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SUP Leash Anleitung: Warum braucht man eine SUP Leash?

Ein großer Vorteil von Stand Up Paddling gegenüber anderen Wassersportarten ist, dass die Paddler ohne viel Ausrüstung auskommen. Mit einer gewissen Grundausstattung können die allermeisten Touren absolviert werden. Lediglich für lange Trips oder für spezielle Einsatzgebiete (wie zum Beispiel SUP Angeln) braucht es besonderes Equipment.

Neben dem SUP Paddel gehört auch die SUP Leash zur Standardausrüstung. Die unscheinbare SUP Halteleine kann in Extremsituationen den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Aber warum braucht man eine SUP Leash?

Stand Up Paddler brauchen eine SUP Leash. Die Halteleine wird mit einem Ende am SUP Board und mit dem anderen am Knöchel oder unterm Knie festgemacht. Bei einem Sturz ins Wasser verhindert die Leine, dass das Stand Up Paddling Board wegschwimmt. Wind, Wellen und Strömungen können das Board nämlich so stark beschleunigen, dass es schwimmend kaum einzuholen ist. Beim Paddeln im kalten Wasser kann das lebensgefährlich sein.

Aus diesem Grund ist es wichtig, bevor es aufs Wasser eine Leash geht anzubringen. Bei der Auswahl einer guten SUP Leash sollte auf folgende Eigenschaften geachtet werden.

-> Die besten SUP Leashs anschauen

Arten von SUP Leashs

Bei SUP Halteleinen wird zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden:

  • Coiled SUP Leashs: Der erste Typ sind Coiled SUP Leashs. Diese Leinen sind der heutige Standard und werden von fast allen Stand Up Paddlern verwendet. Die Besonderheit ist, dass diese SUP Leashs im Grundzustand aufgerollt ist. Erst bei einem Sturz ins Wasser dehnt sich die Leine auf die volle Länge aus. Das hat den Vorteil, dass die SUP Halteleine nicht immer im Wasser schleift und gleichzeitig lang genug ist. -> Die besten Coiled SUP Leashs ansehen
  • Einfache SUP Leashs: Die andere Art der klassischen SUP Leashs sind die einfachen Leinen. Die Leine wird ebenfalls mit dem einen Ende am Board und mit dem anderen am Fußgelenk oder unterhalb des Knies befestigt. Der Nachteil ist, dass diese Leinen hinter dem Board schleifen. Die Leine sammelt dadurch schnell Dreck an. Das eigentlich Problem ist allerdings, dass sich die einfachen Halteleinen auch an Pflanzen oder Felsen verhaken könnten, was böse Stürze zur Folge hätte.
  • SUP Leashs für die Hüfte: Die beiden erwähnten Arten (und insbesondere die Coiled SUP Leashs) sind für offene Gewässer wie Meere, See, große Flüsse und auch für Kanäle sehr gut geeignet. In Fließgewässern, im Wildwasser und in schnell fließenden Flüssen sind die normalen Leashs allerdings gefährlich. Selbst bei Coiled SUP Leashs droht Lebensgefahr. Eine bessere Wahl sind SUP Leashs für die Hüfte, die über einen Notauslöser verfügen. Im Notfall kann man sich dadurch immer befreien. -> Die besten SUP Leashs für die Hüfte ansehen

SUP Leash: Die richtige Länge

Die richtige Länge der Leine ist von der Länge des SUP Boards anhängig. Samuli Aegerter, ein Experte der Suva im Bereich Freizeitsicherheit, meint dazu Folgendes: „Die Leine sollte lang genug sein, dass bei einem Sturz das Board einem nicht an den Kopf oder sonst wohin schlägt.“

In der Länge unterscheiden sich die heutigen SUP Leashs allerdings kaum. Fast alle Halteleinen für SUP Boards sind ungefähr drei Meter lang.

Warum eine SUP Leash Leben retten kann

Viele Leute können sich nur schwer vorstellen, dass eine SUP Leash wirklich eine wichtige Sicherheitsmaßnahme ist. Bei einem Sturz ins Wasser besteht nämlich die Gefahr, dass das Board wegschwimmt.

Schon moderate Winde, Wellen oder Strömungen können das SUP nämlich so beschleunigen, dass es schwimmend kaum einzuholen ist. Der Vorteil von SUP Leashs ist, dass das SUP Board immer in der Nähe bleibt. Auch in Notsituationen kann dadurch das Board schnell erreicht werden.

Beim Stand Up Paddeln in kaltem Wasser ist das Tragen einer solchen Halteleine absolute Pflicht. Ein guter Neoprenanzug für Stand Up Paddler kann für eine gewisse Zeit warmhalten, aber trotzdem droht eine Unterkühlung.

Tipp für SUP-Experten

Viele fortgeschrittene Paddler fahren auf Touring- oder Race SUP Boards, die mit einem Kickpad ausgestattet sind. Das Kickpad ist eine Erhebung des Deckpads, das für besonders schnelle Wendemanöver genutzt werden kann. Wenn das Gewicht nach hinten auf das Kickpad verlagert wird, hebt sich die Spitze des Boards aus dem Wasser und das SUP Board kann auf der Stelle gedreht werden.

Vom normalen Stand mit beiden Füßen in der Mitte des Boards muss man dafür Schritt für Schritt nach hinten gehen. Wenn die Leash am hinteren (meist größeren) D-Ring festgemacht wird, stört diese oft beim nach hinten Laufen. In diesem Fall ist es besser, die Leash an einem seitlichen D-Ring zu befestigen. Dann liegt die Leash nicht mehr im Weg.

Weitere Sicherheitstipps

  • Richtig ausgestattet sein: Mit dem Klettverschluss kann die Leash schnell gelöst werden. In fließenden Gewässern sollte aber trotzdem auf eine SUP Leash für die Hüfte zurückgegriffen werden. Verhakt sich bei einem Sturz das Board an Steinen oder einem anderen Hindernis, könnte man von der Strömung unter Wasser gedrückt werden. Die Kraft der Wassermassen macht es sehr schwer bis unmöglich, die Leash vom Fußgelenk zu lösen.
  • Das Wetter kennen: Wassersportler und andere Leute, die gerne Zeit Outdoor verbringen, sollten sich stets über das Wetter informieren. Vor einem Trip wird am besten eine Wetterprognose studiert. Zahlreiche Apps für das Smartphone erlauben sogar Prognosen in Echtzeit. Beim Stand Up Paddeln sind vor allem die Windstärke und die Richtung, aus der der Wind kommt, wichtig. Fast immer ist es eine gute Idee, erst gegen den Wind zu paddeln. Wenn es dann wieder nachhause geht, hilft der Rückenwind. Andernfalls besteht das Risiko, dass man nach kilometerlanger Fahrt in eine Richtung feststellt, dass der Gegenwind zu stark ist, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren.
  • Eine gründliche Vorbereitung: Wer an neuen Gewässern paddeln möchte, sollte sich auf diese Trips gut vorbereiten. In Foren, auf verschiedenen Webseiten oder auf SUP Karten können vorher die Gegebenheiten des Gewässers und der Umgebung studiert werden. Außerdem ist empfehlenswert, eine Karte des Gewässers auszudrucken und geschützt in einer Klarsichtfolie mit zunehmen. Alternativ kann auch ein Smartphone genutzt werden, dass in einer wasserdichten Handyhülle mitgenommen wird.
  • Das Paddel gut festhalten: Bei einem Sturz ins Wasser muss außerdem das Paddel gut festgehalten werden. Im Lieferumfang einiger sehr günstiger SUP Boards sind nämlich SUP Paddel enthalten, die nicht schwimmen können. Diese Paddel aus Aluminium gehen nach einigen Sekunden unter und ohne Paddel kommt man mit einem SUP nur schwer vorwärts. Bei hochwertigen Aluminium-Paddeln, bei SUP Paddel aus Fiberglas oder Carbon ist das allerdings nicht der Fall. Diese Paddel sind schwimmfähig. Bei einem Sturz halten allerdings die meisten Leute das Paddel fest in den Händen.

Fazit

Stand Up Paddling ist ein toller, erholsamer, aber zugleich fordernder Sport. Wenn man Stand Up Paddler fragt, was ihnen an dem Wassersport besonders viel Spaß macht, kommt „Freiheit“ stets an einer der ersten Stellen. Und auch die Freiheit von der ganzen Ausrüstung, die man zum Beispiel fürs Windsurfen braucht, ist eine tolle Sache.

Für die meisten SUP Touren braucht man nur ein gutes SUP Board, ein Paddel und eine Leash. Auf Letztere sollte allerdings nicht verzichtet werden. Das sollte in dieser SUP Leash Anleitung klar geworden sein. In Notsituationen kann die Halteleine entscheidend sein. Stellt sie doch sicher, dass einem das Board nicht abhanden kommt.

Quellen

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