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Poolwasser milchig oder trüb: Ursache und Lösung

Niemand möchte in einem Pool baden, bei dem nicht einmal der Boden klar erkennbar ist. Wenn das Poolwasser milchig ist, sieht das nicht sehr einladend aus.

Trübes Poolwasser kann allerdings auch ein Hinweis auf gefährliche Bakterien im Pool sein. Die Bakterien können dem Pool, der Pool-Ausrüstung und auch der Gesundheit der Badenden schaden.

In diesem Artikel erörtern wir die Gründe, warum ein Pool milchig wird, auf was die Trübung hindeutet und wie das Problem ein und für alle Mal gelöst wird.

Die kostspieligen Schäden und das gesundheitliche Risiko für die Badegäste kann nur vermieden werden, wenn die Ursache für das milchige Poolwasser identifiziert und angemessen behandelt wird.

OK.

Steigen wir doch direkt mit den möglichen Ursachen ein.

Pool milchig oder trüb: Die möglichen Ursachen

Es ist möglich, dass über Nacht das Poolwasser trüb milchig oder grün wird.

Im Normalfall entwickelt sich eine Trübung allerdings nicht von einem Tag auf den anderen.

Häufig ist das ein langfristiger Prozess. Anfangs mag die leichte Trübung gar nicht stören, aber bereits nach einigen Tagen ist das Problem unübersehbar.

Wer nicht sofort handelt, hat bald ein größeres Problem.

Ursache #1: Das Filtersystem funktioniert nicht richtig

Eine häufige Ursache ist das Filtersystem. Wenn hier Probleme auftreten, kann das Wasser trüb werden, was das Baden im Pool gefährlich macht.

Im Regelbetrieb sollte der Poolfilter mindestens acht Stunden am Tag laufen, um die Menge an Ablagerungen minimal zu halten. Zusammen mit den verschiedenen Desinfektionsmitteln hält die Filteranlage sämtliche Verunreinigungen aus dem Pool fern.

Das Filtersystem muss allerdings – genau wie der Pool selbst – gepflegt werden. Es ist wichtig, den Filter gründlich zu reinigen und die Kartuschen regelmäßig auszutauschen. Das stellt sicher, dass der Filter reibungslos funktioniert.

Auch eine Filteranlage altert (und das nicht gerade gut).

Wenn Verunreinigungen nicht aus dem Pool entfernt werden, führt das dazu, dass der Verbrauch von Pool-Desinfektionsmitteln (wie z.B. Chlor) steigt. Das organische Material im Pool zieht wiederum mehr Bakterien an, was zu mehr Verunreinigungen führt. In der Folge kann das Plantschen im Pool auch für die Badenden gefährlich werden.

Ursache #2: Zu wenig Desinfektionsmittel

Ein wichtiger Teil der Poolpflege ist der Einsatz von Desinfektionsmitteln wie zum Beispiel Chlor. Diese Chemikalien greifen Fremdkörper an, sind aber nicht für größere Mengen von Feststoffen ausgelegt.

Die größeren Teilchen werden im Normalfall vom Filtersystem herausgefiltert. Wenn das System allerdings nicht richtig funktioniert und Sie nicht zusätzlich mit einem Poolsauger oder einem Kescher nachhelfen, verbraucht sich das Desinfektionsmittel innerhalb kurzer Zeit.

Beim Baden geraten außerdem Hautschuppen, Sonnencreme, die Reste von Körper- und Haarpflegeprodukte, aber auch Körperflüssigkeiten wie Schweiß in den Pool.

Der Verbrauch von Desinfektionsmitteln hängt damit direkt mit der Nutzung des Pools zusammen. Auch Algen im Pool erhöhen den Bedarf an Chlor oder anderen Poolchemikalien.

Außerdem wird stetig durch Sonnenstrahlung Desinfektionsmittel abgebaut. Die UV-Strahlen brechen die Hypochlorit-Ionen auseinander, die sich beim Chloren des Pools bilden. Die aufgebrochenen Ionen verdunsten einfach in der Luft.

Chlor und andere Desinfektionsmittel halten den Pool sauber, indem sie organische Fremdkörper binden. Je mehr Verunreinigungen in den Pool kommen, desto mehr Chlor wird gebunden und in der Folge steigt auch der Bedarf an Desinfektionsmitteln.

Der Verlust von wirksamen Desinfektionsmittel begünstig dann die Ansiedlung von Algen sowie Bakterien und Krankheitserreger wie zum Beispiel E. coli im Pool. Das sorgt dafür, dass das Poolwasser milchig aussieht, aber ein Badegang im Pool kann auch für die eigene Gesundheit gefährlich sein.

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Ursache #3: Die Poolchemie ist nicht im Gleichgewicht

Jeder Poolbesitzer sollte ein grundlegendes Verständnis für die Poolchemie haben. Denn bei einem Pool, der sich chemisch nicht im Gleichgewicht befindet, ist es eher eine Frage wann und nicht ob, der Pool milchig weiß oder trüb wird.

Eine unausgeglichene Poolchemie führt zu milchigem Poolwasser, aber das ist nur eines der kleineren Probleme.

Andere Folgen sind gesundheitliche Risiken beim Baden, die Korrosion und Beschädigung des Pool Zubehörs und eine weitreichende Verschmutzung des Pools.

Poolbesitzer müssen sich nicht wundern, wenn sich das glasklare Poolwasser ohne ihre Pflege innerhalb von zwei bis drei Wochen in eine trübe Brühe verwandelt.

Die Ursachen für eine Trübung des Wassers können auch ein zu hoher pH-Wert, eine besonders hohe Calciumhärte, eine hohe Alkalität und selbst viel Chlor sein. Auch eine Schockchlorung des Pool kann vorübergehend das Poolwasser milchig trüb erscheinen lassen.

5 Probleme von milchigem Poolwasser

Die Gründe, warum das Poolwasser milchig wird, sind nun bekannt. Aber ist das ein Problem?

Die Trübung ist natürlich nicht schön, aber häufig ist die Trübung des Wassers ein Symptom für schwerwiegendere Probleme.

1. Zu hoher Chlorgehalt

Eine zu hohe Chlorkonzentration kann Lungen- und Hautreizungen hervorrufen. Besonders gefährlich ist dies für Leute mit Atemwegserkrankungen wie Asthma oder einer Bronchitis.

Chlormine entstehen als Nebenprodukt beim Chloren des Pools und wirken ebenfalls reizend. Außerdem können Chloramine auch Korrosion hervorrufen.

2. Algen im Pool

Häufig ist trübes Poolwasser ein Zeichen dafür, dass sich Algen im Pool ansiedeln.

Meistens sind Algen, die sich in Swimming Pool breit machen, nicht gesundheitsgefährdend.

Die Schwebestoffe, die sich aus den abgestorbenen Algen bilden, rufen allerdings eine starke Trübung des Poolwassers hervor.

Von einem stark eingetrübten Poolwasser geht ein hohes Risiko für Tiere und Kleinkinder aus. Wenn sich viele abgestorbene Algen im Swimming Pool befinden, kann man häufig den Boden kaum mehr sehen. Tiere oder kleine Kinder, die in den Pool fallen, können dadurch nicht mehr entdeckt werden.

Ein weiteres Problem ist, dass Tiere einen stark verschmutzen Pool gar nicht als solchen erkennen. Das führt dazu, dass diese häufiger in den Pool fallen.

Bis das Problem mit der Trübung gelöst ist, sollte am besten der Zugang zum Pool für Kinder und Haustiere gesperrt werden.

3. Viele Bakterien im Poolwasser

Ein trüber Pool kann auch darauf hinweisen, dass sich Bakterien und andere Krankheitserreger wie z.B. E. coli oder Legionellen im Pool befinden und vermehren können.

Das Poolwasser wird schließlich oft trüb, weil zu wenig Desinfektionsmittel im Pool vorhanden ist. (Hierfür gibt es verschiedene Ursachen.)

 4. Ineffektives Filtersystem

Bei einem kompletten oder teilweisen Ausfall des Filtersystems (z.B durch Verstopfen) kann sich das Poolwasser eintrüben.

Wenn die Filterpumpe nicht mindestens acht Stunden täglich betrieben wird, können sich Ablagerungen im Pool ansammeln und das Wasser mit der Zeit milchig erscheinen lassen.

Die Ablagerungen, die nicht herausgefiltert werden, sorgen auch für einen höheren Chemikalien-Verbrauch, was wiederum die Vermehrung von Bakterien begünstigt.

5. Zu hoher pH-Wert

Wer einen hohen pH-Wert im Pool misst, sollte besser handeln.

Basisches Poolwasser begünstigt das Algenwachstum sowie kann zum Verkalken der Beckenwände sowie zum Verschleiß von Metall und Vinyl führen.

In der Folge kann auch das Filtersystem verstopfen und das Wasser noch stärker eintrüben.

6. Schwermetalle im Wasser oder zu hohe Alkalität

Poolwasser mit hoher Alkalität kann das Metall angreifen und zu Verschleiß am Vinyl führen.

Kalzium hingegen ist Ursache für schuppige Ablagerungen, die das Wasser trüben und den Filter verstopfen. Schwermetalle wie Kupfer oder Zink können einen ähnlichen Effekt haben.

Die Lösung: Pool wieder klar machen (Schritt-für-Schritt Anleitung)

Wenn das Poolwasser milchig oder trüb wirkt, kann das ein Zeichen für ernsthafte Probleme sein.

Jetzt ist es an der Zeit, den Pool wieder sauber und das Wasser wieder glasklar zu machen.

Schritt 1: Grundreinigung

Als erstes steht eine Grundreinigung des Pools auf dem Plan. Mit einer Poolbürste werden die Wände und der Boden gereinigt.

Für Pools aus Beton oder Gips sind Poolborsten mit Borsten aus Stahl die bessere Wahl.

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Im Gegensatz dazu werden bei Vinyl-Pools nur Bürsten mit Borsten aus dem weicheren Material Nylon verwendet. (Die harten Stahlborsten könnten nämlich den Kunststoff beschädigen.)

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Schritt 2: Den Boden absaugen

Die größeren Ablagerungen, die nun abgebürstet wurden, werden im Anschluss mit einem Poolsauger entfernt. (Der Skimmer schafft es nämlich nicht, die Sedimente vom Boden einzusaugen.)

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Alternativ kann ein Poolroboter eingesetzt werden, um die Ablagerungen automatisch zu entfernen.

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Schritt 3: Schockchlorung

Bei einer Schockchlorung werden Algen, Bakterien und anderes organisches Material im Pool effektiv abgetötet. Das hochkonzentrierte Chlor wirkt desinfizierend.

Das Aktivchlor im Poolschock zerfällt bei Sonnenstrahlung, sodass es keinen großen Einfluss auf den Chlorhaushalt des Schwimmbads hat.

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Wenn der Pool stark von Algen befallen ist, muss dieser mehrfach geschockt werden.

-> Anleitung: Algen im Pool – Was tun?

Schritt 4: Gründlich filtern

Mit der Filteranlage wird der Poolschocker im ganzen Wasserkreislauf des Swimming Pools verteilt. Im Normalfall sollte der Filter für mindestens acht Stunden täglich laufen. Das sorgt dafür, dass das gesamte Wasser einmal täglich umgewälzt wird.

Auch das Filtersystem muss regelmäßig gewartet werden. Bevor mit dem Filtern begonnen werden kann, sollte die Kartusche des Filters ausgetauscht oder der Poolfilter mit Filterreiniger durchgespült werden.

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Schritt 5: Wasserqualität testen und das Gleichgewicht wiederherstellen

Wenn der Pool nicht mehr milchig wirkt und das Poolwasser wieder klar aussieht, ist es an der Zeit, das Poolwasser zu testen.

Mit einem Testkit oder Teststreifen kann das Wasser genauer untersucht werden.

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Je nach Bedarf werden Poolchemikalien in das Wasser gegeben, um die Poolchemie wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Kurztipps: Was hilft gegen trübes Poolwasser?

  • Bei einer nicht so starken Trübungen hilft bereits Flockungsmittel weiter. Die Chemikalie sorgt dafür, dass sich feine Teilchen zu klumpigen Ablagerungen verbinden und auf den Boden absinken. Mit einem Poolsauger können diese anschließend abgesagt werden. Beim Absaugen wird das Wasser als Abwasser aus dem Pool abgeleitet.

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  • Wer regelmäßig und gründlich den Pool reinigt, hat es selten mit milchigem Poolwasser zu tun. Zu den wichtigsten Aufgaben gehört, wöchentliche das Wassers Poolwasser zu testen und die Poolchemie im Gleichgewicht zu halten sowie regelmäßig Ablagerungen und anderen Schmutz aus dem Pool zu entfernen.
  • Wasserklärer löst die oben erwähnten Probleme nicht, sollte aber als Teil der wöchentlichen Wasserpflege in den Pool gegeben werden. Das Mittel sorgt dafür, dass das Wasser in einem (gut gepflegter) Pool glasklar bleibt.

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  • Wenn der Pool nicht genutzt wird, sollte dieser mit einer Poolplane abdeckt werden. Das ist besonders wichtig, wenn man den Swimming Pool überwintern möchte. Auf diese Weise können Fremdkörper überhaupt nicht in den Pool geraten.

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  • Laub und anderer grober Schmutz wird nicht von der Filteranlage oder von einem Poolroboter erfasst. Entfernen sie diese Verschmutzungen mit einem Kescher oder einem Poolsauger aus dem Wasser. Das erleichtert dem Filter die Arbeit, senkt den Bedarf an Chlor und schont damit auch den Geldbeutel.
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