Das F2 Union ist ein aufblasbarer Cruiser des österreichischen Herstellers F2: 350 Zentimeter lang, 84 Zentimeter breit, 15 Zentimeter dick, 330 Liter Volumen und mit 8,2 Kilogramm ausgesprochen leicht für seine Länge.
Der Zuschnitt liegt zwischen Allrounder und Touring Board. Die Nose ist spitz und deutlich nach oben gezogen, das Heck breit und gerade abgeschnitten. Das ergibt ein Brett, das schnell Fahrt aufnimmt, ohne die Kippstabilität aufzugeben, die Umsteiger vom Allrounder noch brauchen.
F2 Union
Ein Cruiser für alle, die vom Allrounder auf mehr Länge und Tempo wechseln wollen, ohne gleich ein Touring Board zu kaufen. Wer stattdessen ein Schlauchboot sucht, findet Details im AquaParx RIB 330 Test.
Spricht dafür
- Mit 8,2 Kilogramm sehr leicht für 350 Zentimeter Länge
- Carbon-Paddel im Set statt des üblichen Aluminiumpaddels
- Traglast bis 150 Kilogramm, damit auch für zwei Personen
- Drei Finnen, große Mittelfinne abnehmbar
- Deckpad über fast die gesamte Standfläche
- Fünf zusätzliche D-Ringe für einen Kajaksitz
Spricht dagegen
- Wird nicht mehr hergestellt
- Keine Leash im Lieferumfang
- Kein Kajaksitz dabei, obwohl die D-Ringe dafür da sind
- Rund zehn Minuten Aufpumpzeit
- Für reine Anfänger ist ein kürzeres Board die bessere Wahl
- Wie lang ist das F2 Union?
- 350 Zentimeter bei 84 Zentimetern Breite.
- Wie viel trägt es?
- Bis 150 Kilogramm, damit auch zwei Erwachsene oder Paddler mit Hund.
- Auf wie viel psi wird es gepumpt?
- 15 bis 18 psi, das dauert rund zehn Minuten.
- Ist Zubehör dabei?
- Paddel, Pumpe, Finne, Transporttasche und Reparaturset. Leash und Kajaksitz fehlen.
Bauweise und Einsatzgebiet
Das Union ist als Cruiser gebaut, also als Board zwischen Allrounder und Touring. Es liegt breit und ruhig im Wasser, nimmt durch die spitze Nose aber deutlich mehr Fahrt auf als ein rundes Einsteigerbrett.
Damit deckt es ein breites Feld ab: die gemütliche Runde über den See genauso wie eine Tour auf einem langsam fließenden Fluss oder eine Fahrt entlang der Küste in einer geschützten Bucht.
Die stark nach oben gezogene Nose ist der Grund, warum das Board auch bei kleinen Wellen ruhig bleibt. Sie taucht nicht in jede Welle ein, das Auf und Ab der Spitze fällt geringer aus. Das breite, gerade abgeschnittene Heck gibt dem Board Standfläche und macht es schwerer kippbar.
Mit einer Traglast von 150 Kilogramm ist genug Reserve da. Schwere Paddler kommen zurecht, und auch zwei Erwachsene, ein Kind oder ein Hund passen aufs Board. Für reine Anfänger ist ein kürzeres aufblasbares Board trotzdem einfacher zu beherrschen.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Fahreigenschaften
Auf dem Wasser ist das Union ein ruhiges Brett. Die 84 Zentimeter Breite geben genug Standfläche, dass die ersten Meter ohne Wackeln gelingen, und die Länge sorgt dafür, dass jeder Paddelschlag weiter trägt als auf einem 10-Fuß-Board.
Für Umsteiger ist das der angenehme Teil: Wer schon ein paar Stunden auf einem Allrounder verbracht hat, findet sich hier sofort zurecht, statt sich auf ein schmales Touring Board umgewöhnen zu müssen. Wer noch am Anfang steht, findet einen passenden Einstieg im BIC Ouassou Test.
Die drei Finnen halten die Spur. Eine große Mittelfinne wird von zwei kleinen Seitenfinnen flankiert, das hält das Board auf Kurs und spart Paddelwechsel. Die Kehrseite ist, dass enge Wendungen mehr Schläge brauchen als auf einem kurzen Allrounder.
Das Deckpad zieht sich über fast die gesamte Standfläche und ist rutschfest genug, dass auch nasse Füße oder Sonnencreme an den Händen nichts ausmachen. Wer im Sitzen paddeln will, findet dafür vier D-Ringe rund um das Deckpad, den passenden Kajaksitz muss man allerdings dazukaufen. Ein ähnlich ausgestattetes Modell haben wir im Bluefin Cruise Light Test geprüft.
Material und Verarbeitung
Gefertigt ist die Hülle im Dropstitch-Verfahren: Tausende Polyesterfäden verbinden Ober- und Unterseite miteinander, sodass das Board unter Druck seine Form hält, statt sich zu wölben. Genau daher kommt die Steifigkeit aufblasbarer Boards.
Die PVC-Schicht darüber fällt dick aus. Sie steckt Abrieb vom Paddel an der Bordkante weg, ebenso den Kontakt mit Steinen und Ästen beim Ein- und Aussteigen. Das ist der Bereich, in dem billige Boards zuerst nachgeben.
Der Betriebsdruck liegt bei 15 bis 18 psi. Mit der mitgelieferten Hochdruckpumpe dauert das rund zehn Minuten, ein Durchschnittswert. Wie man sich das erleichtert, steht im Beitrag zum Aufpumpen eines SUP Boards.
Design und Ausstattung am Board
- Deckpad. Groß und rutschfest, es bedeckt fast die gesamte Oberseite. Abrutschen ist kaum möglich, auch im Sitzen nicht.
- Gepäcknetz. Im vorderen Bereich, ausreichend für Drybag und Trinkflasche.
- Tragegriffe. Zwei Stück, einer mittig auf dem Deckpad, einer am Heck.
- D-Ringe. Fünf zusätzliche, vier davon rund um das Deckpad für einen Kajaksitz, einer am Heck.
- Finnen. Drei, die große Mittelfinne ist über ein Slide-In-System abnehmbar.
Das ist im Karton
- F2 Union Board
- Dreiteiliges Carbon-Paddel
- Hochdruckpumpe
- Abnehmbare Mittelfinne
- Transporttasche
- Reparaturset
Das ist nicht dabei
- Leash
- Kajaksitz
- Schwimmweste
- Drybag
Das Carbon-Paddel ist der auffälligste Punkt am Lieferumfang. In dieser Preisklasse liegt sonst fast immer ein Aluminiumpaddel bei, das spürbar schwerer ist und nicht schwimmt. Zerlegbar in drei Teile ist es außerdem, was den Transport in der Tasche vereinfacht, mehr dazu im SUP Paddel Test.
Was fehlt, ist die Leash. Sie gehört zur Grundausstattung und kostet wenig, muss aber getrennt bestellt werden. Ohne sie treibt das Board nach einem Sturz weg, und auf offenem Wasser ist das die gefährlichste Situation überhaupt.
Vorteile und Nachteile
Spricht dafür
- 8,2 Kilogramm bei 350 Zentimetern Länge
- Carbon-Paddel serienmäßig
- 150 Kilogramm Traglast
- Drei Finnen für sauberen Geradeauslauf
- Deckpad über die gesamte Standfläche
- Fünf D-Ringe, Kajaksitz nachrüstbar
- Dickes PVC, unempfindlich am Ufer
- Zwei Tragegriffe
Spricht dagegen
- Nicht mehr im aktuellen Programm
- Keine Leash im Set
- Kein Kajaksitz enthalten
- Zehn Minuten Aufpumpzeit
- Für enge Wendungen zu lang
- Kein Ersatzteilangebot mehr
Alternativen zum F2 Union
Diese Boards decken denselben Zuschnitt ab und sind aktuell lieferbar.
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Gebrauchtkauf prüfen. Das Union gibt es neu kaum noch. Bei einem gebrauchten Board zählt vor allem, ob es über Nacht Luft verliert. Aufpumpen, Druck notieren, am nächsten Morgen nachmessen, das erledigt die halbe Prüfung.
Auf das Paddel achten. Der Carbonschaft ist das eigentliche Argument des Sets. Beim Gebrauchtkauf lohnt der Blick auf Risse an den Steckverbindungen, dort bricht ein Carbonpaddel zuerst.
Leash einplanen. Sie fehlt im Set und ist Pflicht. Eine Coiled Leash verhakt sich nicht an Pflanzen und ist die richtige Bauart für Binnengewässer.
Die Länge zum Einsatzort wählen. 350 Zentimeter fahren sich gut auf offenen Seen und langen Strecken. Auf engen Kanälen mit vielen Wendungen ist ein kürzeres Board angenehmer, ein Vergleich steht im SUP Board Test.
Häufige Fragen
Auf wie viel psi wird das F2 Union aufgepumpt?
Auf 15 bis 18 psi. Mit der mitgelieferten Hochdruckpumpe dauert das rund zehn Minuten.Wie viel trägt das F2 Union?
Bis 150 Kilogramm. Damit sind auch Fahrten zu zweit oder mit Kind und Hund möglich.Ist das F2 Union für Anfänger geeignet?
Es ist fahrbar, aber nicht die naheliegendste Wahl. Mit 350 Zentimetern reagiert es träger auf Lenkbewegungen als ein kurzer Allrounder. Wer vom Allrounder umsteigt, findet sich dagegen sofort zurecht.Ist eine Leash dabei?
Nein. Paddel, Pumpe, Finne, Tasche und Reparaturset liegen bei, die Leash muss dazugekauft werden.Kann man auf dem F2 Union sitzend paddeln?
Die vier D-Ringe rund um das Deckpad sind für einen Kajaksitz vorgesehen. Der Sitz selbst gehört nicht zum Lieferumfang.Gibt es das F2 Union noch zu kaufen?
Neu nur noch als Restbestand. F2 führt die Reihe nicht mehr, aktuelle Gegenstücke stehen oben im Abschnitt zu den Alternativen.Welche anderen SUP Boards hat F2 im Programm?
Unter anderem das F2 Axxis und das F2 Strato, dazu die Reihen Sector, Ocean und Glide.Lohnt sich das F2 Union?
F2 Union
Das Union macht genau das, was ein Cruiser machen soll: Es ist schnell genug, um lange Strecken lohnend zu machen, und breit genug, dass man nicht ständig aufs Gleichgewicht achten muss. Das leichte Carbon-Paddel im Set ist in dieser Klasse selten.
Neu ist es allerdings kaum noch zu bekommen. Wer den gleichen Zuschnitt sucht, greift zum F2 Strato mit identischen Maßen, oder zum Touring Board, wenn die Strecken noch länger werden sollen.




