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6 wichtige Sicherheitshinweise fürs Nachtschnorcheln

Schnorcheln bei Nacht ist eine ganz neue Erfahrung, die sich deutlich vom Schnorcheln bei Tageslicht unterscheidet. Nachts findest du andere Fischarten vor. Es sind sogar einige Raubtiere unterwegs.

Die Korallenriffe sind bei Nacht ebenfalls aktiver. Häufig können Schwärme von Plankton beobachtet werden. An einigen wenige Orten kannst du Algen entdecken, die nachts glühen. Biolumineszenz wird das genannt.

So gut das alles auch klingt – Nachtschnorcheln kann gefährlich sein. Nachts zu schwimmen ist immer mit Gefahren verbunden. Zudem sind keine Rettungsschwimmer vor Ort, sollte es zu einer Notsituation kommen. Wer bei Nacht Schnorcheln möchte, sollte folgende Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

1. Eine gründliche Planung

Auf Schnorcheltrips bei Nacht solltest du genau wie auf Trips bei Tag nie alleine gehen. Gerade nachts ist es gefährlicher, weil die Sicht doch stark eingeschränkt ist. Schnapp dir daher immer einen Kumpel, mit dem du gemeinsame Schnorcheln gehen kannst.

In der Planung des Trips spielt auch der Ort eine entscheidende Rolle. Wählt gemeinsame einen Spot aus, an denen ihre beide bereits wart. Auf diese Weise kennt ihr euch mit der Umgebung aus und könnt im Notfall besser zum Einstiegspunkt zurückfinden.

Bevor ihr aufbrecht, solltet ihr mindestens einer weiteren Person von euren Plänen erzählen und dieser den genauen Ort mitteilen. Besprecht ebenfalls, was im Notfall passieren soll.

2. Achtet auf klares Wetter und den Mond

Wählt eine Nacht mit klarem Himmel für euren nächtlichen Schnorcheltrip. Sind wenige Wolken am Himmel und der Mond möglichst voll, ist es trotz der nächtlichen Zeit recht hell. Im Stockdunkeln fällt die Orientierung im Wasser schwer und kann schnell zu Gefahrensituationen führen. Bei klarem Wetter und Vollmond sieht es sich am besten.

3. Bereite die Ausrüstung vor

Vor der Tour muss auch die Ausrüstung vorbereitet werden. Zum einen sollte die Brille behandelt werden, damit die Schnorchelmaske nicht beschlägt. Zum anderen muss die Schnorchelmaske dicht sein, damit du auch etwas von den fantastischen Unterwasserwelten siehst.

4. Verstehe die Gezeiten

In der Planung sollten die Gezeiten beachtet werden. Auf Webseiten von Wassersportstationen oder der Küstenwache finden sich Gezeitentabellen. Das Wissen, wann Flut und Ebbe einsetzen und enden, ist wichtig für die Planung deiner Tour. Beispielsweise sind bestimmte Areale nur bei Flut erreichbar. Die einsetzende Ebbe sollte möglichst vermieden werden.

5. Statte dich richtig aus

Macht euch zudem mit der Ausrüstung vertraut. Mit einem neuen Ausrüstungsteil solltest du nicht direkt nachts schnorcheln gehen. Teste neue Teile zunächst bei Tageslicht aus.

Für Nachtschnorcheln braucht es etwas mehr Ausrüstung als für Touren am Tag. Sowohl du als auch dein Schnorchel-Kumpel benötigt eine Unterwassertaschenlampe.

Weiterhin sollte ihr euch beide eine Trillerpfeife mit einer Schlaufe um den Hals hängen oder um das Handgelenk binden. Im Notfall kann sich die Pfeife als Lebensretter erweisen, wenn es Rettungskräften ermöglichst, euch in der Dunkelheit auszumachen.

Beim Nachtschnorcheln gehört definitiv das Tragen einer Rettungsweste hinzu. Eine kleine Schnorchelweste erweist sich bei Tageslicht als hilfreich, jedoch sind die Westen nicht darauf ausgerichtet, einen Körper sicher über Wasser zu halten. Richtige Rettungswesten sind derart gebaut, dass sie selbst im Falle einer Ohnmacht, das Gesicht immer nach oben drehen und ein Ertrinken damit verhindern.

Nachts ist es zudem kühler als bei Tage. Ein Neoprenanzug schützt dich vor dem kalten Wasser und gleichzeitig auch vor Verletzungen.

6. Die richtige Art der Kommunikation

Die Kommunikation mit deinem Schnorchel-Kumpel ist nicht immer einfach. Über längere Distanzen ist dies nur bedingt möglich. Die Taschenlampe oder die Pfeife können zwar genutzt werden, erweisen sich in der Praxis allerdings als anspruchsvoll.

Bleibe am besten nahe bei deinem Kumpel. Über Wasser könnt ihr einfach reden. Seid ihr beide mit den Gesichtern unter Wasser könnt ihr euch rufen, indem ihr euch mit der Taschenlampe anleuchtet und euch dann mit Handzeichen verständigt. Wer auf etwas Bestimmtes hinweisen möchte, leuchtet einfach mit der Taschenlampe darauf.

Kommunikation mit dem Ufer ist meistens nicht möglich. Handzeichen werden nicht erkannt und Lichtsignale sind schwer zu deuten. Boote, die euch im Wasser bemerken und nur mal nach dem Rechten sehen wollen, könnt ihr durch das Malen eines großen „O“ signalisieren, dass ihr OK seid.


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