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Ein ferngesteuertes Boot für Erwachsene unterscheidet sich vom Spielzeugboot an drei Stellen: Geschwindigkeit, Funkreichweite und Motorbauart. Unter 15 Kilometern pro Stunde wird es auf einem See schnell langweilig, unter 50 Metern Reichweite ist das Boot außer Sichtweite, bevor es Spaß macht, und ein Bürstenmotor gibt nach einigen Betriebsstunden auf.

Die Preisspanne ist entsprechend groß. Für 40 Euro gibt es Doppelpacks mit 15 Kilometern pro Stunde, mit denen zwei Leute gegeneinander fahren können. Für gut 100 Euro bekommt man ein wassergekühltes Brushless-Boot, das 30 Kilometer pro Stunde erreicht und das Tempo auch über Jahre hält.

Wir haben sechs Boote verglichen und dabei auf die Punkte geachtet, die im Betrieb wirklich zählen: tatsächliche Fahrzeit je Akku, Verhalten nach dem Kentern und Alarm bei schwachem Akku. Für den heimischen Pool sind andere Modelle sinnvoller, dazu unser Vergleich der ferngesteuerten Boote für den Pool.

6Boote im Vergleich
30 km/hSpitzengeschwindigkeit im Vergleich
120 mgrößte Funkreichweite
3Modelle als Doppelpack für Rennen

Die Top 3 auf einen Blick

Beste Wahl
Carson Waveracer Brushless 2.4GHz 100% RTR - Ferngesteuertes Boot, RC Boot, Ferngesteuertes Spielzeug für Kinder und Erwachsene, inklusive Fernsteuerung
30 km/h mit wassergekühltem Brushless-Außenläufer, Alu-Motorhalterung und Rückwärtsgang.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
YESHIN RC Boot 25 km/h, 2,4 GHz High Speed Ferngesteuertes Boot - Grün
25 km/h, 120 Meter Reichweite, zwei Akkus und Selbstaufrichtung.
Längste Fahrzeit
JONRRYIN Ferngesteuertes Boot 2 Stück, RC Boot mit LED-Licht für Pools und Seen, 2,4 GHz Ferngesteuerte Boote RC Rennboot, Speedboot Poolspielzeug für Kinder und Erwachsene
Zwei Boote, je 100 Minuten Fahrzeit und 30 Minuten Ladezeit.

Alle Boote im Vergleich

ModellHöchstgeschwindigkeitFahrzeit je AkkuReichweitePreisklasse
Carson WaveracerBeste Wahl30 km/hkeine Herstellerangabekeine Herstellerangabe€€€€
YESHIN Rennboot GrünBestes Preis-Leistungs-Verhältnis25 km/hrund 20 Minuten, 40 mit beiden Akkus120 Meter€€
JONRRYIN DoppelpackLängste Fahrzeit15 km/h100 Minuten mit zwei AkkusAlarm ab 80 Meter
YESHIN RennbootMit Autorückkehr25 km/hrund 40 Minuten mit beiden Akkus120 Meter€€€
Doppelpack Dual-SpeedFür Einsteiger15 km/h, umschaltbar auf 84 Akkus à 1200 mAh60 Meter€€
YOOHBERRYS DoppelpackGünstigster Doppelpack15 km/h50 bis 120 Minuten60 Meter

Die Boote im Einzelnen

  • Höchstgeschwindigkeit30 Kilometer pro Stunde
  • Motorwassergekühlter Brushless-Außenläufer
  • MotorhalterungAluminium
  • AntriebswelleStahl
  • Rückwärtsgangvorhanden
  • LieferzustandRTR, fahrfertig aufgebaut
  • HerstellerCarson, seit über 30 Jahren am Markt
  • Kühlungaktive Wasserkühlung

Geeignet für: Wer ein Boot will, das auch nach der dritten Saison noch Vollgas fährt

Das Carson Waveracer ist das einzige Boot in diesem Vergleich, das technisch in einer anderen Liga spielt. Der wassergekühlte Brushless-Außenläufer hat keine Kohlebürsten und damit kein Verschleißteil, das nach zwanzig Betriebsstunden getauscht werden muss. Die Wasserkühlung sorgt dafür, dass die Leistung auch nach zehn Minuten Vollgas nicht einbricht.

Ebenso wichtig sind die Kleinigkeiten: Aluminium statt Kunststoff bei der Motorhalterung und eine Stahlantriebswelle. Genau diese beiden Teile sind es, die bei billigen Booten nach einer Grundberührung ausschlagen oder brechen. Der Rückwärtsgang ist der praktischste Ausstattungspunkt überhaupt, weil ein Boot ohne ihn im Schilf schlicht liegen bleibt.

Was der Hersteller schuldig bleibt, sind Angaben zu Fahrzeit und Funkreichweite. Und 30 Kilometer pro Stunde wollen beherrscht werden: Auf einem kleinen Weiher ist das Boot in drei Sekunden am anderen Ufer. Wer zum ersten Mal ein RC-Boot fährt, sollte mit einem der langsameren Modelle anfangen.

Spricht dafür

  • Mit 30 Kilometern pro Stunde das schnellste Boot im Vergleich
  • Brushless-Außenläufer hat keine Kohlebürsten, die verschleißen
  • Aktive Wasserkühlung verhindert das Abregeln nach wenigen Minuten
  • Motorhalterung aus Aluminium statt Kunststoff
  • Stahlantriebswelle statt Kunststoffwelle
  • Rückwärtsgang, damit lässt sich das Boot aus Schilf und Ufernähe zurückholen
  • RTR geliefert, es muss nichts montiert werden
  • Etablierte deutsche Marke mit Ersatzteilversorgung
  • Als einziges Boot hier auf Dauerbetrieb ausgelegt

Spricht dagegen

  • Mit Abstand teuerstes Boot im Vergleich
  • Keine Herstellerangabe zur Fahrzeit je Akku
  • Keine Angabe zur Funkreichweite
  • 30 Kilometer pro Stunde sind für Anfänger schwer beherrschbar
  • Kein zweiter Akku im Lieferumfang
  • Nur ein Boot, für Rennen braucht es zwei
  • Auf kleinen Teichen kaum ausfahrbar
Platz 2

YESHIN Rennboot in Grün

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Höchstgeschwindigkeit25 Kilometer pro Stunde
  • Reichweite120 Meter
  • Akkus2 x 7,4 Volt mit 700 Milliamperestunden
  • Fahrzeitrund 40 Minuten mit beiden Akkus
  • Dichtigkeitdoppelt wasserdicht
  • KühlungWasserkühlung
  • SelbstaufrichtungFlip-Funktion per Knopfdruck
  • Demomodusacht vorprogrammierte Manöver

Geeignet für: Der beste Kompromiss aus Tempo, Reichweite und Preis

Das grüne YESHIN trifft den Punkt, an dem der Preis noch vernünftig und die Leistung schon ernstzunehmen ist. 25 Kilometer pro Stunde reichen aus, um auf einem See Wellen zu ziehen, und die 120 Meter Funkreichweite sind der höchste Wert in diesem Vergleich.

Die beiden Punkte, die den Alltag entscheiden, sind hier gelöst. Die Flip-Funktion richtet das Boot nach dem Kentern per Knopfdruck wieder auf, sodass niemand hinterherschwimmen muss. Und die Wasserkühlung verhindert, dass der Motor nach ein paar Minuten Vollgas zu heiß wird, ein Punkt, an dem billige Boote regelmäßig scheitern.

Bleibt die Fahrzeit. Zwei Akkus mit je 700 Milliamperestunden ergeben zusammen rund 40 Minuten, also etwa 20 je Ladung. Für einen ganzen Nachmittag am Wasser ist das zu wenig, ein dritter Akku ist hier gut angelegtes Geld. Wer von vornherein lange fahren will, findet passende Modelle in unserem Vergleich der Boote mit langer Fahrzeit.

Spricht dafür

  • 25 Kilometer pro Stunde für rund die Hälfte des Carson-Preises
  • 120 Meter Funkreichweite, der Höchstwert in diesem Vergleich
  • Zwei Akkus im Lieferumfang, zusammen rund 40 Minuten Fahrzeit
  • Doppelt wasserdichter Aufbau schützt die Elektronik
  • Wasserkühlung, sonst nur beim Carson zu finden
  • Flip-Funktion richtet das gekenterte Boot per Knopfdruck wieder auf
  • Acht vorprogrammierte Manöver im Demomodus
  • Deutlich unter 60 Euro

Spricht dagegen

  • Nur ein Boot, für Rennen braucht es zwei
  • Bürstenmotor statt Brushless, entsprechend höherer Verschleiß
  • 20 Minuten je Akku sind knapp bemessen
  • Keine Angabe zur Ladezeit
  • Kein Rückwärtsgang genannt
  • Kunststoffaufbau, empfindlich bei Grundberührung
  • Lieferumfangzwei komplette Boote
  • Höchstgeschwindigkeit15 Kilometer pro Stunde
  • Akkus2 je Boot
  • Fahrzeitbis zu 100 Minuten
  • Ladezeit30 Minuten
  • BeleuchtungLED
  • KentersicherheitNever-Capsize-Konstruktion
  • WarnungenAlarm bei schwachem Akku und ab 80 Metern Entfernung

Geeignet für: Zwei Personen, die gegeneinander fahren wollen, ohne ständig zu laden

Der JONRRYIN-Doppelpack löst das Problem, das alle schnellen Boote haben: die Fahrzeit. 100 Minuten je Boot und 30 Minuten Ladezeit bedeuten, dass man den Nachmittag durchfahren kann, statt nach zwanzig Minuten am Ufer zu warten.

Dass zwei Boote enthalten sind, macht daraus ein anderes Spiel. Rennen zu zweit sind der eigentliche Reiz an RC-Booten, und dafür muss man hier nicht zweimal kaufen. Beide Boote haben LED-Beleuchtung und lassen sich damit auch in der Dämmerung noch orten.

Durchdacht sind die beiden Warnfunktionen: ein Alarm bei schwachem Akku und einer ab 80 Metern Entfernung. Damit bleibt kein Boot unbemerkt in der Seemitte liegen, was der häufigste Weg ist, ein RC-Boot zu verlieren. Der Preis dafür ist das Tempo: 15 Kilometer pro Stunde sind auf offenem Wasser bei Wind zu wenig.

Spricht dafür

  • Zwei komplette Boote, Rennen sind ohne Zweitkauf möglich
  • Bis zu 100 Minuten Fahrzeit je Boot, der Höchstwert im Vergleich
  • Ladezeit von nur 30 Minuten
  • Never-Capsize-Konstruktion, das Boot kentert konstruktiv kaum
  • Alarm bei schwachem Akku, das Boot bleibt nicht unbemerkt liegen
  • Reichweitenalarm ab 80 Metern
  • LED-Beleuchtung, auch in der Dämmerung sichtbar
  • Günstigster Preis je Boot im gesamten Vergleich

Spricht dagegen

  • Mit 15 Kilometern pro Stunde nur halb so schnell wie das YESHIN
  • Keine Angabe zur maximalen Funkreichweite, nur zum Alarm
  • Kein Rückwärtsgang genannt
  • Keine Wasserkühlung
  • Bürstenmotoren mit entsprechendem Verschleiß
  • Auf offenem Wasser bei Wind zu leistungsschwach
Platz 4

YESHIN Rennboot mit Autorückkehr

Mit Autorückkehr
  • Höchstgeschwindigkeit25 Kilometer pro Stunde
  • Reichweite120 Meter
  • Akkus2 mit je 700 Milliamperestunden
  • Fahrzeitrund 40 Minuten mit beiden Akkus
  • Autorückkehrvorhanden
  • Aufbauwasserdicht
  • Steuerungproportional
  • EinsatzSee, Fluss, großer Teich

Geeignet für: Wer sich vor dem Bergen aus der Seemitte fürchtet

Dieses YESHIN ist technisch das Schwestermodell des grünen Boots, mit einem entscheidenden Zusatz: der Autorückkehr. Verliert der Sender die Verbindung, dreht das Boot selbstständig um und kommt zurück, statt in der Seemitte liegen zu bleiben.

Wer schon einmal ein Boot mit einer Angelrute oder einem geliehenen Tretboot bergen musste, weiß, was diese Funktion wert ist. Sie hat allerdings eine klare Grenze: Ohne Strom fährt auch die Rückkehrautomatik nicht. Bei leerem Akku hilft nur, rechtzeitig umzukehren.

Ansonsten sind die Eckdaten identisch zum grünen Modell: 25 Kilometer pro Stunde, 120 Meter Reichweite, zwei Akkus für zusammen rund 40 Minuten. Wer überwiegend auf kleinen Gewässern fährt, spart mit dem Schwestermodell Geld, wer auf großen Seen unterwegs ist, zahlt den Aufpreis für die Rückkehrfunktion gern.

Spricht dafür

  • Autorückkehr holt das Boot bei Funkverlust selbstständig zurück
  • 25 Kilometer pro Stunde, gleichauf mit dem Preis-Leistungs-Sieger
  • 120 Meter Funkreichweite
  • Zwei Akkus im Lieferumfang, rund 40 Minuten gesamt
  • Wasserdichter Aufbau
  • Proportionale Steuerung erlaubt feine Kurven
  • Auch auf größeren Gewässern sinnvoll einsetzbar
  • Aufgeräumte Bedienung ohne unnötige Spielereien

Spricht dagegen

  • Teurer als das grüne Schwestermodell bei sonst gleichen Eckdaten
  • Autorückkehr funktioniert nur bei ausreichend geladenem Akku
  • Keine Flip-Funktion genannt
  • Nur ein Boot im Lieferumfang
  • Bürstenmotor
  • 20 Minuten je Akku bleiben knapp
  • Lieferumfangzwei komplette Boote
  • Höchstgeschwindigkeit15 Kilometer pro Stunde
  • Zweiter Gang8 Kilometer pro Stunde für Anfänger
  • Akkus4 mit je 1200 Milliamperestunden
  • Reichweite60 Meter
  • AntriebTwin-Screw mit zwei Schrauben
  • SicherheitWassersensor
  • ZubehörBallnetze

Geeignet für: Der erste Kontakt mit RC-Booten, auch mit Kindern zusammen

Dieser Doppelpack ist auf Einsteiger zugeschnitten, und der Schlüssel dazu ist der zweite Gang. Bei 8 Kilometern pro Stunde lässt sich das Fahren üben, ohne dass das Boot bei jeder Fehlbedienung im Schilf landet, und wenn es sitzt, schaltet man auf 15 hoch.

Der Twin-Screw-Antrieb mit zwei Schrauben macht die Boote ungewöhnlich wendig, weil sie sich fast auf der Stelle drehen lassen. Der Wassersensor verhindert, dass die Schrauben an Land loslaufen, was an Schnüren und Fingern der wichtigste Sicherheitspunkt bei RC-Booten ist.

Mit vier Akkus à 1200 Milliamperestunden bringt der Pack die größte Gesamtkapazität dieses Vergleichs mit, allerdings ohne Angabe zur konkreten Fahrzeit. Der begrenzende Punkt ist die Funkreichweite: 60 Meter sind auf einem See schnell erreicht, für Teich und Pool aber ausreichend.

Spricht dafür

  • Umschaltbare Geschwindigkeit, 8 Kilometer pro Stunde für die ersten Runden
  • Vier Akkus mit je 1200 Milliamperestunden, die größte Kapazität hier
  • Zwei komplette Boote für Rennen
  • Twin-Screw-Antrieb mit zwei Schrauben, dadurch sehr wendig
  • Wassersensor startet den Motor erst im Wasser
  • Ballnetze zum Einsammeln von Treibgut als Spielvariante
  • Robuste, einfache Bauart
  • Preislich im Mittelfeld trotz zwei Booten und vier Akkus

Spricht dagegen

  • Nur 60 Meter Funkreichweite
  • 15 Kilometer pro Stunde sind für erfahrene Fahrer wenig
  • Keine Angabe zur konkreten Fahrzeit je Akku
  • Keine Wasserkühlung
  • Kein Markenname, entsprechend unsichere Ersatzteillage
  • Keine Selbstaufrichtung genannt
Platz 6

YOOHBERRYS ferngesteuerte Boote im Doppelpack

Günstigster Doppelpack
  • Lieferumfangzwei komplette Boote
  • Höchstgeschwindigkeit15 Kilometer pro Stunde
  • Akkus2 mit je 1200 Milliamperestunden
  • Fahrzeit50 bis 120 Minuten je nach Fahrweise
  • Reichweite60 Meter
  • SicherheitWassersensor beim Start
  • MaterialABS-Kunststoff
  • EinsatzTeich, Pool, ruhiges Gewässer

Geeignet für: Zwei Boote zum kleinsten Preis, für Teich und Pool

Das YOOHBERRYS-Set ist der günstigste Einstieg mit zwei Booten. Für den Preis eines einzelnen Mittelklassemodells bekommt man zwei fahrfertige Boote, was den Reiz an RC-Booten erst richtig ausmacht: gegeneinander fahren.

Die Fahrzeitangabe von 50 bis 120 Minuten ist weit gefasst, gibt aber die Realität ganz gut wieder. Wer dauerhaft Vollgas fährt, landet am unteren Ende, wer gemächlich über den Teich zieht, am oberen. Der Wassersensor sorgt dafür, dass die Schraube erst im Wasser anläuft.

Die Grenzen sind klar: 15 Kilometer pro Stunde, 60 Meter Reichweite, keine Wasserkühlung. Für Teich, Pool und ruhige Uferbereiche ist das ausreichend, für den offenen See zu wenig. Wer ohnehin nach Wasserspaß für Erwachsene sucht, findet in unserem Test der Wasserpistolen für Erwachsene die passende Ergänzung.

Spricht dafür

  • Zwei komplette Boote zum Preis eines einzelnen Mittelklassemodells
  • Fahrzeit von 50 bis 120 Minuten je nach Fahrweise
  • Akkus mit je 1200 Milliamperestunden
  • Wassersensor als Startsicherung, die Schraube dreht an Land nicht
  • ABS-Kunststoff ist schlagzäh und übersteht Rempler
  • 15 Kilometer pro Stunde reichen für Teich und Pool aus
  • Ideal, um zu zweit oder mit Kindern zu fahren
  • Verlust oder Defekt tut bei diesem Preis nicht weh

Spricht dagegen

  • Nur 60 Meter Funkreichweite
  • Langsamstes Feld gemeinsam mit den anderen Doppelpacks
  • Keine Wasserkühlung, längeres Vollgas belastet den Motor
  • Keine Selbstaufrichtung
  • Keine Angabe zur Ladezeit
  • Wenig belastbare Herstellerangaben insgesamt

Welches Boot für welchen Fall

Welches Set passt zu Ihnen?
Dauerhaftes Fahren mit hohem Tempo
Brushless mit Wasserkühlung, 30 km/h, Alu und Stahl im Antrieb.
Tempo zum vernünftigen Preis
25 km/h, 120 Meter Reichweite, Flip-Funktion.
Langer Nachmittag ohne Ladepause
Bis 100 Minuten Fahrzeit, 30 Minuten Ladezeit, zwei Boote.
Große Seen mit Bergungsrisiko
Kehrt bei Funkverlust selbstständig zurück.
Erste Schritte, auch mit Kindern
Umschaltbar auf 8 km/h, Wassersensor, vier Akkus.
Zwei Boote zum kleinsten Preis
Für Teich und Pool, 50 bis 120 Minuten Fahrzeit.

Ratgeber: Das passende RC-Boot für Erwachsene

Brushless oder Bürstenmotor: Ein Bürstenmotor hat Kohlen, die sich abnutzen und nach etwa zwanzig bis dreißig Betriebsstunden Leistung kosten. Ein Brushless-Motor hat sie nicht und hält deutlich länger, kostet aber mehr. Wer nur gelegentlich im Urlaub fährt, kommt mit Bürsten aus, wer jedes Wochenende ans Wasser geht, sollte in Brushless investieren.

Wasserkühlung ist kein Luxus: Schnelle Boote ziehen bei Vollgas hohe Ströme, und ohne Kühlung wird der Motor so heiß, dass die Elektronik abregelt oder Schaden nimmt. Bei allem oberhalb von 20 Kilometern pro Stunde gehört eine Wasserkühlung zur Grundausstattung, nicht zur Sonderausstattung.

Funkreichweite realistisch einschätzen: 60 Meter klingen nach viel, sind auf einem See aber in wenigen Sekunden erreicht. Als Faustregel gilt: 60 Meter für Teich und Pool, 100 Meter und mehr für Seen. Ein Boot, das außer Reichweite gerät, treibt ohne Antrieb weiter und ist nur schwer zu bergen.

Fahrzeit ist die häufigste Enttäuschung: Bei den schnellen Booten liegt die reale Fahrzeit oft bei 15 bis 20 Minuten je Akku. Rechnen Sie einen zweiten oder dritten Akku direkt in den Kaufpreis ein, sonst ist der Nachmittag am Wasser nach einer halben Stunde vorbei. Die Ladezeit sollte unter einer Stunde liegen.

Selbstaufrichtung oder Kentersicherheit: Ein gekentertes Boot in der Seemitte ist der Klassiker. Zwei Lösungen gibt es dafür: eine Flip-Funktion, die es per Knopfdruck wieder aufrichtet, oder eine Rumpfform, die konstruktiv kaum kentert. Mindestens eines von beiden sollte vorhanden sein.

Rückwärtsgang bei Ufernähe: Ohne Rückwärtsgang bleibt ein Boot, das ins Schilf gefahren ist, dort liegen. Mit Rückwärtsgang zieht man es einfach heraus. Bei den einfachen Modellen fehlt diese Funktion fast immer, was auf naturnahen Gewässern regelmäßig zum Problem wird.

Wassersensor als Sicherheitsfunktion: Boote mit Wassersensor lassen die Schraube an Land nicht anlaufen. Das schützt Finger und verhindert, dass sich Schnüre oder Gras in der Welle verfangen. Gerade wenn Kinder mitfahren, ist das kein Nebenpunkt.

Doppelpack oder Einzelboot: Allein über einen See zu fahren, wird nach ein paar Nachmittagen langweilig. Zu zweit gegeneinander bleibt es lange spannend. Wer nicht gerade auf Höchstgeschwindigkeit aus ist, holt für dasselbe Geld lieber zwei langsamere Boote als eines mit 25 Kilometern pro Stunde.

Häufige Fragen

Wie schnell sollte ein RC-Boot für Erwachsene sein?

Unter 15 Kilometern pro Stunde wirkt ein Boot auf offenem Wasser träge. 20 bis 25 Kilometer pro Stunde sind der praxisgerechte Bereich für See und Fluss, 30 Kilometer pro Stunde wie beim Carson erfordern schon Übung und ein entsprechend großes Gewässer.

Was bedeutet RTR?

RTR steht für Ready to Run, das Boot kommt fahrfertig aufgebaut samt Sender und Akku an. Das Gegenstück sind Bausätze, bei denen Rumpf, Motor und Elektronik einzeln geliefert und selbst montiert werden. Alle Boote in diesem Vergleich sind RTR.

Wie lange fährt ein RC-Boot mit einer Akkuladung?

Bei den schnellen Modellen realistisch 15 bis 20 Minuten, bei den langsameren Doppelpacks 50 Minuten und mehr. Der Unterschied kommt vom Stromverbrauch: Doppelte Geschwindigkeit bedeutet ein Vielfaches an Leistungsbedarf. Ein Ersatzakku verdoppelt die Zeit am Wasser.

Was tun, wenn das Boot in der Seemitte liegen bleibt?

Vorbeugen ist die einzige verlässliche Antwort: Akkuwarnung ernst nehmen, rechtzeitig umkehren und Modelle mit Autorückkehr oder Reichweitenalarm bevorzugen. Ist es passiert, hilft je nach Gewässer eine Angelrute mit Wurfgewicht oder ein Tretboot. Ohne Antrieb treibt das Boot mit dem Wind ans Ufer, das kann aber dauern.

Sind RC-Boote auf jedem Gewässer erlaubt?

Nein. Auf Naturschutzgebieten, in Badebereichen und auf vielen öffentlichen Seen ist der Betrieb untersagt oder auf bestimmte Zonen begrenzt. Fragen Sie im Zweifel bei der Gemeinde oder beim Betreiber nach. Auf privaten Teichen und in Modellbau-Vereinsgewässern ist man auf der sicheren Seite.

Kann man RC-Boote im Salzwasser fahren?

Nur mit gründlicher Nachsorge. Salzwasser greift Motor, Welle und Kontakte an. Wenn überhaupt, gehört das Boot direkt nach der Fahrt mit klarem Süßwasser gespült und vollständig getrocknet. Die meisten Hersteller schließen Salzwasser in ihren Angaben ohnehin aus.

Fazit

Wer regelmäßig fährt und Wert auf Haltbarkeit legt, kommt am Carson Waveracer nicht vorbei: 30 Kilometer pro Stunde aus einem wassergekühlten Brushless-Antrieb, dazu Alu-Motorhalterung, Stahlwelle und Rückwärtsgang. Das ist das einzige Boot hier, das auch in drei Jahren noch so fährt wie am ersten Tag.

Für die meisten ist das grüne YESHIN die vernünftigere Wahl: 25 Kilometer pro Stunde, 120 Meter Reichweite und Selbstaufrichtung für deutlich weniger Geld, mit der Autorückkehr-Variante als Aufpreisoption für große Seen. Und wer zu zweit fahren will, greift zum JONRRYIN-Doppelpack, der mit bis zu 100 Minuten Fahrzeit je Boot ohne Ladepause durch den Nachmittag kommt.

Johanes reist viel und ist gerne mit dem Kajak unterwegs. Sie mag das Wasser, vor allem am Meer fühlt sie sich wohl. Die Reisebloggerin kennt sich mit den Stränden der Welt aus und hat schon viele Wassersportarten probiert.