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Ein SUP Board aufpumpen: So geht es schneller & leichter

Stand Up Paddling ist ein recht junger Sport, aber gehört mittlerweile zu den beliebtesten Wassersportarten. Auf Seen, Kanälen, Flüssen und anderen Gewässern tummeln sich inzwischen viele Paddler. Einen deutlichen Schub in der Beliebtheit hat SUP (Stand Up Paddling) mit dem Aufkommen der modernen, aufblasbaren Stand Up Paddling Boards erfahren.

Der Grund dafür ist, dass die neuen aufblasbaren SUP Boards sehr robust und langlebig sind. Die Fahreigenschaften dieser iSUPs (inflatable SUPs) kommt schon nahe an das Fahrgefühl fester SUP Board heran.

Die aufblasbaren SUP Boards haben natürlich viele Vorteile in der Lagerung und im Transport. Nach einer Tour muss einfach nur die Luft abgelassen werden. Dann kann die Hülle aufgerollt und in einem großen Rucksack, der bereits im Lieferumfang des Boards enthalten ist, transportiert werden.

Vor dem nächsten Ausflug muss man das SUP Board aufpumpen. Hier kommen entweder elektrische SUP Pumpen oder herkömmliche Luftpumpen zum Einsatz. Bei den SUP Luftpumpen wird zwischen Single-Action, Double-Action und Tripple-Action Pumpen unterschieden. Heutzutage sind meistens Doppelhubpumpen (Double-Action Pump) im Lieferumfang der aufblasbaren SUP Board enthalten.

Wie kann man am besten ein aufblasbares SUP Board aufpumpen?

Wer schnell ein aufblasbares SUP Board aufpumpen möchte, sollte eine Doppelhubpumpe oder eine Tripple-Action Pumpe verwenden. Diese Luftpumpen können beim Runterdrücken und beim Hochziehen Luft in das Board pumpen. Anfangs kann dadurch schnell Luft in das Stand Up Paddling Board gepumpt werden. Wenn das Pumpen dann ab einem Luftdruck zwischen 4 und 7 PSI zu anstrengend wird, schaltet man in den Einzelhubmodus und pumpt bis zum gewünschten Luftdruck weiter. Dieses Vorgehen kann die Zeit fürs Aufpumpen um 30% bis 50% reduzieren.

Videoanleitung:

Qualität lohnt sich

Die Preise für aufblasbare SUP Board liegen meistens zwischen 250€ und mehreren Tausend Euro. Es gibt viele Gründe dafür. Neben der Qualität, der Verarbeitung, der Ausstattung und der Bauform des Boards sowie der Garantie spielt vor allem auch das Zubehör eine wichtige Rolle und hat einen großen Einfluss auf den Gesamtpreis des Sets.

Viele Hersteller günstiger SUP Boards sparen nämlich massiv an der Qualität des Zubehörs, während andere Marken viel investieren, um ihren Kunden das bestmögliche Zubehör zu bieten. Das hat einen guten Grund. Das Zubehör hat nämlich einen entscheidenen Einfluss auf die gesamte Stand Up Paddling Erfahrung.

Neben einem zu schweren oder schlecht verarbeiteten Paddel, das deutlich die Performance einschränkt, sind auch ein ungenügend gepolsterter SUP Rucksack oder eine qualitativ schlecht Luftpumpe sehr ärgerlich.

Mit einer schlechten Einzelhub-Luftpumpe dauert das Aufpumpen eines einfachen Allround SUP Boards auf 15 PSI ungefähr 50% länger als mit einer durchschnittlichen Doppelhubpumpe. Die Sache ist, dass nicht nur die Zeit für das Aufpumpen länger wird (und somit von der Zeit auf dem Wasser abgeht), sondern es ist auch wesentlich anstrengender.

Bevor wir jetzt näher auf die besten SUP Luftpumpen eingehen und schauen, ob sie eine Investition in eine bessere Luftpumpe lohnt, stellen wir die verschiedenen Typen von Luftpumpen zum SUP Board Aufpumpen vor.

Die verschiedenen Arten von Luftpumpen

Luftpumpen werden zum Aufpumpen von Luftmatratzen, aufblasbaren Kajaks, Fahrradreifen und vielen weiteren Sachen verwendet. Für SUP Boards gibt es spezielle Luftpumpen, die einen Anschluss für das HR-Ventil der Boards haben. Man unterscheidet zwischen den folgenden SUP Pumpen:

  • Einzelhubpumpen: Eine Einzelhubpumpe (Single-Action Pump) verfügt über einen Zylinder und pumpt nur beim Runterdrücken Luft in das Board. Im Aufbau und mit der Funktionsweise ähnelt diese Art von SUP Luftpumpen klassischen Luftpumpen, die zum Aufpumpen von Fahrradreifen oder Luftmatratzen genutzt werden. Das Aufpumpen eines SUP Boards dauert mit einer Einzelhubpumpe am längsten und geht am schwersten. Weiterhin sind viele Einzelhubpumpen von minderer Qualität. Einzelhubpumpen sind dafür sehr günstig.
  • Doppelhubpumpen: Bei Doppelhubpumpen (Double-Action Pump) kann zwischen zwei Modi gewählt werden. Entweder kann die Luftpumpe im Einzelhub-Modus genau wie eine Einzelhubpumpe genutzt werden oder der Doppelhub-Modus kann aktiviert werden. In diesem Modus pumpt die Doppelhubpumpe beim Runterdrücken und beim Hochziehen Luft in das Board. Das ist am Anfang praktisch, um schnell viel Luft in das Board zu bringen. Äußerlich lassen sich Doppelhubpumpe (bis auf den Schalter zum Umschalten zwischen den beiden Modi) nicht von Einzelhubpumpen unterscheiden. Im Lieferumfang der meisten aufblasbaren SUP Boards sind heutzutage Doppelhubpumpen enthalten.
  • Dreifachhubpumpen: Eine neue Entwicklung sind Dreifachpumpen (Tripple-Action Pump). Diese Arten von SUP Luftpumpen haben zwei Zylinder, die mit nur einem Kolben gesteuert werden. Bei einer Tripple-Action Pump kann zwischen drei Modi gewählt werden. Es kann ein Doppelhub-Modus mit beiden Zylindern, ein Einzelhub-Modus mit beiden Zylinder und ein Einzelhub-Modus mit einem Zylinder eingestellt werden.
  • Elektrische SUP Pumpen: Eine andere neuartige Alternative sind elektrische SUP Pumpen. Hierfür muss einfach nur die Elektropumpe an das HR-Ventil des Boards angeschlossen und der gewünschte Luftdruck eingestellt werden. Die elektrischen SUP Luftpumpen werden entweder durch die Autobatterie betrieben (und werden über den Zigarettenanzünder angeschlossen) oder haben einen integrierten Akku. -> Die besten SUP Elektropumpen

Lohnt sich eine Doppelhubpumpe?

Der große Vorteil von Doppelhubpumpen ist, dass gerade am Anfang schnell Luft in das SUP Board gepumpt werden kann. Wer ein SUP Board schnell aufpumpen möchte, ist daher mit einer Double-Action Pumpe besser beraten. In der Praxis zeigt sich, dass die Zeit fürs Aufpumpen um 30% bis 50% kürzer als bei einer Einzelhubpumpe ausfällt.

Ein anderer Aspekt, der bei der Entscheidung Einzelhubpumpe vs. Doppelhubpumpe beachtet werden sollte, ist, dass viele Einzelhubpumpen von minderer Qualität sind. Der Grund dafür ist, dass heutzutage nur noch wenige Hersteller auf diese sehr einfachen Luftpumpen setzen.

Wenn ein SUP Board zusammen mit einer Einzelhubpumpe geliefert wird, ist das häufig ein Zeichen dafür, dass kräftig an den Kosten gespart wurde. Und die Kostenreduktionen spürt man auch bei der Qualität. Ein Upgrade von einer (qualitativ schlechten) Einzelhubpumpe zu einer Doppelhubpumpe lohnt sich daher oft. Bei der Auswahl eines SUP Boards sollte am besten darauf geachtet werden, dass eine Doppelhubpumpe gleich im Lieferumfang enthalten ist.

Dreimal so schnell mit Tripple-Action Pumpen?

Tripple-Action Pumpe oder „Dreifachhubpumpen“ sind eine neue Entwicklung. Bei einigen teureren SUP Boards (wie zum Beispiel dem Bluefin Cruise Carbon) ist eine solche Luftpumpe bereits im Lieferumfang enthalten. Alternativ kann eine Tripple-Action Luftpumpe für 75 bis 100€ erworben werden, aber lohnt sich das?

Eine Tripple-Action Luftpumpe verfügt im Gegensatz zu Einzelhubpumpen und Doppelhubpumpen über zwei Zylinder. In der Regel kann aus drei Einstellungen gewählt werden. Im ersten Modus wird mit beiden Zylindern beim Runterdrücken und Hochziehen Luft gepumpt. In dieser Einstellung ist das Pumpen am anstrengendsten. Im zweiten Modus werden beide Zylinder nur beim Runterdrücken genutzt und die dritte Einstellung entspricht einer normalen Einzelhubpumpe.

Der große Vorteil von Tripple-Action Pumpen ist, dass gerade anfangs extrem schnell Luft in ein aufblasbares SUP Boards gepumpt werden kann. In wenigen Pumpstößen und innerhalb von nur einer bis zwei Minuten ist das Board komplett mit Luft gefüllt und das Manometer zeigt dann bereits einen Luftdruck von 5 PSI an.

Anschließend wird dann in den Einzelhubmodus geschaltet und bis zum gewünschten Luftdruck gepumpt. In der Praxis zeigt sich, dass im Vergleich zu einer Doppelhubpumpe sich die Zeit fürs Aufpumpen um ungefähr 25% reduzieren lässt. Das bedeutet auch, dass Kraft eingespart werden kann. Die Anzahl an Pumpstößen sind ungefähr 30% niedriger als bei Doppelhubpumpen.

Neben dem etwas höheren Preis sprechen die Maße allerdings gegen die neuartigen Luftpumpen. Mit den beiden Luftkammern nehmen die Tripple-Action Luftpumpen mehr Platz ein. Für Paddler mit kleineren Rucksäcken ist eine Dreifachhubpumpe daher nicht die beste Wahl.

Was ist mit SUP Boards mit zwei Luftkammern?

In dem ständigen Bestreben die Boards immer steifer zu machen, haben einige Hersteller SUP Boards mit zwei Luftkammern entwickelt. Die Trennung in eine innenliegende und eine äußere Luftkammer verleiht den Boards wesentlich mehr Robustheit. Die Fahreigenschaften diese Boards kommen daher noch näher an feste SUP Boards heran als das bei normalen aufblasbaren SUP Boards der Fall ist.

Im Lieferumfang dieser teureren Boards ist meistens eine sehr gute Doppelhubpumpe oder eine Tripple-Action Luftpumpe enthalten. Das Vorgehen beim Aufpumpen eines SUP Boards mit zwei Luftkammern geht dabei wie folgt:

  1. Im Doppelhubmodus (mit beiden Zylindern bei einer Tripple-Action Pumpe) wird zunächst die innere Luftkammer aufgepumpt.
  2. Wenn dies ab einem Luftdruck von ungefähr 5 bis 7 PSI zu anstrengend wird, schaltet man in den Einzelhubmodus. (Die innere Luftkammer ist sehr klein, weshalb es nur wenige Pumpstöße braucht, um diese komplett mit Luft zu füllen.)
  3. Erst wenn die innenliegende Luftkammer auf den gewünschten Luftdruck, der bei SUP Boards dieser Art in der Regel bei 12 bis 15 PSI liegt, aufgepumpt ist, widmet man sich der zweiten Luftkammer.
  4. Das Vorgehen wird nun bei der äußeren Luftkammer wiederholt. Anfangs verwendet man den Doppelhubmodus (oder den Dreifachhubmodus), um schnell viel Luft in das Board zu bekommen.
  5. Ab einem Wert von vier bis sieben PSI wird in den Einzelhubmodus geschaltet und bis zum gewünschten Drucklevel gepumpt. Es ist wichtig, dass beide Luftkammern auf denselben Luftdruck aufgepumpt werden, weil sich ansonsten eine Falte auf dem Deck bildet.

Fazit

Mit der steigenden Beliebtheit von Stand Up Paddling fragen sich auch immer mehr Leute, wie sie ein SUP Board aufpumpen können. In der Tat unterscheidet sich das Vorgehen mit den verschiedenen Arten von SUP Luftpumpen. Am meisten verbreitet sind zwar Doppelhubpumpen, aber genauso werden immer noch Einzelhubpumpen und neuerdings auch Tripple-Action Pumpen eingesetzt.

Ein Upgrade von einer günstigen (und häufig schlecht verarbeiteten) Einzelzubpumpe kann demnach durchaus Sinn ergeben. Mit einer Doppelhubpumpe hat man den Vorteil, dass man anfangs im Doppelhubmodus schnell Luft in das SUP Board pumpen kann. Anschließend wird in den Einzelhubmodus umgeschaltet und bis zum gewünschten Luftdruck gepumpt. Auf diese Weise lässt sich die Anzahl an Pumpstößen reduzieren sowie Zeit und Kraft einsparen. Dann ist auch mehr Energie zum Paddeln übrig.

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