.

Mit der folgenden Liste von Sicherheitstipps für aufblasbare Kajaks wollen wir allerdings nicht nur Neueinsteiger ansprechen. Auch alte Hasen, die bereits erfahren im Umgang mit Kanus sind, helfen diese Tipps weiter.

1. Überprüfe dein Kajak vor dem Aufbrechen

Wenn du von allen Tipps in dieser Auflistung nur einen umsetzt, dann lass es bitte diesen sein. Enorme Fortschritte in den Produktionsverfahren haben zu enorm robusten aufblasbare Kajaks geführt, jedoch handelt es sich immer noch um Objekte, bei denen eine Nadelspitze genügt, um ein Loch in die Haut zu reißen.

Nach dem Aufpumpen des Kajaks solltest du überprüfen, ob Luft entweicht. Bist du erst einmal Mitten auf dem See und das Kajak hat schon ordentlich an Luftdruck verloren, wird es schnell gefährlich.

Die meisten Kajaks verfügen zur Sicherheit über zwei oder drei separierte Luftkammern. Ein Loch in einer dieser Kammern führt nicht zum Sinken des Kajaks. Die Luft in der(n) verbleibenden Luftkammer(n) reicht in der Regel aus, um zum nächsten Ufer zu paddeln.

2. Bitte alkoholfrei

Mit ein paar Kumpels und einem Kasten Bier auf ein kleines Kajak Abenteuer gehen, klingt nach einer coolen Idee? Nun, das ist so ziemlich das gefährlichste, was du machen kannst.

Alkohol und Kajak sollten niemals zusammen kommen. Durch Alkohol wird deine Fähigkeit, Gefahren richtig einzuschätzen, massiv eingeschränkt. In einer Notsituation wird Alkohol im Blut zudem zu einem echten Problem, weil du noch schneller in Panik verfällst und weniger rational handelst.

3. Trage eine Rettungsweste

Geübter Kajakfahrer oder nicht, geübter Schwimmer oder Schwimmanfänger: Beim Kajakfahren sollte jeder eine Rettungsweste tragen.

Das Tragen einer solchen Weste kann etwas unangenehm sein, aber in Notsituationen ist deine Rettungsweste ein wahrer Lebensretter.

Solltest du nach der Kollision mit einem Felsen in Ohnmacht fallen, hält dich die Rettungsweste an der Wasseroberfläche. Eine besondere Verteilung von Auftriebskörper sorgt dafür, dass stets dein Kopf an der Wasseroberfläche ist.

Bei der Wahl einer passenden Rettungsweste sollten Kajakfahrer darauf achten, dass diese genügend Bewegungsfreiheit im Arm- und Schulterbereich bietet. Auf diese Weise schränkt die Weste dich nicht in der Paddelbewegung ein. Zudem hält die Weste warm und schützt dich vor Spritzwasser. So viel spricht also gar nicht mehr dagegen, oder?

4. Wähle eine Strecke, die deinem Können entspricht

Anfänger sollten sich nicht gleich in hohe Wellen im Ozean stürzen. Genauso wenig sollten sich unerfahrene Kajakfahrer Wasserfälle runterstürzen, nur weil es jemand in einem Youtube Video vorgemacht hat.

Einsteiger suchen sich am besten einen windfreien Spot mit wenigen Wellen, um erst einmal ein Gefühl für das Sportgerät und den Paddelschlag zu bekommen. Für den Start bleibst du am besten in Ufernähe. Wenn doch etwas passiert, kannst du einfach wieder an Land schwimmen.

Mit der Zeit kannst du dich steigern. Anfangs sind neue Spots oder widrige Wetterbedingung allerdings immer eine Herausforderung. Übernehmen solltest du dich mit deinen geplanten Fortschritten nicht. Lass es lieber sicher angehen und breche notfalls eine Tour ab, wenn du ein schlechtes Bauchgefühl hast.

5. Trage angemessene Kleidung

Die Kleidung muss beim Kajakfahren immer auf die Temperatur abgestimmt werden. Dabei solltest du dich vorrangig nach der Wassertemperatur richten. Im Sommer können kurze Badesachen samt einer Rettungsweste locker ausreichen. Im Winter wird die Kleidung nach dem Zwiebelprinzip gestaltet. Mehrere aufeinander aufbauende Schichten halten dich auch bei winterlichen Temperaturen warm. Alternativ greifst zum Neoprenanzug.

6. Sei stets passend ausgerüstet

Ohne deine Ausrüstung solltest du niemals auf einen Trip aufbrechen. Ein GPS-fähiges Gerät, eine ausgedruckte Karte der Strecke, etwas zu trinken, Proviant, ein Kajakhelm, ein Erste-Hilfe-Set und eine Rettungsweste sollten immer dabei sein. Wer mag, kann zusätzlich zu Kajakhandschuhen greifen.

Das Zubehör kann in einem Drybag verstaut werden. Diese wasserdichte Tasche kann einfach im Stauraum eines Sit-in Kajaks transportiert werden. Wenn du mit einem Sit-on-Top Kajak unterwegs bist, kannst du das Drybag einfach an einer Öse auf dem Deck festknoten.

Ein Smartphone mit dabei zu haben, ist enorm praktisch. In einer wasserdichten Handyhülle verstaut, wird das Handy auch wirksam vor dem Wasser geschützt. Alleine auf das Smartphone solltest du dich allerdings nicht verlassen. Wir empfehlen zum Beispiel jedem, sich einen Plan der Tourenstrecke auszudrucken. Auch bei einem leeren Akku findest du auf diese Weise an dein Ziel.

7. Nimm nicht zu viel Ausrüstung mit

Aufblasbare Kajaks und insbesondere Tandem Kajaks können ein gewisses Gewicht tragen. Das bedeutet allerdings nicht, dass du das Kajak mit zwei Personen besetzen sollst und zusätzlich einen kleinen Hund, einen prall gefüllten Drybag, die Campingausrüstung, einen Korb mit Getränken und Picknick und vielem mehr mitnehmen sollst.

Selbst wenn sich dein Kajak über Wasser hält, sind die Fahreigenschaften drastisch eingeschränkt. In Sachen Geschwindigkeit und Wendigkeit ist ein überladenes Kajak deutlich schlechter. Zusätzlich liegt es weniger stabil im Wasser, was schneller zum Kentern führt.

8. Besser nicht alleine

Grundsätzliche raten wir dazu, mit einem Partner gemeinsam auf Tour zu gehen. Uns ist bewusst, dass dies nicht immer umsetzbar ist. Häufig sind Kajaktouren nicht lange im Voraus geplant, sondern werden am Frühstückstisch entschieden.

Zu zweit auf einen Trip zu gehen, ist trotzdem die sichere Variante. Gerät jemand in arge Bedrängnis, kann der zweite Paddler schnell und effektiv helfen. Außerdem sind doch geteilte Erfahrung immer besser als solche, die man nur alleine macht.

Fazit

Mit den oben aufgelisteten Tipps für die Sicherheit beim Kajakfahren bist du deutlich sicherer unterwegs. Beim Kajakfahren solltest du jedoch immer auf der Hut sein. Unfälle geschehen immer unerwartet. In diesen Situationen heißt es, ruhig zu bleiben und besonnen zu handeln.

Lasse dich nicht von deiner Erfahrung auf dem Kajak oder deinen exzellenten Schwimmfähigkeiten täuschen, jeder kann in eine Notsituation geraten. Auf einen plötzlichen Wetterumschwung oder eine Kollision mit Felsen unterhalb der Wasseroberfläche  ist niemand so recht vorbereitet, aber es kann jeden treffen.

Wir hoffen, dass wir dich nicht verschreckt haben. Kajakfahren ist und bleibt ein sicherer Sport. Wir wollen lediglich für einige Gefahrenquellen sensibilisieren und wenn du unsere Kajak Sicherheitstipps befolgst, bist du auf der sicheren Seite.


Quellen

[1] http://www.dialogwoche-alkohol.at/factsheet-zur-dialogwoche/

[2] https://www.stand-up-paddling.org/wasserdichte-handyhuellen-fuer-sup/

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