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Pool Schwarzalgen: In 7 Schritten aus dem Pool entfernen

Die gemeine Schwarzalge ist die schlimmste Algenart, die sich in einem Pool entwickeln kann. Wenn es einen erwischt, sollte man dennoch nicht gleich in Panik verfallen. Doch wieso ist es die schlimmste Art?

Immerhin gibt es doch auch noch die gelben Senfalgen in Pools und auch die normalen grünen Algen können manchmal ganz schön in Swimming Pools lästig sein.

Die schwarze Alge wächst nämlich sehr gerne in Ritzen und bildet tiefe Wurzeln, welche sich ins Material schlängeln. Chlor ist in diesem Fall nicht immer hilfreich, denn Algen sind von Natur aus immun gegen alle Formen dieser Chemikalie.

Aus diesem Grund darf man auch bei der Entfernung des Übels nicht zimperlich vorgehen. Vor allem die Schattenseiten des Pools werden befallen sein, die man nicht sofort erkennt.

Suchen Sie vor der Schwarzalgen Reinigung alle Stellen ab und behandeln sie möglichst mehrere Stellen in einem Durchgang.

So entfernt man Schwarzalgen (Anleitung)

Um alle Schwarzalgen restlos und somit wirksam aus dem Pool zu entfernen, benötigt man in jedem Fall eine hochwertige Poolbürste. Das ist sozusagen unsere Primärwaffe, wenn es ums Entfernen von schwarzen Algen geht.

Wenn es um einen Pool mit Beton- oder Gipswänden geht, dann empfiehlt sich eine Poolbürste mit Stahlborsten. Wer einen Vinyl-Pool besitzt, sollte zu Nylonborsten tendieren, damit die Oberfläche nicht beschädigt des Beckens wird.

#1 Desinfektion

Um die schwarze Alge zu besiegen, reicht es nicht aus, wenn man nur die betroffenen Stellen im Pool bereinigt. Damit sie uns einige Wochen später nicht wieder anlächelt, muss man bei den Basics anfangen.

Alles an Spielzeug, Zubehör, aber auch die eigene Badebekleidung und jegliche Gegenstände, die Kontakt mit dem Poolwasser hatten, muss gründlich gewaschen und desinfiziert werden. Dies ist nicht nur irgendein Hinweis oder ein Schritt, den man aus Bequemlichkeit überspringen kann.

Bei der Badebekleidung geht man folgendermaßen vor: Ein Waschgang in der Waschmaschine kann dabei meist schon ausreichen, um die größte Gefahr zu minimieren. Was die Gegenstände betrifft, so macht man Folgendes: Man nehme etwas Bleichmittel und wische damit alles ab.

Vorher sollte man die Luftmatratze, Handyhülle und alle anderen Dinge jedoch mit einer geeigneten Bürste putzen und dabei in jedem Falle Tenside einsetzen.

#2 Poolchemie

Da man das Poolwasser ohnehin regelmäßig überprüfen sollte, um eine kristallklare Wasserqualität gewährleisten zu können, fällt dieser Punkt ohnehin in die „Routine Sparte“ vieler Poolbesitzer.

Damit der Plan funktioniert, sollte das Wasser einen pH-Wert haben, welcher zwischen 7,2 und 7,6 liegt. Zudem ist es auch wichtig, dass man die Alkalität auf einen Wert bringt, welcher sich irgendwo im Bereich zwischen 80 und 150 ppm einpenden sollte.

Wenn die Werte zu stark abweichen, könnte es sein, dass die Entfernung der schwarzen Alge nicht funktioniert. Das liegt vor allem daran, dass zum Beispiel einige Poolschocker nur unter bestimmten Umständen richtig wirken.

#3 Bürsten

Nun kommt der spaßige Teil, denn man kann seine Kraft die man sich über die Jahre im Studio antrainiert hat sinnvoll einsetzen. Wer stattdessen lieber am PC saß und sich keine Kraft antrainiert hat, ruft einfach einen Freund zur Hilfe.

Im nächsten Schritt heißt es nämlich: Pool bürsten, als gäbe es kein Morgen! Nur durch das kräftige Abbürsten der Wände und des Bodens, kriegt man die nervigen kleinen Wurzeln aus den Ritzen.

#4 Schockchlorung

Im Optimalfall sollte man eine vierfache Chlorung durchführen, wenn man mit dem Bürsten fertig ist. Man muss es sich ungefähr wie das Zähneputzen vorstellen: Wenn man fertig ist, dann ist eine Mundspülung der gelungene Abschluss.

Damit alles funktioniert, darf man die Stoßchlorungen immer erst nach Sonnenuntergang durchführen. Der Grund ist, dass die Sonne die Poolchemie verändern würde und der Poolschocker einfach nur verbrennt, anstatt etwas gegen die Alge zu tun.

In diesem Punkt arbeitet die Natur also zusammen und es bleibt einem nicht weiter übrig als zu warten. Wenn man fertig ist, dann sollte man die Sandfilteranlage etwa einen oder zwei Tage anlassen. Dabei sollte sie nach der Wasserbehandlung 24/7 laufen, bis die Algen komplett aus dem Wasser verschwunden sind.

Erst wenn keine einzige der schwarzen Algen zu sehen ist, sollte man die Filterzeit wieder auf 8 Stunden schalten.

#5 Erneutes Bürsten

Darauf freut man sich am meisten, denn nun darf man wieder beweisen, wie stark man ist. Nach mehrtägiger Vorbereitung samt kohlenhydratreichen Mahlzeiten, ist man nun bestens auf die Aufgabe vorbereitet und kann die Poolwände wieder wie ein Weltmeister abbürsten.

Das Wichtigste ist, dass man die Ritzen nicht zu zimperlich behandelt, sondern so tief mit den Bürstenspitzen hineinreicht, wie es eben nur möglich ist.

Ebenso ist es von Vorteil, wenn man die Stellen mit dem größten Befall in Erinnerung behalten hat. Diese Stellen sollte man auch nach der optischen Entfernung gründlicher schrubben, als die anderen Spots.

#6 Erneute Stoßchlorung

Ist die Tat vollbracht, so sollte man die Sandfilteranlage selbstverständlich weiterhin 24/7 laufen lassen. Außerdem ist eine erneute Stoßchlorung angesagt, die man im Optimalfall etwa 3 Tage später durchführt. Die Dosierung braucht diesmal nicht erhöht zu werden.

#7 Kontinuierliches Pflegen und Bürsten

Die folgenen Tage werden voller Action sein, sodass man sich bereits darauf freuen kann. Immer mal wieder sollte man die entsprechenden Stellen abbürsten, bis die Alge vollständig verschwunden ist. In dieser Zeit muss man den Pool genauer im Auge behalten, als man es sonst macht. Sieht man neuen Bewuchs, dann muss man wieder den Poolschocker und die Poolbürste aus der Garage holen.

Tipps rund um das Vermeiden & Beseitigen von Algen

Der beste Tipp ist, dass man darauf achten sollte keine Schwarzalge ins Poolwasser zu bringen. Das sagt sich jedoch so leicht. Häufig hält sich die eigene Familie an alle Regeln, jedoch könnten auch die Nachbarn den Erreger auf der Badebekleidung haben.

Wer seine Badebekleidung etwa aus dem Urlaub anzieht, der könnte sogar eine exotische Algenart anschleppen. Wenn die Alge bunt aufleuchtet und flauschig weich ist, dann kann man sie einfach im Wasser lassen, als wäre der Pool ein Aquarium.

Aber Spaß beiseite: Weisen Sie jeden der ihren Pool betritt darauf hin, dass sie ihre Badebekleidung zumindest einmal in der Waschmaschine gewaschen haben sollten, bevor sie in Ihr Wasser dürfen.

#1 Poolchemie fortlaufend im grünen Bereich halten

Damit sich die unerwünschten Algengäste gar nicht erst ansiedeln, sollte man mit einer gesunden Wasserqualität im Vorfeld gegensteuern.

Die Poolpflege ist also ein wichtiger Faktor, damit das Wasser klar und nicht grün bleibt. Jede Woche muss man das Wasser mit einem Teststreifen oder Pooltester überprüfen und am besten auch Buch führen. Dabei sind folgende Werte signifikant:

  • Alkalität
  • pH-Wert
  • Chlorgehalt

#2 Poolzubehör und Ausrüstung sauber halten

Der Poolkescher ist nicht nur zur Belustigung da und sollte daher nicht nur dazu verwendet werden, jemanden damit ins Wasser zu ziehen. Er muss auch fortlaufend zur Poolpflege eingesetzt werden.

Geäst und Laub fallen immer mal wieder ins Wasser und schon organisieren die kleinen Mikroben ihre Kolonien. Ein Poolroboter könnte sehr nützlich sein, wenn es sich um einen größeren Pool handelt.

Fazit

Wer einmal in der Woche eine Stoßchlorung durchführt, der braucht sich gar nicht erst Sorgen zu machen, dass sich die Schwarzalge in seinem Pool ansiedelt.

Wie bereits erwähnt, sollte man Schockchlorungen erst nach Dämmerung durchführen, damit der Effekt bestmöglich ausfällt. Schwarze Algen stellen einen auf eine harte Probe, doch wenn man härter ist, hartnäckig schrubbt und seine Stoßchlorungen durchführt, dann kann man die schwarze Alge besiegen und das Wasser wird wieder glasklar.

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