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Sandfilteranlage rückspülen in 7 einfachen Schritten

Pool Sandfilteranlage auf Rasen.

Sandfilteranlagen gehören zu den beliebtesten Arten von Filteranlagen. Mit der kompakten Bauweise und den vergleichsweise geringen Kosten eignen sich diese Filteranlagen, die meistens oberirdisch montiert werden, für viele Arten von Swimming Pools.

Wie andere Filteranlagen auch muss man eine Sandfilteranlage warten. Die wichtigste Aufgabe bei der Wartung ist das Rückspülen. In diesem Ratgeber geht es daher darum, wie man eine Sandfilteranlage rückspülen sollte und worauf dabei zu achten ist.

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Wann muss man eine Sandfilteranlage rückspülen?

Eine Sandfilteranlage reinigt das Poolwasser, indem das Wasser durch einen Filtersand geleitet wird. Der Schmutz verfängt sich in dem Sand, das als Filtermedium fungiert. Das saubere Wasser fließt anschließend zurück in den Pool.

Die feinen Dreckpartikel sammeln sich im Laufe der Zeit an. In der Folge verlangsamt sich der Wasserdurchfluss und im Filter baut sich Druck auf.

Eine gewisse Menge von Schmutz im Filter wirkt sich positiv auf die Leistung der Sandfilteranlage aus. Wenn sich Schmutzpartikel an den Sandkörnern verfangen, vergrößert sich dadurch deren Oberfläche und mehr Partikel verfangen sich im Filtersand.

Mit der Zeit sammelt sich immer mehr Schmutz in der Filteranlage an, der Filterdruck steigt und die Filtrationsleistung lässt nach. An einem bestimmten Punkt, ist es an der Zeit, dass man die Sandfilteranlage reinigen muss.

Wann man eine Sandfilteranlage rückspülen muss, ist nicht in Stein gemeißelt. Wenn sich Schmutz und Ablagerungen im Poolfilter ansammeln, steigt der Druck im Inneren. Poolbesitzer sollten aus diesem Grund, regelmäßig den Pool und die Filteranlage überprüfen, um zu bestimmen, wann es Zeit für die nächste Rückspülung ist.

Viele Sandfilteranlagen verfügen über zwei Druckanzeiger. Ein Manometer befindet sich am Eingang und eines am Ausgang. Der Unterschied zwischen den beiden Werten liegt im Normalfall bei weniger als fünf PSI. Wenn die Differenz 15 bis 20 PSI überschreitet, ist es höchste Zeit für die nächste Rückspülung.

Eine Reinigung kann allerdings auch vorher nötig sein. Bereits bei einem niedrigeren Drucklevel kann der Sandfilter stark verschmutzt sein. Das zeigt sich zum Beispiel daran, dass das Poolwasser milchig oder trüb wirkt. Für dieses unschöne Phänomen kann die Sandfilteranlage die Ursache sein. Wer es mit Problemen dieser Art zu tun hat, sollte die nächste Rückspülung vorverlegen.

Rückspülung oder Austausch?

Das Rückspülen ist die eine Sache, aber nach einiger Zeit muss aus unterschiedlichen Gründen der Filtersand ausgetauscht werden. Im Laufe der Jahre sinkt die Filterleistung, weil sich zum einen das Poolwasser einen Kanal durch den Filtersand bahnt und dadurch kaum mehr gefiltert wird.

Zum anderen verklumpt der Sand immer schneller, was zu einem steigenden Druck in der Filterpumpe führt und ein häufiges Rückspülen erfordert.

Die genaue Zeit, wann ein  solcher Austausch erforderlich ist, hängt von der Art des Sands ab. Im Durchschnitt man alle drei bis fünf Jahre den Filtersand wechseln.

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Die Ursache für die Verstopfung der Sandfilteranlage

Die häufigsten Gründe für eine Verstopfung der Sandfilteranlage sind Laub, Schmutz und Algen im Pool. Aber auch im regulären Poolbetrieb gelangen allerhand Verunreinigung in das Wasser. Zum Beispiel dürfen die Belastungen durch die Badenden nicht vernachlässigt werden.

Besonders in viel genutzten Pools machen abgefallene Hautschuppen, Haare, Reste von Kosmetik und Make-up sowie Schweiß einen erheblichen Teil der anfallenden Verunreinigung aus. Auch nach einer Poolparty kann es durch die ganzen Fremdkörper nötig sein, dass man den Sandfilter rückspülen muss.

Außerdem kommt es anfangs bei Pools aus Gips vor, dass sich das Material von den Wänden abreibt. Das Gips sammelt sich dann im Filter an. Die Zeit zwischen zwei Reinigungsmaßnahmen des Filters kann entsprechend kürzer ausfallen. Frischgebackene Poolbesitzer sollten daher auf der Hut sein und regelmäßig den Filterdruck überprüfen.

Schritt-für-Schritt Anleitung: Sandfilteranlage rückspülen

Die Idee beim Rückspülen ist, die Verschmutzungen aus dem Filtersand zu spülen. Beim Rückspülen kehrt man den Wasserstrom um, sodass der Dreck aus dem Filter hinausgeschwemmt wird. Das schmutzige Wasser wird dabei entsorgt (und nicht etwa in den Pool zurückgeleitet).

Schritt #1: Filterpumpe abschalten

Der erste Schritt ist, die Pumpe abzuschalten. Bevor etwas am Ventil des Filtersystem verändert werden darf, muss die Filterpumpe abgeschaltet werden. Außerdem sollte der Stromschalter der Pumpe umgelegt werden.

Schritt #2: Ventil auf „Rückspülen“ einstellen

Im Normalbetrieb steht das Ventil auf „Filtern“. Nun muss das Ventil der Filterpumpe auf „Rückspülen“ (bzw. auf Englisch „Backwash“) eingestellt werden.

Schritt #3: Gartenschlauch anschließen

Im Anschluss muss man einen Gartenschlauch am Entwässerungsventil anschließen. Der Abwasserschlauch wird ausgerollt, sodass das Abwasser am gewünschten Ort abfließt.

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Schritt #4: Abwasserventil öffnen

Bei einigen Modellen muss das Abwasserventil geöffnet werden. Tun Sie das, damit das Wasser aus der Sandfilteranlage ablaufen kann.

Schritt #5: Pumpe einschalten

Der Stromschalter wird nun angeschaltet und die Filterpumpe gestartet. Die Pumpe muss für mindestens zwei Minuten laufen. Meistens kann durch die Glasscheibe auf der Oberseite der Filteranlage das fließende Wasser kontrolliert werden.

In der Regel wandelt sich das Poolwasser innerhalb der beiden Minuten von trüb zu klar.

Jetzt muss die Filterpumpe wieder abgeschaltet werden. Am besten legen Sie auch wieder den Stromschalter um, damit die Einstellung des Ventils der Sandfilteranlage verändert werden kann.

Schritt #6: Nachspülen

Bei der Rückspülung wurde der Filtersand aufgewirbelt. Bevor die Sandfilteranlage wieder vollkommen einsatzbereit ist, muss sich der Sand erst wieder absetzen. Das Ventil wird daher auf „Spülen“ (english „Rinse“) gestellt, um zurückgebliebenes Schmutzwasser und anderen Dreck aus dem Filter zu spülen. Außerdem sorgt das dafür, dass sich der Filtersand wieder absetzt.

Auch beim Nachspülen ist das Entwässerungsventil geöffnet, sodass das Schmutzwasser nicht zurück in den Pool strömt. Die Pumpe wird wieder eingeschaltet und sollte für mindestens ein bis zwei Minuten nachspülen.

Schritt #7: Filtern

Die Pumpe wird erneut abgeschaltet und wieder auf die normale Einstellung „Filtern“ gestellt. Starten Sie nun die Filterpumpe und markieren oder notieren Sie sich den Wert des Manometers. Basierend darauf, kann bestimmt werden, wann die nächste Rückspülung fällig ist.

Fazit

Für die meisten Swimming Pools sind Sandfilteranlagen die richtige Wahl. Der Wartungsaufwand ist vergleichsweise gering. Ab und an muss man allerdings die Sandfilteranlage reinigen. Die Pflege der Anlage darf nicht vernachlässigt werden, sondern ist ein wichtiger Bestandteil der regelmäßigen Poolpflege.

Eine saubere Sandfilteranlage ist der Ausgangspunkt für einen sauberen Pool. Eine gute Wasserqualität kann nur aufrechterhalten werden, wenn der Filter regelmäßig gereinigt wird. Bei einem zu hohen Druck(unterschied) steht dann auch eine Rückspülung auf dem Programm.

Das Vorgehen sollte mit dieser detaillierten Anleitung kein Problem darstellen. Wir wünschen Ihnen jedenfalls viel Spaß beim Baden in ihrem (hoffentlich) glasklaren Pool.

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