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Ein Touring-Board erkennt man an drei Dingen: einer Länge ab etwa 350 Zentimetern, einer spitz zulaufenden Nose und einer Einzelfinne statt eines Drei-Finnen-Setups. Alle drei Merkmale zusammen sorgen dafür, dass das Brett mit weniger Kraftaufwand geradeaus gleitet.

Damit unterscheidet sich das Touring-Board von zwei Nachbarn: Es ist kein Allrounder, der wegen runder Nose und drei Finnen auf Wendigkeit statt Strecke setzt, und kein reinrassiges Race-Board, das Stabilität für Höchstgeschwindigkeit opfert. Touring liegt dazwischen und bleibt alltagstauglich. Wer die eigene Balance zusätzlich trainieren möchte, findet passende Empfehlungen in unserem Balance Board Test.

Wir haben die aktuell bei Amazon lieferbaren Touring-Boards gegenübergestellt und dabei nur Modelle berücksichtigt, die tatsächlich bestellbar sind. Dazu kommt das Spitzenmodell von Decathlon, das nicht über Amazon läuft, sondern direkt beim Händler zu haben ist. Wo Amazon selbst keine Gewichts- oder Traglastangabe macht, haben wir bei Marken, die wir aus eigenen Tests kennen, in unserer Redaktion nachgesehen. Wer gezielt nach einem SUP Board für Frauen sucht, wird in unserem Test der Damen SUP Boards fündig.

71Boards gesichtet, 8 in den Vergleich genommen
7Marken mit eigener Serie
350 bis 426 cmLängenspanne der Auswahl
76 bis 86 cmBreitenspanne, soweit angegeben

Die Top 3 auf einen Blick

Bestes Fahrverhalten
Decathlon SUP 900 Explo Touring 14'
426 Zentimeter, zwei getrennte Luftkammern, 350 Liter Volumen. Ohne Paddel und Pumpe.
Beste Ausstattung
Bluefin SUP Rogue 12'6 Stand-Up-Paddelboard | Aufpumpbares Touren-Paddelboard | Touren-SUP-Kit mit Carbon-Paddel | | SUP-Race | Inklusive Zubehör | Tragbar & Reisesicher, Rogue 12'6 IJs
Klassische Touring-Silhouette, sieben D-Ringe, zwei Gepäcknetze, Carbon-Paddel im Set.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
AQUASTIC Touring 12'6" SUP Board Set – Komplettset: 2X 2in1 Paddel, 2 Kajaksitze, Leash, Pumpe, Rucksack, Drop Stitch Lite+, 381x76 cm, 165 kg, Touring, leicht & robust, für Lange Touren
381 cm Länge, 165 kg Zuladung, vollständige Herstellerangaben.

Alle Boards im Vergleich

BoardMaßeZuladungBesonderheitPreisklasse
Decathlon SUP 900 Explo Touring 14'Bestes Fahrverhalten426 x 79 x 15 cm, 350 l Volumenbis 140 kg FahrergewichtZwei getrennte Luftkammern, zentraler Stringer, ohne Paddel und Pumpe€€€
Bluefin SUP Rogue 12'6Beste Ausstattung381 x 76 x 16 cmkeine Herstellerangabe, unsere Redaktion misst rund 130 kgEinzelfinne, 7 D-Ringe, 2 Gepäcknetze, 5 Jahre Garantie€€€€
AQUASTIC Touring 12'6Preis-Leistung381 x 76 x 15 cm, 355 l Volumen165 kg2 Kajaksitze im Set, 4 D-Ringe€€
Niphean Touring 380Höchste Zuladung380 x 84 cm280 kg9,25 kg Boardgewicht, Kickpad, 3 Jahre Garantie€€
F2 AXXIS 12'2 TouringDeutsche Marke372 x 86 x 15 cmkeine Herstellerangabe9 kg Boardgewicht, Kajaksitz im Set€€
Aqua Marina Hyper Touring 11'6Etablierte Marke350 cm, laut unserer Redaktion 79 cm breitlaut unserer Redaktion bis 145 kgDoppelkammer-Konstruktion, Kickpad€€€
HUIIKE Touring 11'6Günstigster Einstieg350 x 84 x 15 cm150 kgEinzelfinnen-System, kajakkompatibel
F2 AXXIS 11'6 TouringLeichtestes Board354 x 84 x 15 cmkeine Herstellerangabe8,7 kg Boardgewicht, Kajaksitz im Set€€

Die Boards im Einzelnen

Platz 1

Decathlon SUP 900 Explo Touring 14'

Bestes Fahrverhalten
  • Maße426 x 79 x 15 cm
  • Volumen350 l
  • Fahrergewichtbis 140 kg
  • Boardgewicht12 kg
  • Luftkammernzwei, voneinander getrennt
  • LieferumfangBoard, Bag, Finne, Leash

Geeignet für: Wer regelmäßig lange Strecken fährt, sicher steht und Paddel und Pumpe schon besitzt

Das SUP 900 ist das Spitzenmodell der Decathlon-Eigenmarke und mit 426 Zentimetern das längste Board in diesem Vergleich. Genau daher kommt sein Vorteil: Länge und spitze Nose ergeben den Geradeauslauf, um den es beim Touring geht, und 350 Liter Volumen tragen auch Gepäck, ohne dass das Brett einsinkt.

Bauartlich ist es das aufwendigste Board hier. Zwei voneinander getrennte Luftkammern bedeuten, dass eine Undichtigkeit die Tour nicht sofort beendet, dazu kommen ein zentraler Stringer im Dropstitch und doppelt aufgeklebte Seitenbänder an der Stelle, die bei billigen Boards zuerst aufgeht. Mit 12 Kilogramm bleibt es für 14 Fuß tragbar.

Der Haken steht im Karton, genauer gesagt fehlt er dort: Paddel und Pumpe liegen nicht bei, anders als bei praktisch jedem anderen Board dieser Liste. Wer beides schon hat, bekommt dafür das ernsthafteste Touring-Board im Feld. Wer bei null anfängt, rechnet den Zukauf dazu und schaut besser auf eines der Komplettsets weiter unten. Alle Messwerte und die Einzelnoten stehen in unserem Test des SUP 900 Explo Touring.

Spricht dafür

  • 426 Zentimeter, das längste Board in diesem Vergleich, entsprechend ruhiger Geradeauslauf
  • Zwei getrennte Luftkammern, eine Undichtigkeit legt das Board nicht sofort still
  • Dropstitch mit zentralem Stringer, die Seitenbänder sind doppelt aufgeklebt
  • 12 Kilogramm sind für 14 Fuß ein guter Wert, der Bag misst 90 x 46 x 25 cm
  • 350 Liter Volumen und 350 Kilogramm maximale Auftriebskraft

Spricht dagegen

  • Weder Paddel noch Pumpe im Lieferumfang, beides kostet zusätzlich
  • 79 Zentimeter Breite verlangen Standsicherheit, das ist kein Einsteigerboard
  • 15 psi auf 426 Zentimetern sind mit einer Handpumpe eine Zumutung
  • Noch keine Kundenbewertungen, also keine Langzeiterfahrung
  • Läuft nicht über Amazon, sondern direkt über Decathlon
Platz 2

Bluefin SUP Rogue 12'6

Beste Ausstattung
  • Maße381 x 76 x 16 cm
  • FinneEinzelfinne, US-Box, abnehmbar
  • D-Ringe7 Stück
  • Garantie5 Jahre

Geeignet für: Fortgeschrittene, die ein möglichst schnelles Board für lange Strecken suchen und den Aufpreis nicht scheuen

Das Rogue ist im Sortiment von Bluefin das erste Board mit einer wirklich klassischen Touring-Form. Lang, spitz und stromlinienförmig, dazu die verschweißte ESL-Fusion-Bauweise mit Carbon-Rails, die dem Brett bei geringem Gewicht viel Steifigkeit gibt. Bluefin nennt in den Angebotsdaten bei Amazon weder Maße noch Boardgewicht, deshalb stammen die 381 mal 76 mal 16 Zentimeter aus unserer eigenen Testreihe.

Die Einzelfinne hält das Board schnurgerade, die Abrisskante am Heck schneidet das Wasser sauber ab, statt es mitzuziehen. Ausstattungsseitig ist das Rogue das vollständigste Board im Vergleich: Sieben freie D-Ringe, fünf Tragegriffe und zwei abnehmbare Gepäcknetze machen es zum einzigen Board hier, das für eine echte Mehrtagestour mit Zelt und Drybag gedacht ist.

Eine offizielle Traglast nennt Bluefin nicht. Unsere Redaktion hat das Board getestet und beziffert die sichere Belastbarkeit auf rund 130 Kilogramm, das ist keine Herstellerangabe, sondern unsere eigene Einschätzung aus der Praxis, und wir kennzeichnen sie deshalb ausdrücklich als solche.

Spricht dafür

  • Klassische, schmale Touring-Silhouette mit Abrisskante am Heck
  • Zwei abnehmbare Gepäcknetze, eines davon seitlich verstärkt mit Reflektoren
  • Carbon-Paddel und Triple-Action-Pumpe im Set
  • Fünf Jahre Garantie

Spricht dagegen

  • Deutlich teurer als der Rest des Vergleichs
  • Kein Boardgewicht in den Herstellerangaben
  • Schmalere Bauweise verlangt schon etwas Erfahrung
Platz 3

AQUASTIC Touring 12'6

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Maße381 x 76 x 15 cm
  • Volumen355 l
  • Zuladung165 kg
  • D-Ringe4 Stück

Geeignet für: Wer die Länge des Bluefin will, aber nicht dessen Preis zahlen möchte

Das AQUASTIC ist mit 381 mal 76 Zentimetern genauso lang wie das Bluefin, kostet aber gut ein Drittel. Der Hersteller nennt dazu ausdrücklich das schmalere Touring-Profil mit langem Shape, das für weniger Wasserwiderstand als bei klassischen Allroundern sorgt. Einen Überblick über alle Board-Typen bietet unser genereller SUP Board Test.

Die Drop-Stitch-Lite-Plus-Technologie verschweißt statt verklebt, was laut Hersteller die Haltbarkeit erhöht und gleichzeitig Klebstoff spart. Bei einer Materialdichte von 2600 Gramm pro Quadratmeter bleibt das Board trotz der Länge vergleichsweise leicht.

Ungewöhnlich ist das doppelte Zubehörpaket: Zwei Kajaksitze und zwei Zweiwege-Paddel liegen im Karton, weil sich vier D-Ringe auf dem Deck befinden. Damit lässt sich das Board wahlweise von einer Person mit viel Gepäck oder von zwei leichteren Personen nutzen. Zum Prüfzeitpunkt waren allerdings nur noch wenige Exemplare verfügbar.

Spricht dafür

  • Vollständige Herstellerangaben zu Maßen, Volumen und Zuladung
  • Zwei Kajaksitze und zwei Paddel im Set, damit auch zu zweit nutzbar
  • Einlagige PVC-Konstruktion hält das Gewicht niedrig

Spricht dagegen

  • Zum Prüfzeitpunkt nur wenige Stück am Lager
  • Zwei Jahre Garantie statt fünf beim Bluefin
Platz 4

Niphean Touring 380

Höchste Zuladung
  • Länge380 cm
  • Breite84 cm
  • Boardgewicht9,25 kg
  • Zuladung280 kg

Geeignet für: Wer regelmäßig Ausrüstung, einen Hund oder eine zweite Person mitnehmen will

Niphean wirbt für das 380er Touring-Board mit einer stromlinienförmigen Touring-Nase und einem V-Rumpf-Design, das laut Hersteller sauber durch das Wasser schneidet. Die Woven-Drop-Stitch-Konstruktion soll im aufgepumpten Zustand bis zu 160 Prozent steifer werden als eine einfache Naht.

Die 280 Kilogramm Zuladung sind die höchste Angabe in diesem Vergleich. Bei 84 Zentimetern Breite ist das plausibel: genug Deckfläche für Trockentaschen, Angelausrüstung, eine Kühlbox oder einen zweiten Paddler.

Trotz der großen Fläche bleibt das Board mit 9,25 Kilogramm eines der leichteren im Feld, das erleichtert das Tragen vom Parkplatz zum Ufer. Zur Dicke des Boards macht der Hersteller keine belastbare Aussage, deshalb führen wir sie hier nicht auf. Im Set enthalten sind Paddel, Pumpe, Sicherheitsleine, eine Heckfinne, Rucksack, wasserdichte Handyhülle und Reparaturset.

Spricht dafür

  • Mit 280 kg die höchste Zuladung im Vergleich
  • Nur 9,25 kg Boardgewicht trotz der Länge
  • Kickpad für engere Wenden
  • Drei Jahre Garantie

Spricht dagegen

  • Keine Herstellerangabe zur Dicke des Boards
  • Unbekannte Marke ohne Fachhandelspräsenz
Platz 5

F2 AXXIS 12'2 Touring

Deutsche Marke
  • Maße372 x 86 x 15 cm
  • Zuladungkeine Herstellerangabe
  • Boardgewicht9 kg
  • AusstattungKajaksitz und 2in1-Paddel im Set

Geeignet für: Wer bei einer eingeführten Marke bleiben will und zwischen Stehen und Sitzen wechseln möchte

F2 gehört zu den wenigen Marken in diesem Vergleich, die man auch im Sportfachhandel findet. Das AXXIS 12'2 kombiniert laut Hersteller eine Touring-Shape mit spitzer Nose und breitem Standbereich, was hohe Kippstabilität und einen ruhigen Geradeauslauf ergeben soll.

Besonders ist das Combo-Konzept: Ein Kajaksitz und ein 2-in-1-Aluminiumpaddel liegen im Set, sodass sich zwischen Stehen und Sitzen wechseln lässt.

Mit 372 mal 86 Zentimetern ist das Board breiter als die meisten anderen in diesem Vergleich, das kostet auf langer Strecke etwas Wasserwiderstand gegenüber den schmaleren Modellen. Trotz der großen Plattform wiegt es laut Hersteller nur 9 Kilogramm, im Lieferumfang sind zusätzlich Flosse, Transportrucksack, Hochdruckpumpe, Leash und Reparaturset enthalten. Eine zulässige Zuladung nennt F2 weder für dieses noch für das kleinere AXXIS, wer nah an einer vermuteten Grenze paddelt, sollte vorab beim Händler nachfragen.

Spricht dafür

  • Spitze Nose und breiter Standbereich laut Hersteller für hohe Kippstabilität
  • Kajaksitz und 2-in-1-Aluminiumpaddel im Set
  • Trotz großer Fläche nur 9 kg Boardgewicht
  • Komplettset ohne Zusatzkauf startklar

Spricht dagegen

  • 86 cm Breite kostet auf langer Strecke etwas Tempo
  • Keine Herstellerangabe zur Zuladung
  • Zwei statt fünf Jahre Garantie
Platz 6

Aqua Marina Hyper Touring 11'6

Etablierte Marke
  • Länge350 cm
  • Breitelaut unserer Redaktion 79 cm
  • Boardgewichtlaut unserer Redaktion 10 bis 11 kg
  • Zuladunglaut unserer Redaktion bis 145 kg

Geeignet für: Einsteiger und Familien, die eine bekannte Marke wollen, ohne den Aufpreis für Bluefin zu zahlen

Aqua Marina ist die Marke, die man in Deutschland am häufigsten am Wasser sieht, und das Hyper ist ihr Touring-Modell. In den Produktangaben bei Amazon fehlen allerdings Breite, Boardgewicht und Zuladung vollständig, weder in den Bullet-Points noch in den technischen Daten.

Wir haben diese Zahlen deshalb bei unserer eigenen Redaktion nachgesehen, die das Hyper in der 2023er Generation getestet hat: 79 Zentimeter Breite, 10 bis 11 Kilogramm Boardgewicht und eine Traglast von bis zu 145 Kilogramm für die 350-Zentimeter-Version. Diese Werte stammen ausdrücklich nicht von Amazon, sondern aus unserem eigenen Test.

Das Board besitzt zwei Luftkammern für zusätzliche Sicherheit, laut unserer Redaktion sind die Übergänge zwischen den Kammern in der Verarbeitung aber sicht- und spürbar.

Spricht dafür

  • Doppelkammer-Konstruktion für zusätzliche Sicherheit
  • Kickpad und rechteckige Schienenkante für mehr Kontrolle
  • Racing-Finne mit Swift-Attach-System

Spricht dagegen

  • Amazon selbst nennt weder Breite noch Gewicht noch Zuladung
  • Zwei Luftkammern bedeuten spürbare Übergänge in der Verarbeitung
Platz 7

HUIIKE Touring 11'6

Günstigster Einstieg
  • Maße350 x 84 x 15 cm
  • Zuladung150 kg
  • FinnensystemEinzelfinne
  • Garantie3 Jahre

Geeignet für: Den ersten Sommer mit einem echten Touring-Board ausprobieren, ohne viel Geld zu binden

Das HUIIKE ist das günstigste Board in diesem Vergleich, das die für Touring-Boards übliche Mindestlänge von 350 Zentimetern noch erreicht. Der Hersteller nennt dazu ausdrücklich ein Ein-Finnen-System, das Gleiten und Kontrolle verbessern soll, statt auf die bei Einsteiger-Allroundern üblichen drei Finnen zu setzen.

Mit 350 mal 84 mal 15 Zentimetern und einer Zuladung von 150 Kilogramm liegt das Board im mittleren Bereich dieses Vergleichs.

Praktisch ist die Kompatibilität mit einem Kajaksitz, auch wenn dieser nicht im Lieferumfang enthalten ist. Was fehlt, ist eine Angabe zum Boardgewicht, und HUIIKE ist eine Marke ohne Präsenz im deutschen Fachhandel.

Spricht dafür

  • Günstigstes Board im Vergleich, das die Mindestlänge von 350 cm erreicht
  • Einzelfinnen-System ausdrücklich vom Hersteller genannt
  • Kompatibel mit einem Kajaksitz
  • Drei Jahre Garantie

Spricht dagegen

  • Kein Boardgewicht in den Herstellerangaben
  • Marke ohne Fachhandelspräsenz in Deutschland
Platz 8

F2 AXXIS 11'6 Touring

Leichtestes Board
  • Maße354 x 84 x 15 cm
  • Zuladungkeine Herstellerangabe
  • Boardgewicht8,7 kg
  • AusstattungKajaksitz und 2in1-Paddel im Set

Geeignet für: Wer die kürzere, leichtere Variante des AXXIS sucht und trotzdem nicht auf die Kajak-Option verzichten will

Das kürzere Geschwister des AXXIS 12'2 bringt mit 354 mal 84 Zentimetern etwas weniger Fläche mit, dafür ist es mit 8,7 Kilogramm das leichteste Board in diesem gesamten Vergleich. Für alle, die das Board über eine längere Strecke zum Wasser tragen müssen, ist das der entscheidende Unterschied.

Die spitze Form und das abgeschrägte Heck sollen laut Hersteller für eine gelungene Balance aus Spurtreue, Stabilität und Wendigkeit sorgen. F2 richtet das AXXIS 11'6 dabei ausdrücklich an Einsteiger, die auf ruhigem Wasser längere Touren fahren wollen.

Wie beim größeren Modell liegt ein Kajaksitz im Set, dazu ein 2-in-1-Aluminiumpaddel, eine Finne, ein Transportrucksack und eine Hochdruckpumpe. Zum Prüfzeitpunkt war die Verfügbarkeit bereits knapp, das lohnt einen kurzen Blick vor dem Kauf.

Spricht dafür

  • Mit 8,7 kg das leichteste Board im gesamten Vergleich
  • Spitze Form und abgeschrägtes Heck für Spurtreue
  • Kajaksitz und 2-in-1-Paddel im Set
  • Kompaktes Packmaß für spontane Ausflüge

Spricht dagegen

  • Zum Prüfzeitpunkt nur noch wenige Stück am Lager
  • Keine Herstellerangabe zur Zuladung

Welches Board für welchen Zweck

Welches Set passt zu Ihnen?
Lange Strecke, Paddel und Pumpe sind schon da
426 Zentimeter und zwei getrennte Kammern, dafür ohne Zubehör im Karton.
Mehrtagestour mit Zelt und Gepäck
Sieben D-Ringe und zwei Gepäcknetze bieten am meisten Fläche für Ausrüstung.
Lange Strecke zum Sparpreis
Gleiche Länge wie das Bluefin, deutlich günstiger, vollständige Herstellerangaben.
Hund, Kind oder viel Gepäck mitnehmen
280 kg Zuladung sind die höchste Angabe im Vergleich.
Zwischen Stehen und Sitzen wechseln
Kajaksitz und 2-in-1-Paddel liegen direkt im Set.
Der erste Sommer mit einem echten Touring-Board
Günstigster Einstieg, der die Mindestlänge von 350 cm noch erreicht.

Ratgeber: Das richtige Touring SUP Board kaufen

Länge und Kraftersparnis: Ein längeres Board verdrängt bei gleicher Zuladung weniger Wasser pro Meter Vortrieb und gleitet länger nach, bevor der nächste Paddelschlag nötig wird. Auf einer zwei Stunden langen Strecke summiert sich das spürbar, wer mit einem 381 statt einem 350 Zentimeter langen Board unterwegs ist, braucht für dieselbe Distanz weniger Schläge. Für eine Stunde auf dem See spielt der Unterschied dagegen kaum eine Rolle.

Wo die Kippeligkeit beginnt: Die Länge kommt nicht ohne Preis. Ein Touring-Board ist schmaler als ein Allrounder und hat eine spitze statt einer runden Nose, dadurch sinkt die Grundstabilität. In diesem Vergleich beginnt die Spanne bei 76 Zentimetern Breite, das ist bereits spürbar wackliger als die rund 81 Zentimeter eines Allrounders. Wer noch nie auf einem SUP gestanden hat, sollte deshalb mit einer der breiteren 84-Zentimeter-Varianten starten.

Nose und Finnensystem: Die spitze Nose schneidet das Wasser, statt es vor sich herzuschieben, wie es eine runde Allrounder-Nose tut. Zusammen mit einer Einzelfinne statt des bei Allroundern üblichen Drei-Finnen-Setups sorgt sie für den Geradeauslauf, der langes Paddeln ohne ständigen Seitenwechsel angenehm macht.

Abgrenzung zum Race-Board: Reine Race-Boards gehen bei Breite und Nose noch weiter und opfern fast die gesamte Grundstabilität zugunsten von Höchstgeschwindigkeit. Touring-Boards bleiben bewusst breiter und damit alltagstauglich, sie sind für die eigene Fitnesstour gedacht, nicht für den Wettkampf.

Zuladung und Stauraum: Wer Gepäck für eine Übernachtung mitnehmen will, braucht Reserve über dem eigenen Körpergewicht hinaus. Gepäcknetze an der Nose und D-Ringe zum Festzurren sind dafür wichtiger als ein paar Kilogramm mehr Zuladung auf dem Papier, ohne Befestigung rutscht selbst ein leichter Drybag bei jedem Wellenschlag.

Boardgewicht: Zwischen 8,7 und rund 11 Kilogramm liegen die Boards in diesem Vergleich, bei denen der Wert bekannt ist. Für den Transport vom Auto zum Ufer macht das kaum einen Unterschied, für eine längere Wanderung mit dem Board auf dem Rücken schon.

Häufige Fragen

Ab welcher Länge spricht man von einem Touring-Board?

In diesem Vergleich liegt die Spanne zwischen 350 und 426 Zentimetern. Kürzere Boards mit spitzer Nose werden meist als Allrounder mit Touring-Anleihen vermarktet, die 350-Zentimeter-Marke ist in der Praxis eine brauchbare Untergrenze.

Ist ein Touring-Board für Einsteiger geeignet?

Bedingt. Die schmalere Bauweise verlangt mehr Balance als ein Allrounder, gerade bei Modellen unter 80 Zentimetern Breite. Für die allererste Ausfahrt ist ein breiteres Modell wie das F2 AXXIS oder das HUIIKE die entspanntere Wahl.

Warum eine Einzelfinne statt drei Finnen?

Eine Einzelfinne erzeugt weniger Widerstand als ein Drei-Finnen-Setup und hält das Board dabei ausreichend spurtreu, solange es lang genug ist. Bei kürzeren Allroundern braucht es die zusätzlichen Seitenfinnen für Stabilität.

Wie viel Zuladung braucht man für eine Mehrtagestour?

Faustregel: eigenes Gewicht plus mindestens 30 bis 40 Kilogramm für Zelt, Schlafsack, Wechselkleidung und Verpflegung. Boards mit hoher Zuladung wie das Niphean mit 280 Kilogramm bieten hier spürbar mehr Reserve.

Was unterscheidet ein Touring-Board von einem Race-Board?

Beide sind lang und schmal, ein Race-Board geht dabei noch weiter in Richtung Geschwindigkeit und verzichtet fast vollständig auf Stauraum und Grundstabilität. Ein Touring-Board behält D-Ringe, Gepäcknetze und eine beherrschbare Breite, ein Race-Board ist auf den Wettkampf ausgelegt.

Fazit

Das Touring-Board ist die richtige Wahl für alle, die regelmäßig längere Strecken fahren wollen und dafür etwas Grundstabilität gegen Tempo und Ausdauer eintauschen. Es verlangt mehr Erfahrung als ein Allrounder, belohnt sie aber mit spürbar weniger Kraftaufwand auf langer Strecke.

Wer lange Strecken fährt und Paddel und Pumpe schon besitzt, fährt mit dem Decathlon SUP 900 das längste und am aufwendigsten gebaute Board dieser Liste. Wer die Länge des Bluefin will, ohne dessen Preis zu zahlen, greift zum AQUASTIC. Wer maximale Zuladung für Gepäck und Mitfahrer braucht, ist beim Niphean richtig. Und wer zum ersten Mal ein echtes Touring-Board ausprobieren will, ohne viel Geld zu binden, startet mit dem HUIIKE oder einem der beiden F2 AXXIS.

Benjamin ist ein leidenschaftlicher Wassersportler, dessen Herz besonders für das Stand-Up Paddling (SUP) schlägt. Mit Begeisterung teilt er sein Wissen und seine Erlebnisse rund um das SUP, um auch andere für dieses faszinierende Element zu begeistern.

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