Das WATTSUP Espadon war jahrelang das Einsteigerboard der Marke: 335 Zentimeter lang, 81 Zentimeter breit, 15 Zentimeter dick und mit rund 9,1 Kilogramm eines der leichtesten Boards seiner Größe.
Gebaut ist es im Dropstitch-Verfahren, bei dem tausende Polyesterfäden die Ober- und Unterseite miteinander verbinden. Das ist der Grund, warum ein aufblasbares Board überhaupt steif genug wird, um darauf zu stehen.
Interessant ist das Board vor allem wegen seines Zuschnitts: lang genug für ordentlichen Geradeauslauf, breit genug für sichere erste Versuche und leicht genug, um es alleine zum Wasser zu tragen. Wo es spart, steht weiter unten deutlich.
WATTSUP Espadon 11'
Ein solider Allrounder für den Einstieg, dem beim Zubehör die letzten Handgriffe fehlen. Leash und Sitz gehören eingeplant.
Spricht dafür
- Nur rund 9,1 Kilogramm, sehr leicht für 335 Zentimeter Länge
- 81 Zentimeter Breite, kippstabil für die ersten Versuche
- Dropstitch-Bauweise mit 15 Zentimetern Dicke, gute Steifigkeit
- Bis 15 psi aufpumpbar
- Vier zusätzliche D-Ringe für einen Kajaksitz
- Zwei Tragegriffe, einer mittig, einer am Heck
- Gepäcknetz vorne
Spricht dagegen
- Keine Leash im Lieferumfang, die wichtigste Sicherheitsausrüstung fehlt
- Kein Kajaksitz, obwohl die D-Ringe dafür da sind
- Transporttasche statt Rucksack, unbequem auf längeren Wegen
- Nur eine Finne
- Hersteller macht keine Angabe zum Lagenaufbau
- Traglastangabe von 154 Kilogramm ist eine Obergrenze, kein Richtwert
- Wie groß ist das Board?
- 335 Zentimeter lang, 81 Zentimeter breit und 15 Zentimeter dick.
- Wie viel wiegt es?
- Rund 9,1 Kilogramm.
- Auf wie viel psi wird es aufgepumpt?
- Bis zu 15 psi.
- Für wen ist es gedacht?
- Für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer auf See, Fluss und in ruhigen Buchten.
Bauweise und Einsatzgebiet
Mit 335 mal 81 Zentimetern liegt das Espadon genau im Allround-Zuschnitt. Kürzere Boards sind wendiger, längere laufen besser geradeaus, und dieses Maß nimmt von beidem so viel mit, dass es auf dem See, im ruhigen Flussabschnitt und in einer geschützten Bucht funktioniert.
Die 15 Zentimeter Dicke sind dabei wichtiger, als sie klingen. Sie sorgen dafür, dass das Board unter Körpergewicht nicht durchhängt. Ein dünneres Board mit 10 Zentimetern biegt sich in der Mitte spürbar durch, und genau dieses Nachgeben kostet Anfänger die Balance.
Im Inneren steckt eine Dropstitch-Konstruktion: tausende Polyesterfäden verbinden Deck und Boden, sodass die Luftkammer bei hohem Druck ihre Form behält statt sich zum Ballon aufzublähen. Bis 15 psi darf das Espadon gefüllt werden, und den Druck sollte man auch ausreizen, weil die Steifigkeit sonst leidet.
Die angegebene Traglast von 154 Kilogramm ist eine Obergrenze, kein Richtwert. Auf dem Papier passen damit zwei Erwachsene oder ein Erwachsener mit Kind aufs Board, in der Praxis sinkt es dabei so tief ein, dass die Fahreigenschaften merklich nachlassen. Für einen Erwachsenen mit Gepäck ist der Zuschnitt dagegen reichlich bemessen.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Fahreigenschaften
Auf dem Wasser liegt das Espadon ruhig. Die Breite von 81 Zentimetern gibt genug Fläche, um nach ein paar Minuten sicher zu stehen, und die Länge sorgt dafür, dass das Board bei jedem Zug Strecke macht statt sich zu verdrehen. Die Einzelfinne hält die Spur.
Schnell ist es nicht, und das ist keine Kritik: Ein Allrounder mit 81 Zentimetern Breite tauscht Tempo gegen Standfläche. Wer Strecke fahren will, greift zu einem Touringboard mit schmalerem Zuschnitt, findet dann aber ein Brett vor, das beim Einstieg deutlich mehr Balance verlangt.
Für die ersten Stunden gehört das Board auf ruhiges Wasser. Sobald Wellen ins Spiel kommen, wird auch ein stabiles Board unruhig, und das hat nichts mit dem Modell zu tun. Wie der Einstieg abläuft, steht in unserer Anleitung zum SUP lernen.
Material und Verarbeitung
Das Espadon besteht aus PVC über einem Dropstitch-Kern. Die Fäden im Inneren sind der eigentliche Grund für die Steifigkeit, das Außenmaterial hält den Druck. Wie viele Lagen PVC WATTSUP verarbeitet, gibt der Hersteller nicht an, und das ist ein Punkt, den man kennen sollte: In dieser Preisklasse ist ein Single Layer die Regel, ein Double Layer die Ausnahme und immer ein Verkaufsargument. Wo nichts steht, steht meist nur eine Lage.
Auffällig ist das Gewicht. Rund 9,1 Kilogramm sind für ein 335 Zentimeter langes Board wenig, viele Konkurrenten in dieser Größe liegen bei 11 bis 13 Kilogramm. Das macht das Tragen zum Wasser deutlich angenehmer und stützt gleichzeitig die Vermutung zum einlagigen Aufbau, weil die zweite Lage genau dieses Gewicht kosten würde.
Design und Features
Optisch ist das Espadon in kräftigem Orange auf schwarzem Grund gehalten, was auf dem Wasser gut sichtbar ist. Das ist mehr als Geschmack: Ein auffälliges Board wird von anderen Wassersportlern früher gesehen.
- Deckpad. Aus EVA, rutschfest auch bei Nässe, über den gesamten Standbereich.
- Gepäcknetz. Vorne, für Trinkflasche, Handytasche oder eine Jacke.
- Tragegriffe. Zwei Stück. Einer mittig am Schwerpunkt zum Tragen, einer am Heck, um das Board aus dem Wasser zu ziehen.
- D-Ringe. Einer am Heck für die Leash, dazu vier seitlich neben dem Deckpad. An denen lässt sich ein Kajaksitz befestigen, der allerdings nicht mitgeliefert wird.
- Finne. Eine Mittelfinne für den Geradeauslauf.
Das Zubehör im Einzelnen
Paddel. Dreiteilig und in der Höhe verstellbar. Zerlegt passt es in die Transporttasche. Wer viel paddelt, merkt schnell den Unterschied zu einem leichteren Modell, dazu mehr im SUP Paddel Test.
Pumpe. Eine Hochdruckpumpe liegt bei, mit der sich die 15 psi erreichen lassen. Die letzten Hübe sind Arbeit, das ist bei jeder Handpumpe so. Wie es leichter geht, steht unter SUP Board aufpumpen.
Transporttasche. Groß genug für Board und Zubehör, aber eben eine Tasche und kein Rucksack mit Tragesystem. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Wasser merkt man den Unterschied ab etwa zweihundert Metern. Alternativen stehen im SUP Rucksack Test.
Leash. Fehlt. Das ist der ärgerlichste Punkt am Set, weil die Leash die Verbindung zum Board hält, wenn man stürzt, und ein abgetriebenes Board ist im offenen Wasser eine echte Gefahr. Sie gehört dazugekauft, bevor man das erste Mal aufs Wasser geht, siehe SUP Leash Test.
Kajaksitz. Fehlt ebenfalls, obwohl die vier D-Ringe dafür bereits am Board sitzen. Ein passender Sitz lässt sich nachrüsten.
Reparaturset. Liegt bei, mit Flicken für die üblichen kleinen Schäden.
Lieferumfang
- WATTSUP Espadon Board
- Dreiteiliges, höhenverstellbares Paddel
- Hochdruckluftpumpe
- Transporttasche
- Reparaturset
- Finne
Das ist nicht dabei
- Leash
- Kajaksitz
- Schwimmweste
- Drybag
Stärken und Schwächen
Spricht dafür
- Sehr leicht mit rund 9,1 Kilogramm
- 81 Zentimeter Breite, kippstabil für Einsteiger
- 15 Zentimeter Dicke, kein Durchhängen unter Körpergewicht
- Dropstitch-Bauweise, bis 15 psi belastbar
- Guter Geradeauslauf durch 335 Zentimeter Länge
- Vier D-Ringe für einen Kajaksitz vorhanden
- Zwei Tragegriffe an sinnvollen Stellen
- Auffällige Farbgebung, auf dem Wasser gut sichtbar
Spricht dagegen
- Keine Leash im Set
- Kein Kajaksitz trotz vorhandener D-Ringe
- Transporttasche statt Rucksack
- Nur eine Finne
- Keine Herstellerangabe zum Lagenaufbau
- Traglastangabe zu optimistisch für zwei Erwachsene
- Keine Garantie über die Gewährleistung hinaus
Alternativen
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Leash immer mit einplanen. Fehlt sie im Set, gehört sie in denselben Warenkorb. Sie kostet wenig und ist die einzige Verbindung zwischen Ihnen und einem Board, das sonst vom Wind davongetragen wird.
Auf die Dicke achten, nicht nur auf die Länge. 15 Zentimeter sind bei einem Allrounder der Standard, mit dem ein Board unter Körpergewicht stabil bleibt. Angebote mit 10 Zentimetern sind meist deutlich weicher.
Die Traglast halbieren, wenn zwei Personen mitfahren sollen. Herstellerangaben nennen die Grenze, ab der ein Board absäuft, nicht die, ab der es sich gut fährt. Für Ausfahrten zu zweit lohnt der Blick auf die größeren Modelle der Reihe.
Tasche und Rucksack unterscheiden. Eine bloße Transporttasche reicht für den Kofferraum, nicht für einen langen Fußweg. Wer weiter tragen muss, rüstet einen Rucksack mit Tragesystem nach.
Häufige Fragen
Auf wie viel psi wird das WATTSUP Espadon aufgepumpt?
Bis zu 15 psi. Diesen Druck sollte man auch erreichen, weil das Board darunter spürbar weicher wird und beim Stehen nachgibt.Ist eine Leash im Lieferumfang enthalten?
Beim hier beschriebenen Espadon nicht. Sie muss separat gekauft werden. Beim heutigen Nachfolger F11 liegt sie bei.Kann man auf dem Board im Sitzen paddeln?
Die vier D-Ringe für einen Kajaksitz sind vorhanden, der Sitz selbst liegt nicht bei. Er lässt sich nachrüsten, dazu gehört dann auch ein Doppelpaddel.Wie schwer darf der Fahrer sein?
Der Hersteller nennt 154 Kilogramm Gesamtlast. Ein Erwachsener mit Gepäck ist damit sicher unterwegs, für zwei Erwachsene ist der Zuschnitt zu knapp.Wie viel wiegt das Board selbst?
Rund 9,1 Kilogramm. Das ist für ein Board mit 335 Zentimetern Länge deutlich weniger als bei den meisten Konkurrenten.Gibt es das Espadon noch zu kaufen?
Nicht in dieser Ausführung. WATTSUP führt den 11-Fuß-Zuschnitt heute als F11, während der Name Espadon auf das größere 11'8-Board übergegangen ist.Ist das Board für Anfänger geeignet?
Ja. Breite, Dicke und Länge ergeben zusammen ein Brett, auf dem die ersten Stehversuche schnell gelingen.Lohnt sich das WATTSUP Espadon?
WATTSUP Espadon 11'
Am Board selbst gibt es wenig auszusetzen: Der Zuschnitt passt für den Einstieg, die Dropstitch-Bauweise mit 15 Zentimetern Dicke hält, was sie soll, und rund 9,1 Kilogramm sind für diese Länge ein echter Vorteil.
Die Abzüge holt sich das Set beim Zubehör, allen voran mit der fehlenden Leash. Wer die einrechnet, bekommt ein solides Einsteigerboard. Weitere Modelle stehen im SUP Board Test und unter den aufblasbaren SUP Boards.




