Skip to main content
#1 Wassersport-Magazin in Deutschland
Mit mehr als 1 Million Lesern pro Jahr
Jede Woche kostenlos neue Artikel
Bereits mehr als 1000 Artikel online
Bekannt aus über 10 Zeitungen
Journalisten schätzen unsere Recherchen

Pool entleeren – verschiedene Möglichkeiten

Neigt sich die Badesaison langsam dem Ende zu, so sollten Poolbesitzer anfangen, sich Gedanken über die richtige Entleerung des Pools zu machen.

Es ist nämlich sehr wichtig, dass der Pool ordentlich entleert wird. Eine gründliche Reinigung wie auch eine Schadensinspektion sind gewichtige Gründe, den Pool am Ende der Saison leerzumachen.

Ein regelmäßiger Wasseraustausch kann ebenfalls nicht schaden. In diesem Artikel wird die Thematik der Poolentleerung etwas näher beleuchtet. Die gängigen Varianten, wie etwa mit und ohne Pumpe (etc.) werden vorgestellt.

Was ist zu beachten?

Egal ob es sich um einen aufblasbaren Pool oder ein fest im Boden integriertes Becken handelt, der Pool darf nicht zu lange leer bleiben. Ansonsten kann es zu Beschädigungen des Beckens kommen.

Hierfür ist entweder eine Verschiebung des Erdreichs (im Boden integriertes Becken) oder aber eine Deformation des aufblasbaren Beckens durch witterungsbedingte Einflüsse (aufblasbares Becken) verantwortlich.

Verschiedene Möglichkeiten den Pool zu entleeren

Pool entleeren mit Schlauch

Mit einem Schlauch lässt sich der Pool vergleichsweise schnell entleeren. Wer keinen zur Hand hat, geht in den nächsten Bau- bzw. Gartenmarkt und kauft sich ein Exemplar oder bestellt ihn online.

Ein Mindestdurchmesser von 2 cm sollte beim Kauf angepeilt werden. Das Poolwasser darf nicht einfach so in den Garten gelassen werden. Es muss ein Abfluss in der Nähe sein!

Hat man diesen gefunden, wird ein Schlauchende knapp unter die Wasseroberfläche gelegt und das andere Ende zum Abfluss hin.

Der Schlauch muss in manchen Fällen hierfür mehrere Meter lang sein. Wenn jetzt kurz und kräftig am Abflussende des Schlauches gesaugt wird, wird ein Vorgang ausgelöst, der aufgrund des nun entstehenden Unterdrucks das Poolwasser nach und nach aus dem Becken laufen lässt.

Während das Ganze dann vonstattengeht, muss der Poolbesitzer lediglich schauen, dass das Schlauchende im Pool auch knapp unter der Wasseroberfläche bleibt.

Die offensichtliche Schwachstelle dieser Art der Poolentleerung ist das Nichtvorhandensein eines passenden Abflusses. Doch keine Sorge, denn hierfür werden im weiteren Verlauf dieses Artikels noch andere Lösungsmöglichkeiten erläutert.

Bevor man sich daran macht, den Pool mit einem Schlauch zu entleeren, muss geprüft werden, ob ein passender Abfluss in der Nähe ist. Als passend gilt ein Abfluss, der nicht in ein anderes Gewässer führt, sondern im weiteren Verlauf in einer Kläranlage endet. Wer das Wasser einfach in den Garten entleert, der riskiert empfindliche Strafen.

Für kleine Pools – Pool entleeren über Bodenlauf

Wer ein eher kleines Becken vor sich hat, kann mit dem Gedanken spielen, den Pool mittels eines Bodenlaufs zu entleeren. Bei größeren Becken ist diese Vorgehensweise nicht zu empfehlen, da schlicht zu viel Wasser in den betreffenden Becken ist.

Für den Start des Vorgangs schließt man den Bodenlauf an die Filteranlage des Pools an. Als Nächstes wird die Filterpumpe ausgeschalten. Danach müssen die Leitungen gesperrt werden, sodass nur noch der Bodenlauf offen ist.

Anschließend das Mehrwegventil auf „Entleeren“ positionieren. Dadurch sollte es jetzt dazu kommen, dass nach Anschluss eines Schlauches das Wasser über die wieder eingeschaltete Filterpumpe in den Bodenlauf gesogen wird. Dieser Vorgang ist etwas zeitintensiver als die anderen. Deshalb nicht für große Pools geeignet.

Pool entleeren ohne Bodenlauf – dafür aber mit Poolpumpe

Die Sache mit dem Bodenlauf ist für größere Becken schlicht nicht geeignet. Deshalb empfiehlt es sich, mit einer Poolpumpe zu arbeiten, wenn es um die Entleerung der betreffenden Becken geht.

Hierfür schließt man den Schlauch an einen Adapter an, welcher zuvor am Skimmer des Pools befestigt wurde. Im nächsten Schritt aktiviert man die Poolpumpe.

Diese zieht dann das Wasser nach und nach aus dem Poolbecken heraus. Die Poolpumpe muss unbedingt einen Vorfilter besitzen. Ist das nicht der Fall, kann das Gerät überhitzen und infolgedessen kaputtgehen.

Daher will der Einsatz mit der Poolpumpe wohlüberlegt sein. Eventuell ist der Gebrauch einer Tauchpumpe doch die bessere Alternative.

Alternativvorschlag: Tauchpumpe

Wer den Pool mit einer Pumpe entleeren will, kann auch auf eine Tauchpumpe zurückgreifen. Diese ist dazu geeignet, den Pool bis auf den kleinsten Rest Wasser trocken zu legen.

Wie der Name vermuten lässt, liegt der große Vorteil der Tauchpumpen darin, dass diese tauchen können.

Deshalb bleibt nach dem Pumpen fast kein Wasser mehr im leeren Becken zurück. Bei einer Tauchpumpe muss beachtet werden, dass das Wasser vorher noch gereinigt wurde. Schmutzpartikel, Dreck, etc. beschädigt die Tauchpumpe.

Pool entleeren ohne Pumpe und ohne Schlauch – den Beckenrand herunterdrücken

In Fällen wo weder Schlauch noch eine Form von Pumpe zur Verfügung stehen, können zumindest frei stehende Pools zu einem gewissen Grad entleert werden.

Die jetzt folgende Methode ist nicht die beste und aufgrund von potenziellen Beschädigungen am Pool sowie der Umweltproblematik wegen des Chlorwassers im Gras, sollte sie nur in Einzelfällen bedacht werden.

Wenn aus irgendwelchen Gründen die Sache mit der Umwelt geklärt ist und man sich des Beschädigungsrisikos bewusst ist, kann ein Teil des Beckens ganz ohne Pumpe und Schlauch vom Wasser befreit werden.

Man drückt lediglich den Beckenrand so weit nach unten, sodass das Wasser heraus schwappen kann. Das Wasser läuft dann ab, bis es vom Pegel her unter dem herabgedrückten Beckenrand liegt.

Wenn alles nichts hilft, muss eben der Eimer her

Die letzte vorgestellte Methode eignet sich wirklich nur für kleine Pools (sehr kleine Pools). Mit einem haushaltsüblichen Eimer wird der Inhalt des Beckens langsam abgeschöpft und in einen Ausguss gekippt. Bei größeren Familien kann das klischeehaft mit einer Menschenkette erfolgen.

Doch Spaß beiseite – mehr als ein Planschbecken wird man mit dieser Methode nicht leer bekommen. Der Aufwand steht schlicht in keiner Relation zum Ergebnis.

Der einzige Pluspunkt wäre noch ein gewisser Workout-Faktor durch das stetige Schleppen des Wassers, aber auch hierfür gibt es weitaus bessere Alternativen.

Fazit

Um den Pool zu entleeren, gibt es zahllose Möglichkeiten. Poolbesitzer sollten unbedingt alles daransetzen, an einen Schlauch zu kommen. Dieser macht das Leben bedeutend einfacher. Die effizientesten Ergebnisse werden mit einem Schlauch und einer Poolpumpe erzielt.

Da geht die Entleerung des Wassers fast schon von selbst. Beim Herunterdrücken des Beckenrandes muss vorsichtig vorgegangen werden, dieser nicht ideale Lösungsweg neigt dazu, den Rand zu beschädigen und das herausschwappende Wasser darf auch nicht einfach im Garten versickern.

Die Chlorbelastung des Wassers ist hierbei besonders zu beachten und geltende Regeln sollten in diesem Zusammenhang mit der lokalen Gemeinde des Poolbesitzers abgesprochen werden.

Durchschnittliche Bewertung 5 bei insgesamt 1 Stimmen

Ähnliche Beiträge