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Angeln in Hessen: Die 4 schönsten Angelplätze (mit Geheimtipp)

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Wer in Hessen zum Angeln gehen will, benötigt einen Angelschein. Selbst für die kleinsten Gewässer ist dieses Dokument notwendig.

Neben einem gültigen Angelschein ist eine Angelerlaubnis Voraussetzung, um unbehelligt angeln zu dürfen. Die Angelerlaubnis ist ein Dokument, das vom Pächter eines bestimmten Gewässers ausgestellt wird und dem Angler bescheinigt, dass er an dem betreffenden Spot angeln darf.

Einen Angelschein erhält man über den Verband Hessischer Fischer. Interessierte müssen an einem Kurs teilnehmen und das erlernte Wissen in einer Abschlussprüfung zu Papier bringen. Wenn das funktioniert hat, erhalten die Prüflinge den Angelschein.

Wer ohne die entsprechenden Nachweise in Hessen beim Angeln erwischt wird, riskiert empfindliche Strafen.

Ein solches Vergehen kann schnell mehrere tausend Euro Strafe nach sich ziehen. Im Hessischen Fischereigesetz sind die aktuellen Regeln zu finden.

Für die meisten ist eine Kontaktaufnahme mit dem Verband Hessischer Fischer dem Blick ins Gesetzbuch vorzuziehen. Auf diese Weise kommen Interessierte meistens schneller an die benötigten Informationen.

Was gilt für Kinder & Jugendliche?

Kinder & Jugendliche dürfen in Hessen Angeln. Sie müssen lediglich zwischen 10 und 16 Jahren alt sein, dann darf in Gegenwart einer volljährigen Person (mit gültigem Angelschein) geangelt werden.

Was haben Touristen bezüglich des Angelns in Hessen zu beachten?

Wer aus einem anderen Bundesland oder einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union nach Hessen zum Angeln kommt, sollte darauf achten, dass es keine Gastkarten für Touristen in Hessen zu erwerben gibt.

Touristen müssen nachweisen, dass sie die entsprechenden Kenntnisse zum Angeln besitzen. Das geschieht durch Vorlegung eines gültigen Angelscheins aus dem Heimat-/Bundesland.

Wer nach Hessen zum Angeln reisen möchte, sollte frühzeitig Kontakt mit dem Verband Hessischer Fischer aufnehmen. Dort erhalten die Reisenden genaue Anweisungen darüber, wie in ihrem speziellen Fall zu Verfahren ist.

Wer den Nachweis nicht erbringen kann, muss sich einer Prüfung unterziehen, um an den Angelschein zu kommen.

# 1: Affolderner See

Der Affolderner See ist einer der beliebtesten Angelspots in ganz Hessen. Das künstlich angelegte Gewässer kann vom 01. April bis zum 15. Dezember von Anglern zum Fischen genutzt werden.

Die Preise für die Angelkarten bewegen sich zwischen 14,50 € (Tageskarte) und 174,00 € (Jahreskarte). Der südliche Teil des Affolderner Sees ist ein Naturschutzgebiet und hier darf keinesfalls geangelt werden. Zum Angeln steht der Bereich nördlich des Zwischendamms sowie ein Teil des Ederlaufs zur Verfügung.

Fangbegrenzungen

Am Affolderner See gelten für Bach- und Regenbogenforellen Fangbegrenzungen. Es dürfen pro Angeltag nur drei Bach- und Regenbogenforellen insgesamt von einem Angler aus dem Gewässer entnommen werden.

Wer einen Jahresschein besitzt, kann in einem Jahr 50 Bach- & Regenbogenforellen entnehmen. Auch hier geht es um insgesamt 50 Fische. Die Aufteilung nach Regenbogen- oder Bachforelle ist jedem Angler selbst überlassen.

Schonzeiten & Mindestmaße

  • Aal Schonzeit vom 01.10. bis 01.03. – Mindestmaß 50 cm
  • Äsche Schonzeit vom 01.03. bis 15.05 – Mindestmaß 30 cm
  • Barbe Schonzeit vom 01.05. bis 15.06. – Mindestmaß 38 cm
  • Hecht Schonzeit vom 01.02 bis 15.04. – Mindestmaß 50 cm
  • Karpfen Schonzeit vom 15.03. bis 31.05. – Mindestmaß 45 cm
  • Bachforelle Schonzeit vom 15.10. bis 31.03. – Mindestmaß 25 cm
  • Gründling Schonzeit vom 15.04. bis 30.06. – Kein Mindestmaß 
  • Rotfeder Schonzeit vom 15.03. bis 31.05. – Mindestmaß 20 cm
  • Schleie Schonzeit vom 01.05. bis 30.06. – Mindestmaß 25 cm
  • Zander Schonzeit vom 15.03. bis 31.05. – Mindestmaß 50 cm

# 2: Main

Der Main kann ganzjährig zum Angeln aufgesucht werden. Eine Jahrhundert alte Fischerzunft kümmert sich um den Fluss und sorgt dafür, dass Besatzmaßnahmen, Statistiken, etc. ordnungsgemäß durchgeführt werden.

Aufgrund der Arbeit der Fischerzunft, hat sich der Fischbestand im Main in den vergangenen Jahrzehnten sehr gut entwickelt. Es leben mittlerweile über 30 verschiedene Fischarten im Main.

Angeln am Main ist nur vom Ufer aus erlaubt, das Bootsangeln ist streng untersagt. Bezüglich der Schonzeiten und Mindestmaße gelten die jeweiligen Bestimmungen des Bundeslandes Hessen.

Diese sind in der aktuellen Fassung des Fischereigesetzes aufgeführt. Außerdem ist es verboten, in Hafenbecken, Schleusen & Wehranlagen zu Angeln.

Aufgrund der Größe des Mains sollten Interessierte den Verband Hessischer Fischer kontaktieren, um Informationen zu lokalen Spots am Main im Detail zu erfragen. Dann ist man auf der sicheren Seite.

# 3: Diemelsee

Der Diemelsee kann ganzjährig von Anglern genutzt werden. In diesem Gewässer ist Angeln vom Boot aus sowie Nachtfischen erlaubt. Aufgrund seiner geografischen Lage wartet der Diemelsee mit besten Fischen auf.

Es finden sich im trüben Teil des Sees (verursacht durch zwei Flussläufe, die im Diemelsee münden) Zandern sowie Hechte im klaren Teil des Diemelsees. Zusätzlich können sich Angler über (große) Welse freuen, die nur darauf warten, gefangen zu werden.

Schutzzonen

Zwischen dem 01.04 und dem 31. 05 werden Angler angehalten von bestimmten Uferbereichen vom Boot aus mindestens 30 m Abstand zu halten – oder den Bereich komplett zu umgehen, wenn vom Land aus geangelt wird. Die genaue Lage der Schutzzonen kann beim Verband Hessischer Fischer erfragt werden.

Nachtangeln

Im Zeitraum vom 01. Juni bis 30. September ist in bestimmten Bereichen des Sees Nachtangeln erlaubt (nur zwischen 0:00 und 5:00 Uhr). Hierfür muss ein gesonderter Berechtigungsschein erworben werden.

# 4: Lahn bei Wetzlar

Der Fluss darf ganzjährig von Anglern genutzt werden. Erlaubt ist das Angeln von unterhalb des Auslaufs Schleusenkanal Naunheim bis zu dem Bereich, wo der Dill in den Fluss einläuft.

Für Fragen zu diesem Spot steht der Angelsportverein Wetzlar e.V. zur Verfügung. Angelkarten können vom Verein für ca. 15 € erworben werden. Schonzeiten, Mindestmaße etc. müssen beim Verein erfragt werden, um auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Fazit

In Hessen gibt es zahlreiche schöne Angelspots, doch die hier genannten gehören zu den schönsten des Bundeslandes.

Die Objektivität der Autoren darf in solchen Rankings nicht vergessen werden. Der Diemelsee kann als kleiner Geheimtipp gesehen werden für all diejenigen, die gern einmal das Nachtangeln ausprobieren möchten.

Für sämtliche Angler ist in Hessen ein Angelschein notwendig. Bei Missachtung dieser Vorgabe drohen empfindliche Strafen. Dabei kommen bis zu 5.000,00 € auf die Übeltäter zu.

Einen Angelschein kann man in den lokalen Angelvereinen erwerben, wer sich bezüglich einer Anlaufstelle nicht sicher ist, kann beim Verband Hessischer Fischer weitere Informationen einholen.

Der Verband ist auch Ziel Nummer 1 in sämtlichen Fällen, wo die lokalen Angelvereine nicht mehr weiterhelfen können.

Psst: Wer nach weiteren schönen Angelspots in Deutschland sucht, der sollte sich jetzt auch noch unseren Artikel zum Thema Die 17 besten Reiseziele in Deutschland für Outdoorfans durchlesen.

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