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Neoprenanzug zu eng: Wie eng muss ein Neoprenanzug sitzen?

Der erste Neoprenanzug ist immer etwas Besonderes. Nicht nur deshalb, da er unser ständiger Unterwasserwelt-Begleiter ist und uns in eine Art Meerjungmann oder Meerjungfrau verwandelt, sondern auch, weil er sich von der gewohnten Kleidung stark unterscheidet.

Stüplt man ihn zum ersten Mal über, so ist dies für viele (vor allem am Anfang noch) sehr gewöhnungsbedürftig.

Der Neoprenanzug sitzt immerhin sehr eng und das muss er schließlich auch: Wie eine zweite Haut soll er uns vor Kälte und anderen Einflüssen schützen und uns insgesamt im Wasser dynamischer machen.

Mit einem Neoprenanzug fühlen wir uns den Meerestieren näher, denn auch sie haben eine sehr glatte und feine „Hülle“, die im kühlen Nass fast schon unentbehrlich ist, um aalglatt – geschmeidig durchs Wasser gleiten zu können.

Neoprenanzug wirklich zu eng?

Von einem beengenden Gefühl in einem Neoprenazug berichten vor allem Anfänger, wobei es tatsächlich so sein soll. Man muss sich (im Trockenzustand) wirklich wie eine Presswurst darin vorkommen.

Selbst wenn der Tauchanzug laut Expertenmeinung perfekt sitzt, befürchten viele Laien, dass es eventuell ein Fehlkauf war. Klar: Quetscht es einem die Eingeweide weg und man kriegt schlecht Luft darin, ist er tatsächlich zu eng.

Aus diesem Grund soll jeder seinen eigenen Tauchanzug haben und nicht etwa den, des kleinen Bruders ausleihen.

Vor allem dann, wenn es beim Tragen des Neoprenanzuges zu Schmerzen im Nackenbereich kommt, ist dies oftmals ein gutes Indiz dafür, dass man mit seiner Vermutung er sei zu eng, vollkommen richtig liegt.

Was kann man gegen einen zu engen Neoprenazug tun?

Was kann man also machen, außer schlechte Laune bekommen? Zunächst sollte man nicht in Panik verfallen, denn dieses Problemchen löst sich meist von selbst.

Der Neoprenazug ist noch neu und wird sich mit der Zeit ausdehnen. Vor allem wenn es sich um einen sehr dicken Anzug handelt, fühlt man sich im Trockenzustand ein wenig erdrückt. Das ist jedoch ganz normal und wenn man im Wasser ist, weitet er sich automatisch. Die Lagerung ist dabei ein wichtiger Faktor.

Nachdem man den Anzug benutzt hat, sollte man ihn gründlich auswaschen und anschließend trocknen, damit er nicht anfängt zu stinken. Anschließend zieht man ihn auf einen Bügel und hängt ihn an einem möglichst vor Licht geschütztem und trockenem Ort auf.

Die Stellen die zu eng sind, kann man ggf. mit einem Wollknäuel auspolstern und auf diese Weise dem Problem ein wenig entgegenwirken.

Ein weiterer gewichtiger Punkt ist, dass der Neoprenanzug im Schritt nicht zu eng sitzt. Er sollte hoch/groß genug sein und einem die Luft nicht abschnüren.

Bei der Auswahl des richtigen Modells sollte man also diesen Faktor sehr ernst nehmen. Idealerweise probiert man den Neoprenanzug im Wasser aus, ehe man ein voreiliges (meist falsches) Urteil fällt und sich in einen unnötigen Stresszustand versetzt.

Neoprenazug wählen – aber richtig!

Damit man die richtige Größe auswählt, muss man sich unbedingt ein Maßband besorgen und alle Körpermaße nehmen. Namhafte Hersteller kennen die Relevanz dieses Phänomens und bieten dem Käufer daher meist eine exakte Größentabelle, damit der bestellte Neoprenanzug perfekt passt.

Vergleicht man nun seine Maße (Brust, Höhe & Gewicht) mit denen, die in der Größentabelle des Herstellers angegeben sind und findet nicht das perfekte Modell, sollte man seinen Kernfokus aus den Brustumfang und das eigene Gewicht legen.

Bestellt man sich seinen Neoprenazug im Internet, so hat man in den meisten Fällen ein Umtausch-, bzw. Rückgaberecht von 14 Tagen, wenn er nicht passen sollte.

Es ist wichtig nochmals zu betonen, dass es wirklich ganz normal ist, dass ein Neoprenanzug sich im Trockenzustand zu eng anfühlt. Sobald man damit ins Wasser hüpft, verschwindet dieses Gefühl in den allermeisten Fällen.

Neoprenanzug zu groß?

Selbstverständlich kann es auch vorkommen, dass der gelieferte Neoprenanzug zu weit ist. Doch wie kann man sowas als Laie überhaupt merken? Nachfolgend werden einige Faktoren aufgelistet, die ein gutes Indiz dafür sind, dass der Neoprenazug zu groß ist:

Im Rückenbereich oder auch am Bauch bilden sich Falten
Der Neoprenanzug sitzt nicht wie eine zweite Haut und passt sich dem Körper somit nicht perfekt an
Im Reißverschlussbereich bildet sich eine kleine Ansammlung von Luft, in die beim Tauchen Wasser eindringt
Der Anzug rutscht auf der Haut hin und her, anstatt fest anzuliegen

Wann sitzt der Neoprananzug gut?

Damit man einen Vergleich hat, sollte man auch wissen, wann der Neoprenanzug richtig, bzw. gut sitzt. Wenn folgende Faktoren zutreffen, dann hat man das perfekte Modell erwischt:

Man spürt, dass der Anzug eng sitzt, kann sich jedoch problemlos und absolut frei darin bewegen
Vor allem an den Armen und Beinen sitzt der Neoprenanzug wie angegossen, jedoch sollte man an den Gelenken ein Gefühl von Bewegungsfreiheit haben.

Die Polsterung an den Knien (falls vorhanden) sollte zudem exakt im Kniebereich anliegen und sich nicht etwa darüber oder darunter befinden

Der Neoprenanzug ändert im Laufe der Zeit seine Größe

Da der Stoff Neopren sehr elastisch ist und sich stark dehnen lässt, passt er sich nach den ersten paar Tauchgängen dem eigenen Körper an. Aus diesem Grund ist es wie bereits angeführt sehr wichtig, dass man seinen eigenen Tauchanzug hat und ihn sich nicht etwa mit anderen teilt.

Ansonsten kann es passieren, dass er wegen einem zum Beispiel dickeren Tauchkollegen plötzlich im Bauchbereich weiter wird und man ihn als dünnerer Mensch irgendwann nicht mehr gebrauchen kann.

Neoprenazug richtig pflegen, damit er sich der Körperform anpasst

Die richtige Pflege ist wie weiter oben bereits angeführt, von großer Bedeutung. Nur so kann sich der Anzug richtig ausdehnen, wenn er zu eng ist und hält bei der richtigen Behandlung auch noch länger.

Damit er nicht nach einigen Tauchgängen unbrauchbar oder gar noch enger wird, sollte man ihn nach Gebrach keinesfalls zusammenknüllen und in die kleinste Tasche stopfen, die man findet. Wenn man das tut, bilden sich irgendwann Mikrorisse und das Neopren platzt auf.

Ebenso zieht er sich bei einer solch rabiaten Umgangform eher wieder zusammen, als das er sich an die eigenen Körperformen gewöhnen kann.

Fazit

Man sollte im Idealfall eine möglichst große wasserdichte Strandtasche oder Tauchtasche verwenden, um den Neoprenanzug darin nach Hause zu transportieren.

Der Anzug muss nach jedem Gebrauch mit kaltem und sauberem Wasser ausgespült werden – von außen, aber vor allem auch von innen.

Optimalerweise verwendet man alle paar Sitzungen einen speziellen Neoprenreiniger und ein Neoprendesinfektionsmittel.

Um den Anzug bestmöglich zu trocknen, hängt man ihn an einer Wäscheleine im Freien auf, sollte jedoch direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da er ansonsten verblasst und/oder sich verfärben könnte
Möchte man den Neoprenanzug für längere Zeit lagern, so ist es sehr wichtig, dass er möglichst liegend und auf einer ebenen Fläche ausgebreitet wird.

Dies verhindert unter anderem Falten, dass er sich an einigen Stellen zusammenzieht und/oder zu eng wird (oder zu eng bleibt).

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