Das Itiwit R500 ist ein Race Board: 427 Zentimeter lang, 63 Zentimeter breit, 15 Zentimeter dick. Diese Zahlen sagen schon alles über den Einsatzzweck, denn 63 Zentimeter Breite sind rund 20 Zentimeter weniger als bei einem Allrounder.
Wir haben das Board gefahren, aufgepumpt, zerlegt und uns jedes Detail angesehen: die Bauweise, die Steifigkeit, das Ventil, das Deckpad und das Zubehör, das im Rucksack liegt.

Das Ergebnis vorweg: Für Fortgeschrittene ist das R500 eines der interessantesten aufblasbaren Race Boards überhaupt. Für Einsteiger ist es die falsche Wahl, und das liegt nicht an der Qualität.
Itiwit R500
Wer sicher auf einem Allrounder steht und schneller werden will, findet hier ein ausgereiftes Board. Als erstes SUP ist es ungeeignet.
Spricht dafür
- Sehr steif dank Dropstitch mit Polyethylen-Stringern
- Bis 17 psi aufpumpbar
- Spitze Nose, läuft ausgezeichnet geradeaus
- Kickpad am Heck für schnelle Wendungen
- Nur 13 Kilogramm bei 427 Zentimetern Länge
- Drehventil von hoher Qualität
- Leash und Transportrucksack liegen bei
- In 12'6 und 14 Fuß erhältlich
Spricht dagegen
- 63 Zentimeter Breite, für Anfänger deutlich zu schmal
- Kein Paddel im Set
- Keine Pumpe im Set, bei 17 psi ein spürbarer Zusatzkauf
- Nur ein sehr kleines Gepäcknetz an der Nose
- Keine zusätzlichen D-Ringe
- Traglast von 110 Kilogramm begrenzt
- Nur über Decathlon erhältlich
- Wie groß ist das Board?
- 427 Zentimeter lang, 63 Zentimeter breit und 15 Zentimeter dick, mit 290 Litern Volumen.
- Wie viel wiegt es?
- 13 Kilogramm.
- Auf wie viel psi wird es aufgepumpt?
- Bis 17 psi, das dauert von Hand rund acht Minuten.
- Für wen ist es gedacht?
- Für Fortgeschrittene, die Tempo und Strecke wollen.
Das Board im Video
Bauweise und Einsatzgebiet
Ein Race Board ist lang und schmal, weil beides Tempo bringt: Die Länge verlängert die Wasserlinie, die schmale Form senkt den Widerstand. Genau diese Kombination kostet aber Kippstabilität, und deshalb steht am Anfang eines Race Boards immer die Frage, ob man schon sicher genug steht.

Die Nose läuft spitz und lang aus und schneidet das Wasser, statt es vor sich herzuschieben. Das Heck ist schmal und gerade, was dem Board bei Tempo Spur gibt. Beides zusammen ergibt ein Brett, das nach wenigen Zügen deutlich schneller unterwegs ist als jeder Allrounder.

Angeboten wird das R500 in zwei Längen, als 12'6 und als 14 Fuß. Die längere Variante läuft besser geradeaus und ist im Wettkampf die verbreitete Klasse, die kürzere ist im Handling entspannter.
Die Traglast liegt bei 110 Kilogramm, ideal fährt sich das Board bei 60 bis 80 Kilogramm Fahrergewicht. Wer schwerer ist, sinkt tiefer ein, und genau bei einem schmalen Board macht sich das sofort in der Balance bemerkbar.
Die Bewertung im Einzelnen
Technische Daten
Fahreigenschaften
Auf dem Wasser nimmt das R500 sofort Fahrt auf. Jeder Zug bringt spürbar Strecke, und das Board hält seine Linie, statt bei jedem Paddelschlag zur Seite zu drehen. Dafür sorgen die Länge und die abnehmbare Finne, die im Slide-In-System sitzt.

Bei der Stabilität muss man ehrlich sein: Für ein 63 Zentimeter schmales Board steht man erstaunlich sicher, was an der ordentlichen Dicke und dem breiten Standbereich liegt. Verglichen mit einem Allrounder mit 80 Zentimetern Breite ist es trotzdem ein anderes Spiel.

Fortgeschrittene brauchen ein bis zwei Übungsstunden, dann sitzt das Gefühl. Einsteiger dagegen verbringen die ersten Stunden im Wasser statt auf dem Board. Für die ersten Versuche gehört ein Allrounder her, etwa aus unserem SUP Board Test, und der Wechsel auf ein Race Board kommt danach.
Material und Verarbeitung
Das R500 entsteht im Dropstitch-Verfahren, bei dem tausende Polyesterfäden Ober- und Unterseite verbinden. Dazu kommen Stringer aus Polyethylen, also verstärkende Bänder an den Seiten, die dem Board zusätzliche Längssteifigkeit geben. Genau diese Kombination fehlt den meisten günstigen Boards.

Im Test war das Ergebnis eindeutig: Bei vollem Druck gibt das Board unter Körpergewicht praktisch nicht nach. Ein durchhängendes Board kostet bei jedem Zug Energie, und deshalb ist Steifigkeit bei einem Race Board keine Nebensache, sondern der halbe Zweck.

Auch die Rails, also die Seitenkanten, sind sauber verklebt und robust genug, dass Kontakt mit Ästen oder Steinen im flachen Wasser keine Sorge macht. Für den Ernstfall liegt ein Reparaturset bei.
Design und Features
Optisch bleibt das R500 in Grau und Gelb zurückhaltend. Interessanter sind die Details.
- Deckpad. Großflächig, aus rutschfestem Schaumstoff mit eingearbeiteten Rillen. Es hält die Füße auch dann an ihrem Platz, wenn Wasser über das Board läuft.
- Kickpad. Zweiteilig am Heck. Es markiert die Stelle, an der man für einen Pivot-Turn zurücktritt, um das Board auf der Stelle zu drehen.
- Tragegriff. Einer, mittig auf dem Deckpad am Schwerpunkt.
- Gepäcknetz. Nur ein sehr kleines an der Nose. Für eine Trinkflasche reicht es, für Tagesgepäck nicht.
- Ventil. Decathlon setzt auf ein Drehventil, bei dem zum Öffnen und Schließen das gesamte Ventil gedreht wird. Es macht den wertigsten Eindruck des ganzen Boards.
- D-Ringe. Über den Anschluss für die Leash hinaus sind keine vorhanden.




Das Zubehör im Einzelnen

Rucksack. Ein Transportrucksack liegt bei, in den Board und Zubehör passen. Bei 13 Kilogramm Boardgewicht ist ein Rucksack mit Tragesystem der richtige Weg, weitere Modelle stehen im SUP Rucksack Test.

Leash. Eine weiche Leash gehört zum Lieferumfang. Das ist erfreulich, weil viele Hersteller ausgerechnet an dieser Stelle sparen. Worauf es bei der Bauform ankommt, steht im SUP Leash Test.

Paddel. Nicht enthalten. Bei einem Race Board ist das nachvollziehbar, weil die Paddellänge und das Blatt zum Fahrstil passen müssen. Rechnen sollte man trotzdem damit, siehe SUP Paddel Test.
Pumpe. Ebenfalls nicht enthalten, und das ist der teurere der beiden Nachkäufe. 17 psi erreicht man nicht mit jeder Pumpe, und von Hand dauert es rund acht Minuten. Wie es schneller geht, steht unter SUP Board aufpumpen.

Finne und Reparaturset. Die abnehmbare Finne liegt bei, ebenso ein Reparaturset für kleine Schäden. Ersatzteile hält Decathlon über die eigenen Servicepunkte bereit.
Lieferumfang
- Itiwit R500 Board
- Transportrucksack
- Abnehmbare Finne (Slide-In)
- Leash
- Reparaturset
Das ist nicht dabei
- Paddel
- Luftpumpe
- SUP-Sitz
- Schwimmweste
Stärken und Schwächen
Spricht dafür
- Sehr steif dank Dropstitch und Polyethylen-Stringern
- Bis 17 psi belastbar
- Spitze Nose und gerades Heck, ausgezeichneter Geradeauslauf
- Deutlich schneller als jeder Allrounder
- Kickpad am Heck für Pivot-Turns
- Nur 13 Kilogramm bei 427 Zentimetern
- Hochwertiges Drehventil
- Leash im Lieferumfang
- Ersatzteile über Decathlon verfügbar
Spricht dagegen
- 63 Zentimeter Breite, für Einsteiger zu schmal
- Kein Paddel im Set
- Keine Pumpe im Set
- Nur ein sehr kleines Gepäcknetz
- Keine zusätzlichen D-Ringe
- Traglast auf 110 Kilogramm begrenzt
- Aufpumpen dauert rund acht Minuten
- Nicht bei Amazon erhältlich
Alternativen
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
Die Breite entscheidet, nicht die Marke. Unter 70 Zentimetern wird jedes Board zur Balanceübung. Wer noch nicht sicher steht, verliert auf einem Racer die Freude, egal wie gut er gebaut ist.
Die Pumpe mit einrechnen. 17 psi schaffen nicht alle Handpumpen, und eine elektrische Pumpe kostet extra. Bei einem Board ohne beiliegende Pumpe gehört dieser Posten in die Rechnung.
Zwischen 12'6 und 14 Fuß entscheiden. Die 14-Fuß-Variante ist im Wettkampf die verbreitete Klasse und läuft besser geradeaus, die kürzere ist handlicher und leichter zu verstauen.
Auf die Traglast achten. 110 Kilogramm sind die Obergrenze für Fahrer und Gepäck zusammen. Die beste Leistung liefert das Board bei 60 bis 80 Kilogramm Fahrergewicht.
Häufige Fragen
Auf wie viel psi kann das Itiwit R500 aufgepumpt werden?
Bis auf 17 psi. Diesen Druck sollte man auch ausreizen, weil die Steifigkeit und damit das Gleitverhalten direkt daran hängen.Wie lange dauert das Aufpumpen?
Von Hand rund acht Minuten. Der hohe Zieldruck macht die letzten Hübe deutlich anstrengender als bei einem Allrounder mit 15 psi.Ist das R500 für Anfänger geeignet?
Nein. Mit 63 Zentimetern Breite verlangt es Balance, die man sich auf einem Allrounder holt. Der Wechsel lohnt sich, sobald man dort sicher steht.Sind Paddel und Pumpe im Set enthalten?
Beides nicht. Im Lieferumfang liegen Rucksack, Finne, Leash und Reparaturset, Paddel und Pumpe kommen dazu.Wie viel Gewicht trägt das Board?
Maximal 110 Kilogramm inklusive Gepäck. Die beste Performance liefert es bei einem Fahrergewicht von 60 bis 80 Kilogramm.Gibt es das Board in mehreren Größen?
Ja, als 12'6 und als 14 Fuß. Die längere Variante ist schneller und spurtreuer, die kürzere handlicher.Wo kann man das Itiwit R500 kaufen?
Ausschließlich bei Decathlon, da Itiwit die Eigenmarke des Händlers ist. Bei Amazon wird es nicht angeboten.Lohnt sich das Itiwit R500?
Itiwit R500
Handwerklich ist das R500 stark: Dropstitch mit Stringern, 17 psi, ein Ventil, das man so bei teureren Boards erwartet, und ein Gewicht von nur 13 Kilogramm bei 427 Zentimetern Länge. Auf dem Wasser macht es genau das, wofür ein Racer gebaut ist.
Zwei Punkte gehören eingeplant: Paddel und Pumpe fehlen im Set, und die 63 Zentimeter Breite setzen Erfahrung voraus. Wer die noch sammelt, findet unter den aufblasbaren SUP Boards und im Decathlon SUP Board Test passendere Modelle.




