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15 Tipps für mehr Sicherheit mit Kinder am Strand

kleine kinder spielen am strand

Wenn die Augustsonne scheint, gibt es kaum etwas Besseres, als einen Familientag am Strand zu verbringen. Erst wird in der Sonne entspannt und dann geht es zum Abkühlen ins Wasser. Auch wenn ein Strandausflug eine tolle Erholung und eine willkommene Abwechslung zum stressigen Alltag ist, gibt es einige Gefahren mit Kindern am Strand.

Vor dem nächsten Strandausflug mit den Kindern im Schlepptau sollten daher die wichtigsten Sicherheitstipps und Regeln studiert werden. Auf diese Weise kann jeder am Strand Spaß haben und der Tag wird ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.

#1 Sonnenschutzmittel auftragen

Bevor wir auf andere potentielle Gefahrenquellen eingehen, muss das wichtigste Thema angesprochen werden. Eine zu hohe Sonneneinstrahlung ist eine echte Gefahr und das insbesondere wenn es um Kinder am Strand geht.

Bei Kindern ist es unerlässlich die empfindliche Haut gegen die intensiven Sonnenstrahlen der Sommerhitze zu schützen. Hautschäden können ein Leben lang bestehen bleiben und das Risiko für unterschiedliche Krankheiten (wie zum Beispiel Hautkrebs) deutlich erhöhen.

Sonnencreme ist ein sehr guter Schutz gegen die UV-Strahlung der Sonne. In der Tat sollte aber nicht nur bei einem Strandbesuch die Sonnencreme aufgetragen werden. Auch bei anderen Outdoor-Aktivitäten (z.B. Spaziergehen, Spielen im Garten etc.) ist es besser, die Kinderhaut mit Sonnenschutzmitteln zu schützen.

Für die Haut von Kindern sollte eine spezielle Kinder Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor gewählt werden, die zusätzlich vor einem breiten Spektrum schützt. (Damit ist gemeint, dass das Sonnenschutzmittel über einen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlen verfügt.)

Wenn die Kinder auch im Pool oder im Meer baden wollten, sind wasserabweisende Sonnenschutzmittel eine besonders gute Idee. Die Form, in der das Sonnenschutzmittel kommt, ist nicht wichtig. Cremes wirken genauso gut wie Sprays.

#2 Sonnencreme regelmäßig neu auftragen

Vor dem Strandbesuch werden also die Kinder (und die Eltern) gründlich eingecremt. Es darf allerdings nicht vergessen werden, dass selbst wasserfeste Kinder Sonnencreme regelmäßig erneut aufgetragen werden muss. Kleine Kinder sollten mindestens alle zwei Stunden erneut eingerieben werden.

Wenn die Kinder im Wasser spielen, muss dies häufiger geschehen. Auch wasserfeste Sonnencreme wird durch Salzwasser oder Schweiß abgewaschen und muss daher wieder aufgetragen werden.

#3 Meide die Sonne zu bestimmten Zeiten

Das Auftragen (und regelmäßiges Erneuern) der Sonnencreme ist ein guter Schutz. Zusätzlich sollten die Kinder vor der gefährlichen UV-Strahlung geschützt werden, indem die Sonnenstrahlung zu bestimmten Zeiten komplett vermieden werden sollte. Die Zeitspanne variiert von Ort zu Ort, aber die Mittagshitze von 11 bis 14 Uhr ist am gefährlichsten.

An klaren Tagen ist die Sonnenstrahlung am stärksten, aber auch bei bewölktem Himmel sollten die Kinder zu dieser Zeit lieber im Schatten sein. Ein Strandzelt oder eine Strandmuschel mit UV-Schutz sind dafür besonders gut geeignet. Die Mittagszeit kann gut mit einem ausgedehnten Mittagessen im Kühlen oder mit ein paar Gesellschaftsspielen überbrückt werden.

#4 Trage Kleidung und Accessoires, die vor der Sonne schützen

Die Haut wird am besten durch Kleidung geschützt. Heutzutage gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Kleidungsstücke, die einen UV-Schutz bieten. Eine besondere Aufmerksamkeit sollte den Augen geschenkt werden. Hier kann es an sonnigen Tagen nämlich schnell gefährlich werden. Auch bei den Augen gilt, dass Verletzungen in Kindertagen zu schwereren Schäden im Laufe des Lebens führen können.

Aus diesem Grund sollten Kinder stets Kinder Sonnenbrillen mit UV-Schutz tragen. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Brillen mit bekannten Cartoon-Charakteren. Am besten sollten die Kinder ihr eigenes Paar wählen. Das stellt sicher, dass die Sonnenbrille auch gerne getragen wird.

Außerdem ist es ratsam, ein Paar Wasserschuhe für Kinder mit zum Strand zu nehmen. Das Gefühl, die Sandkörner zwischen den Zehenspitzen zu fühlen, gehört natürlich zu jedem Strandbesuch dazu. An besonders heißen Tagen kann der heiße Sand allerdings schnell unangenehm, wenn nicht sogar schmerzhaft werden. Auch könnten scharfkantige Muscheln, Steine, Tiere oder Glas zu schmerzhaften Verletzungen an den Fußsohlen führen.

#5 Niemals alleine schwimmen gehen

Ganz alleine sollten kleine Kinder niemals ins Wasser gehen. Vor dem Strandbesuch sollte auch bei Kinder, die schon etwas schwimmen können, geklärt werden, wer auf das Kind beim Schwimmen, Plantschen im seichten Wasser oder Spielen in der Nähe des Wassers aufpasst.

Wenn das Kind noch keinen Schwimmunterricht bekommen hat, braucht es noch mehr Vorsicht. Zu jedem Zeitpunkt sollte ein Erwachsener nahe am Kind sein und diesem die komplette Aufmerksamkeit schenken. Mit etwas Schwimmerfahrung und wenn die Grundlagen erlernt wurden, muss man nicht mehr in unmittelbarer Nähe sein. Dann reicht es auch aus, das Kind nur immer im Auge zu behalten.

Es spielt allerdings keine Rolle, wie gut die kleinen Kinder schon schwimmen können. Kinder können schnell erschöpft sein, von unerwarteten Wellen umgeschmissen werden oder sich an Pflanzen verhaken und in Panik zu verfallen. Eine große Gefahr ist, dass – im Gegensatz zum Bild aus vielen Hollywood-Filmen – die meisten Kinder (und Erwachsene) leise ertrinken. Eltern sollten daher nicht annehmen, dass ihre Kinder bei drohender Gefahr auf sich aufmerksam machen.

#6 Eine Schwimmhilfe tragen

Viele Eltern wissen, dass Kinder Kajakfahren oder beim Schnorcheln eine Schwimmweste tragen sollten. Das stimmt, aber heißt nicht, dass Kinder immer eine Kinder Schwimmweste oder Schwimmflügel tragen müssen.

Für ungeübte Schwimmer oder Kinder, die das Schwimmen noch gar nicht geübt haben, gehören eine Schwimmweste oder Schwimmflügel allerdings dazu. Diese Schwimmhilfen dienen vorrangig dem Zweck, den Kopf über Wasser zu halten. Im Notfall können die Kleinen dann um Hilfe rufen und sich anderweitig bemerkbar machen.

#7 Kinder-Schwimmunterricht buchen

Wenn das Kind nicht in einem Swimming Pool schwimmen kann, klappt es ganz sicher nicht im Meer. Und selbst, wenn sich das Kind im Pool bereits wohlfühlt, muss beim Meer Vorsicht geboten sein. Das Spielen und Schwimmen ist bei Wellen, Strömung und dem unebenem Boden nämlich eine wesentlich größere Herausforderung.

Vor einem Strandausflug empfehlen wir, die Kinder für Schwimmunterricht anzumelden. Spätestens ab dem vierten Lebensjahr kann mit dem Unterricht begonnen werden. Schwimmen sollte lieber früher als später gelernt werden. Vielen Kindern ist es nämlich peinlich, noch im höheren Alter Unterricht zu nehmen, wenn ihre Freunde bereits sicher im Wasser sind.

Die Grundlagen, die im Schwimmunterricht erlernt werden, sind sehr wichtig und reduzieren die Gefahr, dass dem Kind etwas im Meer zustößt. Ein Schwimmabzeichen darf allerdings keine falsche Sicherheit suggerieren. Beim Schwimmen und Spielen im Meer sollten kleine Kinder immer von einem Erwachsenen begleitet oder zumindest gut im Auge behalten werden.

#8 Prüfe den Wetterbericht vor dem Strandbesuch

Checke den Wetterbericht bevor es los zum Strand geht. Für einen gemütlichen Familientag am Strand sollte das Wetter möglichst windarm sein. Gerade bei einem drohenden Gewitter wäre der Strand einer der schlechtesten Orte, um dort davon überrascht zu werden.

Bei Wind fliegt außerdem schnell Sand, was natürlich unangenehm ist, aber wenn größere Fremdkörper ins Auge geweht werden, kann es gefährlich werden. Eine Strandmuschel bietet zwar einen vorübergehenden Schutz, aber besser ist es, sich frühzeitig über die Wetterprognose schlau zu machen. (Mit verschiedenen Apps für das Smartphone kann außerdem das Wettergeschehen in Echtzeit verfolgt werden.)

#9 Luftmatratzen und aufblasbare Tiere sind kein Ersatz für richtige Schwimmhilfen

Einer der häufigsten Fehler, den Eltern machen, ist, zu viel Vertrauen in Luftmatratzen, aufblasbare Tiere zum Baden und anderes Spielzeug fürs Wasser zu setzen. Alle diese Sachen sind Spielzeuge und keine Lebensretter. Die einzigen wirksamen Schwimmhilfen für Kinder sind gut passende Kinder Schwimmflügel oder Schwimmwesten. Ungeübter Schwimmer dürfen die aufblasbare Tiere oder Luftmatratzen daher nur unter Aufsicht der Eltern nutzen.

Viele kleinen Mädchen träumen davon, eine Meerjungfrau wie Ariel zu sein. Mit einer Meerjungfrauflosse ist das auch möglich, aber hier ist Vorsicht geboten. In den Kostümen könnten nämlich die Beine eingeschlossen werden. Das macht es für das Kind wesentlich schwer, sich an der Oberfläche zu halten.

#10 Bringe genügend Verpflegung mit

Beim Ballspielen am Strand, beim Bauen vom Sandburgen oder wenn die Wellen besiegt werden, kann man schnell das Gefühl für die Zeit verlieren. Gerade mit der Sonne und den hohen Temperaturen ist es aber wichtig, stets viel Wasser zu trinken. Bei der ganzen Bewegung und der Hitze kann schnell eine Dehydrierung oder ein Sonnenstich auftreten.

Die häufigsten Symptome für einen Sonnenstich sind kühle Haut, ein roter, heißer Kopf, Schwindelgefühle, Übelkeit und möglicherweise auch Erbrechen. Kinder sind besonders gefährdet. Ihre Haare schützen kaum und die Schädeldecke ist noch dünn. In besonders schweren Fällen kann ein Sonnenstich sogar zum Tod führen.

Zeigt das Kind eines der Symptome solltet ihr sofort den Schatten aufsuchen und viel Wasser trinken. Auch ein kühles Bad oder eine Dusche sind hilfreich. Bei ersthaften Symptomen sollte dringend einer der Rettungsschwimmer angesprochen oder medizinische Hilfe gesucht werden.

Aus diesem Grund ist es wichtig, immer genügend Verpflegung mit zum Strand zu nehmen. Neben Snacks ist vor allem Wasser wichtig. Mit Kindern ist es nicht immer leicht, so viele Sache zu transportieren. In diesem Fall kann ein Strand Bollerwagen oder ein Fahrradanhänger für den Strand behilflich sein.

#11 Schreibe deine Handynummer auf den Arm deines Kindes

An einem vollen Strand mit vielen Badenden kann es Sinn machen, deine Handynummer auf den Arm deines Kindes zu schreiben. Solltet ihr euch in den Trubel verlieren, ist das sehr hilfreich. Auf diese Weise können Passanten, die das verlorene Kind entdecken, die Eltern kontaktieren.

Beim Toben in den Wellen kann die Farbe allerdings leicht abgewaschen werden. Aus diesen Grund solltest du die Telefonnummer mit einem permanenten Marker schreiben. Stelle aber sicher, dass der Stift wirklich wasserdicht ist.

#12 Immer das Wasser im Auge behalten

Beim Spielen in der Nähe des Wassers, kann dein Kind jederzeit von einer unvorhergesehenen Welle überrascht werde. Auch Kinder, die bereits schwimmen gelernt, können leicht von einer kräftigen Welle umgeworfen werden. Bringe deinen Kindern daher bei, immer einen Blick für das Wasser zu haben.

Auch im flachen Wasser ist es wichtig, die kommenden Wellen zu sehen. Außerdem solltest du auch du immer einen Blick auf die Kinder haben, wenn sie in der Nähe des Meers oder im Wasser spielen.

#13 Spreche einen Treffpunkt für den Notfall ab

Es ist nicht immer leicht, größere Kinder, die ganz von alleine am Strand herumlaufen und im Wasser spielen dürfe, im Auge zu behalten. Wenn ihr am Strand ankommt, sollte daher ein Treffpunkt ausgemacht werden, an dem man sich treffen kann, falls ihr euch verliert. Besondere, markante Orte wie zum Beispiel ein Café oder McDonalds sind dafür besonders gut geeignet.

#14 Beachte die Flaggen

An den meisten Stränden mit Strandwächtern geben Flaggen an, wie sicher das Meer zu diesem Zeitpunkt ist. Abhängig von Windstärke, Strömungen und der Wellenhöhe wird typischerweise eine grüne (alles in Ordnung), gelbe (Vorsicht ist geboten) oder rote (Gefahr oder baden nicht erlaubt) Fahne gehisst. Blaue oder Violette Fahnen sind hingegen ein häufig ein Hinweis auf gefährliche Quallen oder andere Tiere im Wasser.

#15 Wähle einen Badeort in der Nähe von Strandwächtern

Die Rettungsschwimmer sitzen nicht ohne Grund an vielen Stränden. Die Strandwächter kennen sich bestens mit Gegebenheiten des Meeres aus und können die aktuelle Gefahrensituation am besten einschätzen. Mit kleinen Kindern ist es daher eine gute Sache, in der Nähe Rettungsschwimmer-Station baden zu gehen.

Fazit

Für Eltern kleiner Kinder ist es wichtig, sich mit den Gefahren, die eventuell bei einem Strandbesuch auftreten können, auseinanderzusetzen. Ein Tag am Strand mit der Familie ist natürlich eine tolle Sache und eine Zeit, an die man sich noch lange erinnern wird. Aus diesem Grund sollten die möglichen Gefahren auch nicht zu ernst genommen werden.

Mit den Tipps aus diesem sowie anderen Ratgebern können sich Eltern ein gutes Bild machen, auf was beim nächsten Strandbesuch zu achten ist. Dann kann die Zeit am Wasser auch voll genossen werden.

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