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Sand im Pool: 5 mögliche Ursachen und die Lösungen

Bei Pools mit einer Sandfilteranlage ist der Übeltäter schnell gefunden. Für diese Poolbesitzer ist die Ursache für den Sand im Pool klar. Wer keine Sandfilteranlage verwendet und weder am Meer noch in Strandnähe wohnt, hat es vermutlich gar nicht mit Sand im Poolwasser zu tun.

In diesem Fall ist die wahrscheinliche Ursache, dass es sich um gelbe Senfalgen handelt. Die goldgelben Senfalgen sind widerspenstige Schimmelpilze und gewissermaßen die Geschwister der (normalen) grünen Algen. Im Vergleich zu ihren Brüdern sind Senfalgen aber etwas hartnäckiger, weshalb Sie eine etwas andere Behandlung erfordern.

Mit einem einfachen Trick können Sie testen, ob Sie es mit gelben Algen oder mit Sand zu tun haben. Schrubben Sie einfach mit einer Poolbürste die Stellen ab. Wenn sich sofort eine Wolke bildet, haben Sie vermutlich Senfalgen im Pool. Andernfalls handelt es sich tatsächlich um Sand in Ihrem Swimming Pool.

Ursachensuche: Wie kommt Sand in den Pool?

Wenn es sich nicht um Algen im Pool handelt, Sandstürme ausgeschlossen werden können und der Swimming Pool auch nicht Strandnähe steht, ist die Sandfilteranlage die einzige mögliche Quelle für den Sand.

Bevor wir genauer auf die möglichen Ursachen eingehen, muss geklärt werden, wie eine Sandfilteranlage aufgebaut ist. In dem Sandfilter verläuft ein großes Strandrohr von oben nach unten. In dem Rohr befinden sich feine Lamellen, die den Filtersand und die angesammelten Verunreinigungen zurückhalten.

Im Betrieb reinigt eine Sandfilteranlage den Pool, indem das Poolwasser durch den Filtersand geleitet wird. Der Schmutz verfängt sich im Sand. Anschließend fließt das saubere Wasser zurück in den Pool, während die Verunreinigungen zurückbleiben. Eine Sandfilteranlage muss gepflegt werden, damit diese effizient arbeitet. Alle paar Jahre muss man den Sand der Sandfilteranlage wechseln und regelmäßig eine Rückspülung durchführen.

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Mögliche Ursache #1: Standrohr oder Lammelle(n) gerissen

Ein Grund, wie Sand in Pool geraten kann, ist ein Riss im Standrohr oder eine der Lamellen ist aufgebrochen. Das Standrohr ist wesentlich dicker und robuster gebaut als die Lammelen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Standrohr aufbricht ist daher ziemlich gering. Wesentlich höher ist die Chance, dass eines (oder mehrere) der seitlichen Rohre (Lamellen) beschädigt sind.

Bei Beschädigungen im Inneren der Sandfilteranlage kann Sand in den Pool gespült werden. Gerade bei älteren Filteranlagen geben die einzelne Rohre irgendwann den Geist auf. Über die Jahre werden die Röhrchen immer poröser, bis sich irgendwann ein Riss bildet.

Häufig ist zu beobachten, dass sich Sand im Pool ansammelt, nachdem der Sandfilter verschoben wurde. Die Gewichtsverlagerung führt häufig dazu, dass ein schon vorher angerissenes Rohr durchbricht. Filteranlagen, die schon lange in Betrieb waren, sind dafür besonders anfällig.

Wurde das Problem erkannt und die Sandfilteranlage als Ursache für den Sand im Pool identifiziert, ist eine Reparatur unumgänglich. Für die Reparatur muss der Sandfilter komplett zerlegt werden, um das beschädigte Teil zu finden, auszutauschen und im Anschluss neuen Filtersand hinzuzugeben.

Eine solche Reparatur ist zeitaufwendig. Handwerklich begabte Leute können dieses Projekt allerdings an einem freien Nachmittag erledigen. Dieses englische Video auf Youtube ist unserer Meinung nach die beste Anleitung zur Wartung einer Sandfilteranlage. In dem Video wird eigentlich nur gezeigt, wie man alten Filtersand austauscht. Zusätzlich zu den gezeigten Schritten muss aber nur ein Schritt hinzugefügt werden:

Bevor Sie den neuen Sand hinzugeben, werden die kaputten Lamellen ausgetauscht und gut abgedichtet.

Mögliche Ursache #2: Falscher Filtersand

Sandfilteranlagen sind auf ein bestimmtes Filtermedium ausgelegt. Bei den meisten Sandfiltersystemen wird Quarzsand verwendet. Hier kommt es auf die genaue Art an, denn die einzelnen Anlagen sind für vordefinierte Kornungen ausgelegt.

Die Lammelen haben nämlich kleine Öffnungen, durch die das Wasser abfließen kann. Besonders feinkörniger Filtersand könnte durch die Öffnungen schlüpfen. Aus diesem Grund ist die Körnung des Filtersand vorbestimmt. In der Regel sind Sandfilteranlagen auf Sandkörner mit einem Durchmesser von 0,4 bis 0,8 nm oder von 0,7 bis 1,25 nm ausgelegt.

Wichtig ist, dass nur professioneller Filtersand verwendet wird, der für den Einsatz in einer Sandfilteranlage gemacht ist.

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Mögliche Ursache #3: Zu viel Sand in der Filteranlage

Auch zu viel Sand im Filter ist ein Problem. Beim Rückspülen der Sandfilteranlage kann der überschüssige Sand aufgewirbelt werden und ins Standrohr geraten. In der Folge wird der Sand durch das Wasser in den Swimming Pool getragen.

Wenn sich nach dem Wechseln des Filtersands Sand im Pool ansammelt, wurde entweder zu viel Sand in die Filteranlage gefüllt oder schlichtweg der falsche Filtersand verwendet. Befolgen Sie daher immer die Herstellerangaben. In der Anleitung der Sandfilteranlage ist genau beschrieben, wie feinkörnig die Sandkörner sein dürfen und wie viel Filtersand eingefüllt werden muss.

Mögliche Ursache #4: Nachspülen nach dem Rückspülen vergessen

Das Rückspülen des Sandfilters ist wichtig, um Schmutz und andere Verunreinigungen aus dem Filtersand zu spülen. Im Laufe der Zeit sammelt sich nämlich immer mehr Dreck im Sand an.

Zu Beginn wirkt sich eine gewisse Menge des Schmutzes sogar positiv auf die Filterleistung aus, weil sich die Fremdpartikel an den Sandkörnern verhaken und dadurch deren Oberfläche vergrößern. In der Folge verfangen sich mehr Schmutzpartikel im Filtersand.

Mit der Zeit sammelt sich aber immer mehr Dreck im Sandfilter an, sodass der Filterdruck steigt und die Leistung der Sandfilteranlage sinkt. Poolbesitzer müssen regelmäßig den Filterruck kontrollieren, um einschätzen zu können, wann die nächste Rückspülung erforderlich ist.

Die meisten Anlagen verfügen über zwei Druckanzeiger. Entscheidend ist die Differenz zwischen den beiden Werten. Im Normalfall liegt der Unterschied bei weniger als fünf PSI. Wenn die Differenz 15 bis 20 PSI überschreitet, ist es höchste Zeit für eine Rückspülung.

Beim Rückspülen wird der Wasserstrom umgekehrt, sodass der Schmutz hinausgeschwemmt wird. Dabei wird allerdings auch der Filtersand aufgewirbelt. Bevor die Sandfilteranlage wieder in Betrieb genommen wird, muss sich der Sand erst wieder absetzen.

Nach dem Rückspülen muss daher eine Nachspülung (auch Klarspülen genannt) durchgeführt werden. Das Ventil der Filteranlage wird auf „Spülen“ (englisch „rinse“) gestellt, sodass sich der Filtersand wieder absetzen kann. Beim Nachspülen wird außerdem das zurückgebliebene Schmutzwasser aus dem Filter gespült. Wer das Nachspülen überspringt, muss sich daher nicht wundern, wenn sich Sand im Pool ansammelt.

Mögliche Ursache #5: Beim Nachfüllen ist Sand ins Standrohr geraten

Es kann auch sein, dass beim Nachfüllen Sand in das Rohr geraten ist. Genau, wie in dem Fall mit zu viel Filtersand wird, spült das Poolwasser den Sand in das Becken. Aus diesem Grund sollten Sie beim Einfüllen des Filtersands eine Füllhilfe verwenden. So stellen Sie sicher, dass der Sand an der richtigen Stelle ankommt und nicht doch im Pool landet.

Anleitung: Sand aus dem Pool entfernen

Wir haben Ihnen nun die möglichen Ursachen vorgestellt und erklärt, wie Sie zukünftig vermeiden, dass sich Sand im Pool ansammelt. Mit einem ordnungsgemäß laufenden Poolfilter ist es aber nun an der Zeit, den Sand aus dem Pool zu entfernen.

Mit einer defekten Filteranlage oder einem Sandfilter, der nicht richtig funktioniert, kann sich eine ganze Sandschicht im Pool gebildet haben. Von der Filteranlage werden die Sandkörner allerdings nicht immer erfasst. Der Sand auf dem Poolboden würde Sie noch lange begleiten.

Warnung vorweg: Ohne Handarbeit geht es nicht.

Schritt #1: Kehren Sie den Sand zusammen

Mit einer Poolbürste wird zunächst der Sand auf dem Poolboden zusammengekehrt. Das erleichtert die folgenden Schritte.

Beachten Sie, dass bei Pools aus Vinyl oder anderen Kunststoffen nur Poolbürsten mit Nylon-Borsten verwendet werden dürfen.

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Der Grund ist, dass Poolbürsten mit Borsten aus Stahl das weiche Material beschädigen würden. Besitzer von fest eingelassenen Pools aus Gips oder Beton sollten hingegen eine Poolbürsten mit Stahlborsten wählen.

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Schritt #2: Stellen Sie die Poolpumpe auf „Waste“

Im Anschluss schalten Sie die Poolpumpe auf Abfall (englisch „Waste“). In dieser Einstellung des Ventils wird das Wasser aus dem Pool gesaugt, ohne dass es durch den Filter fließt. In diesem Modus wird der Sand vom Poolboden gesaugt.

Der „Abfall-Modus“ ist vergleichsweise teuer, da das Wasser verlorengeht. Mit dem Poolwasser werden Sie allerdings auch den Sand ein für alle Mal los. Bevor Sie anfangen den Poolboden abzusaugen, sollten Sie etwas Wasser in den Pool geben. Das stellt sicher, dass beim Saugen genügend Wasser im Becken ist.

Schritt #3: Poolboden absaugen

Mit einem Poolsauger wird nun der Sand abgesaugt. Es ist wichtig, dass die Poolpumpe wirklich auf „Abfall“ eingestellt ist. Das Gemisch aus Sand und Poolwasser könnte sich ansonsten in den seitlichen Rohren verfangen.

Bewegen Sie den Sauger vorsichtig vor, um den Sand nicht aufzuwirbeln. Der Sand würde sich später nur wieder an anderen Stellen absetzen. Lassen Sie sich beim Saugen aber auch nicht zu viel Zeit, um nicht unnötig Wasser zu verschwenden.

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Fazit

Wir hoffen, dass diese Anleitung allen Poolbesitzern geholfen hat, die es mit Sand im Pool zu tun hatten. Mit unserem Ratgeber konnten Sie hoffentlich die Ursache für das Problem ausmachen und vereiden, dass sich wieder Sand im Swimming Pool ablagert.

Wenn die Sandfilteranlage die Ursache ist, steht Ihnen zwar noch einige Arbeit bevor, aber mit den Tipps aus dem verlinkten Youtube Video sind Sie bereits auf dem richtigen Weg. Und nicht vergessen: Als Belohnung für die Mühen wartet ein Bad im (sandfreien) Pool!

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