Das Intex Mariner 4 ist das größte Schlauchboot aus der Professional Series von Intex. Aufgeblasen misst es 328 x 145 x 48 Zentimeter, es ist für vier Personen zugelassen und trägt nach Herstellerangabe bis knapp 500 Kilogramm.
Der Unterschied zu den günstigeren Intex-Booten steckt im Aufbau: dreilagiges PVC mit eingelegtem Polyestergewebe und ein fester Boden aus extrudiertem Kunststoff, auf dem man beim Angeln tatsächlich stehen kann. Das kostet Gewicht, gut 41 Kilogramm.
Wir haben uns angesehen, wofür dieses Boot wirklich gebaut ist, warum die Nähte an den Kammerzwischenwänden der wunde Punkt sind und warum das Mariner 4 kein Boot für eine Person allein ist.
Wer zu viert angeln fährt und einen festen Stand im Boot braucht, findet in dieser Klasse wenig Vergleichbares zum Preis. Eine Alternative dazu zeigt der Prowake AL330 im Test.
Spricht dafür
- Fester Kunststoffboden, man steht sicher darauf
- Dreilagiges PVC mit Polyestergewebe im Kern
- Hohe Traglast, Hersteller nennt rund 500 Kilogramm
- Für einen Außenborder bis etwa 3 PS ausgelegt
- Ruhige, kippsichere Wasserlage
- Paddel, Pumpe, Sitzkissen und Reparaturset liegen bei
Spricht dagegen
- Gut 41 Kilogramm Eigengewicht, allein kaum zu handhaben
- Nähte an den Kammerzwischenwänden gelten als Schwachstelle
- Boston-Ventile verlieren bei einzelnen Exemplaren langsam Luft
- Aufbau mit der Handpumpe dauert und kostet Kraft
- Mitgelieferte Paddel sind für die Bootsgröße zu weich
- Kein Boot, das man mal eben allein zum Wasser trägt
- Für wie viele Personen?
- Vier laut Hersteller, mit Angelgerät sind drei angenehmer.
- Wie schwer ist das Boot?
- Rund 41 Kilogramm, Transport zu zweit.
- Ist ein Motor möglich?
- Ja, ausgelegt bis etwa 3 PS.
- Hat es einen Aluminiumboden?
- Nein, der Boden ist harter Kunststoff, aus Aluminium sind die Paddel.
Was das Intex Mariner 4 technisch ausmacht
Der Rumpf ist dreilagig aufgebaut. Zwei Außenschichten aus laminiertem PVC-Gewebe liegen auf einer inneren Lage aus verstärktem Polyestermesh. Dieses Gewebe im Kern ist der Grund, warum sich der Rumpf unter Druck nicht ausbeult und warum das Boot deutlich formstabiler dasteht als die einfachen Freizeitboote. Wo diese Bauart im Vergleich steht, zeigt der Schlauchboot Test.
Der Boden ist kein Aufblasboden und keine Aluplatte, sondern eine feste Bodenwanne aus extrudiertem Kunststoff. Das ist der eigentliche Grund, dieses Boot zu kaufen: Man kann darauf stehen, ohne dass der Untergrund nachgibt. Genau darin unterscheidet es sich vom Intex Seahawk 4, das bei gleicher Personenzahl deutlich leichter, aber eben auch weicher ist.
Gefüllt wird über Boston-Ventile. Beim Ablassen wird der Deckel abgeschraubt, die Luft entweicht dann von selbst. Wie man dabei am besten vorgeht, steht unter Schlauchboot aufpumpen.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Das ist im Karton
- Schlauchboot Mariner 4
- 2 Aluminiumpaddel
- Handpumpe
- 3 aufblasbare Sitzkissen
- Reparaturset mit Flicken
- Transporttasche
- Batterietasche
- Rundumleine und Tragegriffe
Das ist nicht dabei
- Außenbordmotor
- Elektrische Luftpumpe
- Rettungswesten
- Anker
- Ersatzpaddel
- Bootswagen
Die Tragetasche liegt bei, hilft bei diesem Gewicht aber nur begrenzt. Ein Bootswagen ist die bessere Lösung, Möglichkeiten dazu stehen unter Schlauchboot transportieren.
Eine elektrische Pumpe ist beim Mariner 4 kein Luxus. Bei diesem Volumen ist Handpumpen echte Arbeit, passende Modelle zeigt der Schlauchboot Pumpe Test.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- Fester Boden, tragfähig genug zum Stehen
- Dreilagiges PVC mit Gewebeeinlage
- Hohe Traglast für vier Personen
- Sehr ruhige Wasserlage
- Für einen Außenborder ausgelegt
- Vollständiges Set inklusive Sitzkissen
- Beständig gegen Öl, Benzin und Salzwasser
- Tragegriffe und Rundumleine serienmäßig
Spricht dagegen
- Rund 41 Kilogramm Eigengewicht
- Aufbau dauert und kostet Kraft
- Nähte an den Zwischenwänden reißanfällig
- Ventile können langsam Luft ziehen
- Paddel für die Bootsgröße zu weich
- Braucht immer zwei Personen zum Tragen
Alternativen zum Intex Mariner 4
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Das Gewicht ernst nehmen. Gut 41 Kilogramm plus Paddel, Pumpe und Ausrüstung bedeuten: Das Boot wird zu zweit getragen oder gefahren. Wer allein losfährt, ist mit einem kleineren Modell besser bedient.
Eine elektrische Pumpe einplanen. Bei diesem Luftvolumen ist die Handpumpe eine Sportübung. Mit Elektropumpe steht das Boot in wenigen Minuten. Wer lieber steht statt sitzt, findet das SOOPOTAY SUP im Test.
Beim Motor die Angaben in der Anleitung prüfen. Die Quellen nennen zwischen 1,5 und 2,2 kW. Maßgeblich ist immer die Anleitung des ausgelieferten Modells, dazu die Regeln unter Schlauchbootfahren ohne Führerschein.
Auf die Nähte achten. Beim Aufbau nicht überpumpen und das Boot nicht auf spitzem Untergrund falten. Genau dort entstehen die Schäden, die Nutzer melden. Wie man sie behebt, steht unter Schlauchboot undicht.
Häufige Fragen
Hat das Mariner 4 einen Aluminiumboden?
Nein. Der Boden ist eine feste Wanne aus extrudiertem Kunststoff. Aus Aluminium sind die beiden mitgelieferten Paddel, daher kommt die Verwechslung.Wie viele Personen passen wirklich hinein?
Vier laut Hersteller. Mit Angelgerät, Kühltasche und Ausrüstung sitzen drei Erwachsene deutlich bequemer.Kann man einen Außenborder anbauen?
Ja, das Boot ist dafür ausgelegt, etwa bis 3 PS. Der Motor selbst gehört nicht zum Lieferumfang, Elektromodelle zeigt der Schlauchboot Elektromotor Test.Kann man im Boot stehen?
Ja, das ist der Sinn des festen Bodens. Beim Aufstehen bleibt das Boot durch seine Breite und sein Gewicht ruhig liegen.Wie lange dauert der Aufbau?
Mit der beiliegenden Handpumpe gut eine Viertelstunde und mehr, mit einer elektrischen Pumpe wenige Minuten.Ist das Boot salzwasserfest?
Das Material verträgt Salzwasser, Öl und Benzin. Nach jeder Fahrt im Meer sollte das Boot mit Süßwasser abgespült werden, siehe Schlauchboot reinigen und pflegen.Was tun, wenn ein Ventil Luft zieht?
Meist sitzt der Einsatz nicht fest genug. Nachziehen löst das in den meisten Fällen, die Anleitung dazu steht unter Schlauchboot Ventil undicht.Wie lagert man das Boot über den Winter?
Sauber, trocken und locker gefaltet, ohne Restdruck. Ausführlich unter Schlauchboote lagern und überwintern.Lohnt sich das Intex Mariner 4?
Für Angler, die zu dritt oder zu viert rausfahren und im Boot stehen wollen, ist das Mariner 4 eine der günstigsten ernsthaften Möglichkeiten. Fester Boden, dreilagiges Material und eine hohe Traglast bekommt man in dieser Preisklasse selten zusammen. Wer lieber allein unterwegs ist, findet das Seaflo Sit on Top im Test.
Wer allein oder spontan losfährt, sollte die 41 Kilogramm nicht unterschätzen und lieber zum Intex Mariner 3 greifen. Weitere Boote fürs Angeln stehen im Angelboot Test.
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Ich hatte drei Stück MARINER 4. Ein grosser Teil was du hier bewirbst, stimmt absolut. Bis auf den Punkt, dass man das Boot auch „zum Schwimmen“ benutzen kann. Versuche mal vom tiefen Wasser wieder ins Boot zu steigen. Keine Chance. Auch nicht mit einer Badeleiter welche man nirgends befestigen kann. Funktioniert nur, wenn jemand im Boot verbleibt und dich anschliessen hereinzieht.
Leider hat das Boot auch einige Nachteile, welche von den Händlern verständlicherweise verschwiegen werden. Beispiel: Viele Bostonventile von INTEX verlieren langsam aber kontinuierlich an Luft. Die Zwischenwände der Bootskammern sind schlecht verschweisst und reissen gerne ein. Deshalb niemals eine einzelne Kammer vollpumpen, sondern immer stets im „Kreis herum“ und nur immer etwa je zu einem Drittel. Das erzeugt Gegendruck seitens Nachbarskammer, so dass sich die Zwischenwand nicht stark wölbt und somit weniger reisst. Die 10 cm Skala auf dere Bootshaut ist einhalten. Die Seitennaht des Kiels neigt ebenso zum Einreissen. (Nicht mehr als 10 Pumpenstösse geben.!) Der Kiel ist auch für die Stabilität des Boots mit verantwortlich. Wer einen kleinen Verbrennungsmotor (2 PS) benutzt, erlebt, dass das Boot bei der Fahrt hinten massiv durchhängt. Das liegt nicht am Gewicht des Motors, sondern an dessen „Schub“. Bei einem Elektro-Trollingmotor besteht dieses Problem nicht. ( Ich konnte das Problem mit etwas grösserem Aufwand allerdings beheben) .Die mitgelieferten Kissen verlieren ebenfalls gerne Luft wegen den Billigventilen. Noch ein Tipp: Den Pumpenschlauch der Hubpumpe immer im Boot mitführen. Verliert eine Luftkammer während der Fahrt an Luft, so kann man die betroffene Kammer tatsächlich ohne Pumpe, sondern nur mit dem MUND (!) problemlos wieder notdürftig aufblasen. Kaum zu glauben, aber bei den BOSTON-Ventilen funktioniert dies tatsächlich. Tja, „zaubern“ muss man können. (Smile) Pascal