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Schwimmen im Winter: 7 Tipps für das Eisbaden

Jedes Jahr zur Winterzeit findet man an den Gewässern die besonders hartgesottenen Personen, die selbst bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch draußen schwimmen gehen.

Das Schwimmen im Winter oder auch Eisbaden kann sich förderlich auf die Gesundheit auswirken, wenn es vernünftig durchgeführt wird.

Deshalb ist es kein Wunder, dass immer mehr Personen ihr Glück bei einem Eisbad versuchen. Dieser Artikel geht auf die wichtigsten Tipps ein, damit das Eisbaden nicht nur gesund, sondern auch sicher ist.

Warum tun manche Leute sich das an?

Diese Frage wird den meisten in den Sinn kommen bei der Vorstellung bei Null Grad in eiskaltes Wasser einzutauchen – und das im Freien.

Der abrupte Temperaturunterschied veranlasst den Körper der badenden Person dazu, dass Wärme produziert, wird sowie eine Weitung der Gefäße stattfindet.

Das stabilisiert den Kreislauf und zusätzlich sorgt der Temperaturimpuls für die Ausschüttung von Adrenalin und diversen Endorphinen.

Dies hilft gerade Sportlern bei der Regeneration von den anstrengenden Trainingseinheiten und das Immunsystem wird durch den Kältereiz ebenfalls gestärkt.

Ist Schwimmen im Winter gefährlich?

Auch wenn die Idee hinter dem Eisbaden grundsätzlich gesund ist, so gibt es dabei doch einiges zu beachten. Gerade für untrainierte Menschen kann der abrupte Temperaturunterschied beim Baden im „kühlsten“ Nass gefährlich werden.

Der Körper kann unter Umständen einen Kälteschock oder auch Herzrhythmusstörungen erleiden.

Deshalb bedarf es einer guten Vorbereitung, damit es beim winterlichen Schwimmen zu keinem Unglück kommt. Menschen mit Kreislauferkrankungen, sollten auf das Eisbaden in jedem Falle verzichten.

Kann jeder einfach Eisbaden?

Diese Frage kann nur eine Person beantworten – und das ist der Arzt. Wer mit dem Gedanken spielt, den Winter zum Schwimmen an der frischen Luft zu nutzen, sollte auf jeden Fall mit seinem Arzt sprechen. Auch sehr sportliche Personen sollten das tun.

Dieser wird die entsprechenden Untersuchungen veranlassen, um festzustellen, ob Körper und Kreislauf die für durch das Eisbaden eintretenden Belastungen gewappnet sind.

Wer vom Arzt grünes Licht bekommen hat, kann sich schon einmal freuen. Denn bald geht es los.

Tipp # 1: Auf die Vorbereitung kommt es an

Wie bei so vielem im Leben kommt es auch beim Eisbaden auf die richtige Vorbereitung an. Selbst die sportlichsten Personen sollten nicht von „Null auf 100“ agieren. Stattdessen ist den Interessenten angeraten, dass sie unter dem Jahr zunächst mit kalten Duschen beginnen.

Unter der Dusche dreht man die Wassertemperatur immer weiter zurück, während von den Füßen ausgehend der gesamte Körper mit dem Duschkopf abgespritzt wird.

Am Anfang halten die meisten Personen die Kälte nur ein paar Sekunden aus. Das ist kein Problem, denn mit der Zeit gewöhnt man sich an die Temperaturen.

Damit der Übergang leichter fällt, ist es angeraten aus dem Sommer „herauszubaden“.

Ergo man geht im Frühherbst über den Spätherbst bis hin zum Winter regelmäßig draußen schwimmen. Dadurch wird der Körper an die immer kälter werdende Außentemperatur gewöhnt und man fühlt sich irgendwann sogar fitter.

Tipp # 2: Die passende Ausrüstung

Wenn der Tag dann gekommen ist, darf die passende Ausrüstung auf keinen Fall fehlen. Hände und Füße sollten besonders geschützt werden, da diese Körperareale am schnellsten auskühlen.

Deshalb niemals die Hände unter Wasser bringen – stattdessen hält man diese über Kopf aus dem Wasser.

Neoprenschuhe oder Laufschuhe, sollten beim Gang in das Wasser getragen werden. Barfuß ins Wasser zu gehen ist keine gute Idee.

Ein Behältnis für die nassen Badesachen sollte ebenfalls mit von der Partie sein, genauso wie eine kleine Matte, auf die man sich draufstellen kann.

Ein Bademantel, Wechselkleidung sowie ein Handtuch zum Abtrocknen gehören unbedingt noch auf die Liste mit den passenden Ausrüstungsgegenständen.

Tipp # 3: Niemals alleine gehen

Selbst die athletischsten Personen sollten auf keinen Fall alleine zum Eisbaden gehen. Es bedarf nur eines schlechten Tages, damit es zu einem Unglück kommt.

Ein weiterer Mitstreiter kann im Fall der Fälle Hilfe holen bzw. selbstständig Erste Hilfe leisten. Außerdem wird das Ganze zu zweit auch deutlich mehr Spaß machen.

Tipp # 4: Nicht zu lange baden

Auch beim Schwimmen im Winter gilt: „Weniger ist mehr“. Die Badezeit sollte am Anfang nur wenige Sekunden betragen – und auch später maximal ein paar Minuten.

Sobald das Kribbeln, welches man beim Eisbaden erfährt, zu einem Stechen wird, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man das Wasser spätestens verlassen sollte. Falscher Stolz führt in dieser Konstellation früher oder später zu ernsthaften körperlichen Folgen. Man will schließlich nicht aus dem Wasser kommen und wie ein Eiszapfen aussehen.

Tipp # 5: Vorher aufwärmen

Es ist tunlichst zu vermeiden, „kalt“ in das Wasser zu gehen. Stattdessen wird es den Personen, die ein Eisbad nehmen wollen, empfohlen, dass diese sich im Vorfeld warm machen.

Eine Runde Joggen in warmer Winterkleidung eignet sich hierfür besonders gut. Ist der Körper dann auf „Betriebstemperatur“ gekommen, kann damit begonnen werden, langsam in das kühle Nass zu gleiten.

Tipp # 6: Unterkühlung vermeiden

Um Unterkühlungen zu verhindern, sollte man sich so schnell es geht abtrocknen und in die Wechselkleidung begeben, wenn das Wasser wieder verlassen wurde.

Ansonsten riskiert man eine Unterkühlung. Diese riskiert auch, wer zu lange im Wasser bleibt. Eisbaden ist gerade am Anfang nur eine Sache von Sekunden.

Tipp # 7: Am Ball bleiben

Wer geeignet ist und das erste Mal Winterbaden gut überstanden hat, sollte an der Sache weiterarbeiten, um die Benefits zu spüren. Ein einmaliges Erlebnis ist zwar schön, bringt aber lange nicht so viel wie regelmäßiges Eisbaden.

Mit einem Mal in der Woche kann gestartet werden, später geht man dann auf zwei Einheiten hoch. Aber all das sollte wieder mit dem Arzt besprochen werden. Die von ihm ausgesprochene Höchstgrenze sollte angezielt werden, wenn es um die Anzahl der Badeeinheiten pro Woche geht.

Fazit

Winterbaden ist eine schöne Sache und sollte von jedem einmal versucht werden, der medizinisch dazu in der Lage ist. Um den Gefahren aus dem Weg zu gehen, ist ein klärendes Gespräch mit einem Arzt im Vorfeld des ersten Eisbades eine sinnvolle Entscheidung.

Wer grünes Licht bekommen hat, bereitet sich über die Monate langsam auf das Eisbad vor, indem kalt geduscht wird und der Herbst zum Baden an der frischen Luft hergenommen wird.

Zudem wird durch regelmäßiges Winterbaden der Kreislauf wie auch das Immunsystem gestärkt. In manchen Ländern ist das Ganze deshalb eine richtige Tradition geworden. Zum Beispiel in den skandinavischen Ländern.

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