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Bootfahren ohne Führerschein: Ist das erlaubt?

Gruppe von Jugendlichen fragt sich, ob man ohne Führerschein Bootfahren darf

Jeder, der ein Boot ohne Führerschein in Betrieb nimmt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Bußgelder nicht zu entrichten sind, wenn es sich um ein führerscheinfreies Boot handelt. Wenn eine Binnenschifffahrtstraße befahren wird, muss mit Sanktionen von 250 Euro bis 5.000 Euro gerechnet wird. Sollte ein Sportboot befahren werden ohne eine Fahrerlaubnis, dann muss mit Sanktionen von 150 Euro und 500 Euro gerechnet werden.

Welche Regeln müssen beachtet werden?

Es ist wichtig zu wissen, dass auch bei einem führerscheinfreien Boot Regeln eingehalten werden müssen. Grundsätzlich ist es so, dass die Regelungen über das Bootfahren ohne Führerschein sehr verwirrend sind und auch regional unterschiedlich. Aufgrund dessen ist sehr wichtig, sich vorab genau zu informieren, wenn ein Boot ohne Führerschein in Betrieb genommen werden soll.

Ist es erlaubt, ein Boot ohne einen Führerschein zu steuern?

Zuerst einmal muss erwähnt werden, dass einige Wasserfahrzeuge auch ohne einen Führerschein in Betrieb genommen werden dürfen. Dies resultiert daraus, da einige Fahrzeuge auch ohne Fahrerlaubnis benutzt werden dürfen. Hierfür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Ob ein Motorboot ohne Führerschein befahren werden darf, ist von der Motorleistung abhängig. Im Recht wird zwischen der Sportschiff- und der Berufsschifffahrt unterschieden. Jedes Wasserfahrzeug, welches mindestens einen Rumpf besitzt, ist als Sportboot zu betrachten. Dies können Segel- und Motorboote oder gar Yachten sein.

Das erlaubte Befahren der Boote ist jedoch nicht nur von der Motorleistung abhängig, sondern auch von bestimmten Werten bei der Leistung sowie der Länge des Fahrzeugs. Allgemein kann beachtet werden, dass ein Boot dann ohne Führerschein befahren werden darf, wenn es nicht mehr als 15 PS hat und wenn es nicht mehr als 15 Meter ist. Die Werte können regional anders aussehen.

Was sind führerscheinfreie Boote überhaupt?

Es kann erkannt werden, dass es Unterschiede in der Leistung des Motors und der Größe des Fahrzeugs gibt. Davon hängt ab, ob es erlaubt ist, das Boot ohne Führerschein zu steuern oder nicht. Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass jedes Wasserfahrzeug, welches kein Sportboot ist (auch keinen Schlauchboot Motor hat) kürzer als 15 Meter ist und unter 15 PS hat, ohne Führerschein gefahren werden darf. Zu dieser Kategorie sind kleine Segelboote, Tretboote, Ruderboote und natürlich Schlauchboote zu zählen.

Wann ist es wichtig zu wissen, ob für das Steuern des Boots ein Führerschein benötigt wird?

Das ist vor allem während des Urlaubs und bei einer Ausflugstour der Fall. Der Bootsverleih ohne Führerschein ist auch an einige Vorgaben gebunden. Grundsätzlich ist der Verleih dann nicht an einen Führerschein gebunden, wenn es sich um ein führerscheinfreies Boot handelt oder um gar kein richtiges Boot. Beispielsweise zählt ein Floss lediglich zu den Schwimmkörpern und nicht zu den Sportbooten.

Welche Unterschiede sind bei den einzelnen Bootstypen vorhanden?

Wie bereits erwähnt ist es von einigen Aspekten abhängig, ob das Boot ohne einen Führerschein gefahren werden darf oder nicht. In den meisten Fällen weisen Motorboote entweder einen Elektromotor oder einen oder mehrere Verbrennungsmotoren auf. In der Regel können die Fahrzeuge sowohl auf Küsten- als auch auf Binnengewässern benutzt werden.

Damit ein Motorboot zu den führerscheinfreien Motorbooten zählt, darf es nicht mehr als 11,03 kW an Leistung aufbringen. Solange kleinere Kajütboote und Schlauchboote die vorgegebene Motorleistung nicht überschreiten, darf das Boot ohne einen Führerschein in Betrieb genommen werden.

Jedes Segelboot, welches über einen Motor verfügt, darf nur dann führerscheinfrei in Betrieb genommen werden, wenn es unter 15 PS hat. Sollte ein Boot keinen Motor aufweisen, darf es nur dann ohne Führerschein in Betrieb genommen werden, wenn es nicht zu lang ist und die Segelfläche die Vorschriften einhält.

Kann ein Hausboot ohne einen Führerschein in Betrieb genommen werden?

Viele Hausboote besitzen einen Motor, welcher die Leistung von 15 PS niemals erreichen wird. Das Problem ist allerdings darin zu finden, dass sie eine gewisse Länge aufweisen können, sodass das Fahren ohne Führerschein damit nicht erlaubt ist.

Nun stellt sich die Frage, ob ein solches Boot ohne einen Führerschein in Betrieb genommen werden darf. In der Regel ist die Inbetriebnahme ohne einen Führerschein zwar erlaubt, dennoch sollte man sich vorab genau über die seefahrtrechtlichen und maritimen Regelungen erkunden. Grundsätzlich ist es möglich, ein Boot zu mieten, obwohl kein Führerschein vorhanden ist. Die regionalen Sonderbestimmungen und bestimmten Einschränkungen müssen jedoch unbedingt beachtet werden.

Bei der Bootsübergabe muss zwingend eine Schulung erfolgen. Außerdem kann regional eine Probefahrt vorgeschrieben sein. Weitere Vorschriften können auch anfallen. Diese können zum Beispiel sein, dass ein bestimmtes Gebiet nicht verlassen werden darf oder das in der Nacht keine Inbetriebnahme des Bootes erfolgen darf. Darüber hinaus kann es erforderlich sein, für die Mietdauer eine Charterbescheinigung mitzuführen. Diese hat jedoch einen gewaltigen Vorteil, sie kann nämlich als Ersatz für den Führerschein gelten.

Folgende Abweichungen für die Pflicht zu einem Führerschein ergeben sich im europäischen Ausland:

  • Dänemark: Versicherung empfohlen, ab vier Meter Länge und 25 PS besteht eine
  • Führerscheinpflicht
  • Polen: Versicherung empfohlen, Führerscheinpflicht besteht
  • Frankreich: Versicherung empfohlen, Führerscheinpflicht besteht
  • Belgien: Versicherung empfohlen, Führerscheinpflicht ab 15 Meter Länge oder 20 km/h
  • Luxemburg: Versicherung empfohlen, Führerscheinpflicht ab 15 Meter Länge oder 20 km/h
  • Niederlande: Versicherung ab 20 km/h verpflichtend, Führerscheinpflicht ab 15 Meter Länge oder 20 km/h
  • Italien: Versicherung verpflichtend, Führerscheinpflicht entspricht den nationalen Regelungen
  • Kroatien: Versicherung ab 15 km/h verpflichtend, Führerscheinpflicht unabhängig von der Motorleistung

Welche Dinge müssen im Zuge des Charterns im Vorfeld und im Hafen erledigt werden?

Im Vorfeld:

Im Vorfeld sollte die Kaution geklärt werden sowie die Zahlungsmöglichkeit. Außerdem sollte die Ausstattung beachtet werden. Gegebenenfalls können gegen Aufpreis ein Beiboot, ein Außenborder, Bettwäsche und Handtücher dazu gebucht werden. Es sollte sich auch über die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort und den Transfer vom Flughafen zum Schiff informiert werden. Letztlich sollte auch darauf geachtet werden, ob das Schiffsübernahme-Protokoll schon im Vorfeld erhältlich ist.

Im Hafen:

Jeder, der für das Chartern am Hafen angekommen ist, sollte sich bei der Rezeption melden, damit ein Termin für die Schiffsübernahme ausgemacht werden kann. Für Pannen und Hilfeleistung sollten sich die Betroffenen unbedingt die Notfallnummer geben lassen. Letztlich ist es auch sehr wichtig, sich darüber zu informieren, wo vor der Rückgabe getankt werden kann und bis wann das Boot zurückgegeben werden muss.

Fazit

Zusammenfassend kann somit geschlussfolgert werden, dass ein Schlauchboot auch ohne einen Führerschein in Betrieb genommen werden kann, wenn einige Vorschriften eingehalten werden.

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