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Ein Faltboot löst ein Problem, das jeder Kajakfahrer ohne Garage kennt: Das Boot muss in den Keller, in den Kofferraum und notfalls in den Zug passen. Zwei Bauarten schaffen das. Das klassische Faltboot faltet eine feste Haut über ein Gerüst oder, wie beim Origami-Prinzip, ganz ohne Gestänge. Das aufblasbare Faltboot rollt sich zusammen und bekommt seine Form über den Luftdruck.

Wir haben beide Bauarten in einen Vergleich gestellt und dabei nur Boote berücksichtigt, die tatsächlich als Kajak oder Kanadier gebaut sind, keine Badeboote in Bootsform. Entscheidend sind Länge, Gewicht, Zuladung und Packmaß, denn genau diese vier Zahlen bestimmen, ob das Boot zu dir passt. Wie schwer ein Kajak überhaupt sein darf, damit du es allein trägst, steht in unserem Beitrag zum Kajak Gewicht.

7Faltboote im Vergleich
274 bis 440 cmLängenspanne
7,7 kgleichtestes Boot im Feld
210 kghöchste Zuladung

Die Top 3 auf einen Blick

Echtes Faltboot
Oru Kayak Faltbares Kajak Lake | Stabil, faltbar, langlebig, leicht - Anfänger, Intermediär - Freizeitpaddeln auf Seen und Flüssen - Kapazität: 113 kg, Größe (aufgebaut): 274 x 81 cm, 7,7 kg
Faltet sich nach dem Origami-Prinzip aus einer Platte, 7,7 Kilogramm, in drei Minuten aufgebaut.
Bestes Komplettpaket
Sevylor Kanu aufblasbar Colorado Kit, 2 Personen Faltkajak inkl. 1 Doppelpaddel, Fußpumpe, 331 x 88 cm
331 Zentimeter, 200 Kilogramm Zuladung, Paddel und Pumpe liegen bereits bei.
Beste Steifigkeit
Aqua Marina Kajak aufblasbar im Set für 2 Personen Tomahawk AIR-K 14‘5“ Paddelboot Kanu mit Sitzen, Pumpe, Rucksack 440 x 78 cm
440 Zentimeter Dropstitch-Boot mit hohem Druck, fährt sich am nächsten an einem Hartschalenkajak.

Alle Faltboote im Vergleich

BootBauartMaßeGewichtZuladung
Oru Kayak LakeEchtes FaltbootOrigami-Faltboot ohne Gestänge274 x 81 cm, Packmaß 107 x 25 x 46 cm7,7 kg1 Person
Sevylor Colorado KitKomplettpaketAufblasbar, 3 Kammern331 x 88 cm15 kg200 kg
Sevylor AdventureLeichter ZweisitzerAufblasbar314 x 88 cm12 kg165 kg
Sevylor AlamedaFür zwei plus KindAufblasbar, Kanadier-Form375 x 93 cm19 kg210 kg
Aqua Marina Tomahawk AIR-K 440Beste SteifigkeitDropstitch, Hochdruck440 x 78 cm20,3 kg210 kg
Aqua Marina Steam-412Tourenboot für zweiAufblasbar mit Dropstitch-Boden412 x 90 cm15,5 kg180 kg
Intex Challenger K2Günstigster EinstiegAufblasbar, Niederdruck351 x 76 x 38 cmkeine Herstellerangabe2 Personen

Die Faltboote im Einzelnen

Platz 1

Oru Kayak Lake

Echtes Faltboot
  • BauartOrigami-Faltboot aus einer Platte
  • Länge274 cm
  • Breite81 cm
  • Gewicht7,7 kg
  • Packmaß107 x 25 x 46 cm
  • Aufbauetwa 3 Minuten

Geeignet für: Wer das Boot in der Wohnung lagert, im Zug transportiert und ohne Pumpe aufs Wasser will

Der Oru Lake ist das einzige echte Faltboot in diesem Vergleich. Statt Luft bekommt es seine Form aus einer gefalteten Kunststoffplatte, die sich nach dem Origami-Prinzip zum Rumpf schließt. Das Ergebnis wiegt 7,7 Kilogramm, also weniger als die Hälfte der aufblasbaren Konkurrenz.

Für den Alltag ist das der entscheidende Unterschied. Ein Boot, das man mit einer Hand die Treppe hinunterträgt und ohne Pumpe in drei Minuten aufbaut, kommt öfter aufs Wasser als eines, das erst zwanzig Minuten Vorbereitung braucht. Das Packmaß von 107 mal 25 mal 46 Zentimetern passt zudem hinter die Rückbank, nicht nur in den Kofferraum.

Die Grenzen sind ebenso klar: ein Sitzplatz, 274 Zentimeter Länge und Faltkanten, die man nicht über Kies zieht. Wer zu zweit unterwegs ist oder Tagestouren mit Gepäck plant, greift zu einem der aufblasbaren Boote weiter unten. Wie viel Gewicht dabei zumutbar ist, haben wir im Beitrag zum Kajak Gewicht aufgeschlüsselt.

Spricht dafür

  • Mit 7,7 Kilogramm das mit Abstand leichteste Boot im Vergleich, tragbar wie ein Koffer
  • Braucht weder Pumpe noch Ventile, das Boot faltet sich in wenigen Minuten in Form
  • Feste Bootshaut statt Luftkammern, dadurch kein Druckverlust in der Sonne
  • Packmaß von 107 x 25 x 46 cm passt in jeden Kofferraum und in den Schrank
  • Feste Rumpfform mit Kiellinie, das Boot läuft geradeaus statt zu pendeln

Spricht dagegen

  • Nur ein Sitzplatz, ein zweiter Paddler passt nicht hinein
  • Mit 274 Zentimetern das kürzeste Boot im Feld, für lange Touren zu kurz
  • Die Faltkanten sind Verschleißteile, das Boot mag keine schroffen Kiesstrände
Platz 2

Sevylor Colorado Kit

Bestes Komplettpaket
  • Bauartaufblasbar, mehrere Luftkammern
  • Länge331 cm
  • Breite88 cm
  • Gewicht15 kg
  • Zuladung200 kg
  • LieferumfangBoot, Paddel, Pumpe

Geeignet für: Einsteiger, die alles in einem Karton wollen und noch kein Zubehör besitzen

Das Colorado Kit ist der klassische Weg zum ersten aufblasbaren Kajak: Boot, Paddel und Pumpe kommen zusammen, ausgepackt und aufgepumpt kann es losgehen. Bei 331 Zentimetern Länge und 88 Zentimetern Breite bleibt es ein Boot für ruhiges Wasser, nicht für Wellen.

Die 200 Kilogramm Zuladung sind der praktische Wert dahinter. Zwei Erwachsene mit Rucksack, Getränken und Kamera liegen darunter, für einen dritten Sitzplatz reicht es nicht. Wer zu zweit plus Kind unterwegs ist, schaut besser auf den Alameda auf Platz 4.

Die Kritik betrifft weniger das Boot als das Zubehör. Die beiliegenden Paddel sind funktional, mehr nicht. Wer regelmäßig paddelt, wird sie nach einer Saison ersetzen. Das Boot selbst bleibt dann trotzdem eine sinnvolle Basis.

Spricht dafür

  • Paddel und Pumpe liegen bei, es fällt kein Zukauf an
  • 200 Kilogramm Zuladung reichen für zwei Erwachsene mit Tagesgepäck
  • Mit 15 Kilogramm noch allein zum Wasser zu tragen
  • Mehrere getrennte Luftkammern, ein Leck legt nicht das ganze Boot lahm
  • Als Zweisitzer nutzbar oder solo mit verschobenem Sitz

Spricht dagegen

  • 331 Zentimeter sind für zwei Erwachsene knapp bemessen
  • Niederdruckkammern erreichen nicht die Steifigkeit eines Dropstitch-Bootes
  • Beiliegende Paddel sind Zubehörqualität, kein Ersatz für ein gutes Doppelpaddel
Platz 3

Sevylor Adventure

Leichter Zweisitzer
  • Bauartaufblasbar
  • Länge314 cm
  • Breite88 cm
  • Gewicht12 kg
  • Zuladung165 kg
  • Einsatzruhige Gewässer, Seen

Geeignet für: Wer ein Zweierboot sucht, das eine Person allein vom Auto ans Wasser bringt

Der Adventure ist der kleine Bruder des Colorado: gleiche Breite, 17 Zentimeter kürzer, drei Kilogramm leichter. Wer die Zuladung von 165 Kilogramm im Blick behält, bekommt ein Zweierboot, das eine einzelne Person problemlos zum Ufer trägt.

Auf kleinen Seen und langsamen Flüssen spielt die kurze Länge ihre Stärke aus. Das Boot dreht auf der Stelle, was in engen Uferzonen und zwischen Schilfinseln angenehmer ist als jeder Geradeauslauf. Auf offener Strecke merkt man dagegen, dass kurze Boote mehr Krafteinsatz je Kilometer verlangen.

Zu beachten ist die Zuladung. 165 Kilogramm klingen nach viel, sind bei zwei Erwachsenen samt Kühltasche aber schnell erreicht. Wer regelmäßig zu zweit mit Gepäck fährt, ist mit dem Colorado oder dem Alameda besser bedient.

Spricht dafür

  • Mit 12 Kilogramm das leichteste aufblasbare Boot im Vergleich
  • Kurze 314 Zentimeter machen es wendig auf kleinen Seen und Flüssen
  • Trägt zwei Personen, ohne dass eine zweite Person beim Tragen helfen muss
  • Kleines Packmaß, passt neben das übrige Reisegepäck
  • Der günstige Einstieg in die Sevylor-Reihe

Spricht dagegen

  • 165 Kilogramm Zuladung sind für zwei kräftige Erwachsene mit Gepäck knapp
  • Kein Dropstitch, das Boot ist entsprechend weich
  • Ohne Paddel und Pumpe, beides muss dazugekauft werden
Platz 4

Sevylor Alameda

Für zwei plus Kind
  • Bauartaufblasbar, Kanadier-Form
  • Länge375 cm
  • Breite93 cm
  • Gewicht19 kg
  • Zuladung210 kg
  • Sitzplätze2 Erwachsene plus 1 Kind

Geeignet für: Familien, die zu dritt unterwegs sind, ohne gleich ein Kanadier-Hartschalenboot zu kaufen

Der Alameda ist in diesem Feld das Familienboot. Mit 375 Zentimetern Länge, 93 Zentimetern Breite und 210 Kilogramm Zuladung nimmt er zwei Erwachsene und ein Kind auf, und zwar ohne dass jemand auf dem Gepäck sitzt.

Die Kanadier-Form ist dafür der richtige Zuschnitt. Offene Boote lassen sich leichter besteigen, Kinder klettern ohne Hilfe hinein, und das Gepäck liegt zugänglich statt hinter einer Spritzdecke. Der Preis dafür ist ein weniger geschützter Innenraum, bei Wellen kommt Wasser über den Rand.

Beim Transport werden die 19 Kilogramm zum Thema. Vom Kofferraum bis zur Slipstelle geht das allein, über einen längeren Uferweg besser zu zweit. Wie man Boote dieser Größe sinnvoll bewegt, steht in unserem Beitrag zum Transport von Kanus und Kajaks.

Spricht dafür

  • Höchste Zuladung im Vergleich zusammen mit dem Tomahawk, 210 Kilogramm
  • Platz für zwei Erwachsene und ein Kind in der Mitte
  • Mit 93 Zentimetern das breiteste Boot hier, entsprechend kippstabil
  • Offene Kanadier-Form, das Ein- und Aussteigen fällt Kindern leichter
  • 375 Zentimeter Länge laufen spürbar besser geradeaus als die kurzen Modelle

Spricht dagegen

  • 19 Kilogramm sind an der Grenze dessen, was eine Person allein trägt
  • Die offene Form schützt weniger vor Spritzwasser als ein geschlossenes Kajak
  • Größeres Packmaß, im Kofferraum eines Kleinwagens wird es eng
Platz 5

Aqua Marina Tomahawk AIR-K 440

Beste Steifigkeit
  • BauartDropstitch, Hochdruck
  • Länge440 cm
  • Breite78 cm
  • Gewicht20,3 kg
  • Zuladung210 kg
  • Rumpfschmal, mit ausgeprägter Kiellinie

Geeignet für: Wer Strecke macht und ein aufblasbares Boot sucht, das sich wie ein festes anfühlt

Der Tomahawk AIR-K ist das Boot für alle, die ein aufblasbares Kajak bisher wegen der schwammigen Fahreigenschaften abgelehnt haben. Dropstitch-Kammern mit hohem Druck ergeben einen Rumpf, der sich unter Last kaum verformt, und das ist auf langer Strecke der ganze Unterschied.

440 Zentimeter Länge bei nur 78 Zentimetern Breite sind eine Tourengeometrie. Das Boot gleitet zwischen den Schlägen weiter, statt sofort abzubremsen, und hält die Richtung. Dafür verlangt der schmale Rumpf etwas mehr Balance als ein 93 Zentimeter breiter Kanadier.

Der Aufwand ist der Preis. 20,3 Kilogramm wollen getragen werden, und der hohe Betriebsdruck braucht eine Hochdruckpumpe, idealerweise elektrisch. Wer diese Vorbereitung akzeptiert, bekommt das schnellste Boot in diesem Vergleich. Weitere Boote dieser Bauart stehen in unserer Übersicht der aufblasbaren Kajaks.

Spricht dafür

  • Dropstitch-Bauweise mit hohem Druck, der Rumpf gibt unter Last kaum nach
  • Mit 440 Zentimetern das längste Boot im Vergleich, entsprechend schnell
  • 210 Kilogramm Zuladung trotz schmalem Rumpf
  • Nur 78 Zentimeter breit, das bedeutet weniger Widerstand je Paddelschlag
  • Läuft dank Kiellinie sauber geradeaus, statt bei jedem Schlag auszubrechen

Spricht dagegen

  • Mit 20,3 Kilogramm das schwerste Boot hier
  • Der schmale Rumpf ist kippeliger als die breiten Einsteigerboote
  • Hochdruck heißt: ohne kräftige Pumpe wird das Aufbauen zur Arbeit
Platz 6

Aqua Marina Steam-412

Tourenboot für zwei
  • Bauartaufblasbar mit Dropstitch-Boden
  • Länge412 cm
  • Breite90 cm
  • Gewicht15,5 kg
  • Zuladung180 kg
  • Sitzezwei, verschiebbar

Geeignet für: Zwei Paddler, die Strecke machen wollen, aber nicht zwanzig Kilogramm tragen möchten

Der Steam-412 ist der Kompromiss zwischen dem schnellen Tomahawk und den kurzen Einsteigerbooten. Über vier Meter Länge für 15,5 Kilogramm ist im Feld die günstigste Kombination aus Geradeauslauf und Tragbarkeit.

Möglich macht das ein Dropstitch-Boden in einem sonst konventionell aufgebauten Rumpf. Das versteift das Boot dort, wo es am meisten bringt, ohne den Gewichtsaufschlag eines rundum druckfesten Rumpfes. Auf dem Wasser merkt man das als ruhigere Fahrt bei mittlerem Tempo.

Die 90 Zentimeter Breite machen das Boot dabei gutmütiger als den schmalen Tomahawk. Wer zu zweit paddelt und dabei auch mal eine Kamera in der Hand hat, wird das zu schätzen wissen. Die 180 Kilogramm Zuladung sollte man vorher überschlagen, mit Zeltausrüstung wird es eng.

Spricht dafür

  • 412 Zentimeter Länge bei nur 15,5 Kilogramm, das beste Verhältnis im Vergleich
  • Dropstitch-Boden versteift den Rumpf, ohne das Gewicht des Tomahawk
  • 90 Zentimeter Breite geben mehr Stabilität als ein schmales Tourenboot
  • Verschiebbare Sitze, solo oder zu zweit fahrbar
  • 180 Kilogramm Zuladung reichen für zwei Personen mit Tagesgepäck

Spricht dagegen

  • Weniger steif als ein reines Hochdruck-Dropstitch-Boot
  • 180 Kilogramm sind niedriger als bei Alameda und Tomahawk
  • Ohne Paddel und Pumpe im Lieferumfang
Platz 7

Intex Challenger K2

Günstigster Einstieg
  • Bauartaufblasbar, Niederdruck
  • Maße351 x 76 x 38 cm
  • Sitzplätze2
  • Bodenaufblasbarer I-Beam-Boden
  • ZubehörPaddel und Pumpe üblicherweise im Set
  • EinsatzSee, ruhiger Fluss

Geeignet für: Der erste Versuch auf dem Wasser, wenn noch nicht feststeht, ob das Hobby bleibt

Der Challenger K2 ist das Boot, mit dem viele anfangen, und dafür ist er auch gebaut. Er kostet einen Bruchteil der übrigen Modelle, kommt meist mit Paddel und Pumpe und trägt zwei Personen über einen ruhigen See.

Mit 351 Zentimetern Länge und 76 Zentimetern Breite ist er für ein Einsteigerboot erstaunlich schlank, was auf dem Wasser für ein zügiges Gefühl sorgt. Der Niederdruckboden schränkt das aber wieder ein: Unter Last gibt der Rumpf nach, und das kostet bei jedem Schlag Vortrieb.

Wichtig ist die ehrliche Einordnung des Einsatzbereichs. Der Challenger gehört auf geschützte Gewässer bei wenig Wind. Wer merkt, dass er regelmäßig paddelt, wechselt nach einer Saison zu einem Dropstitch-Boot und wird den Unterschied sofort spüren.

Spricht dafür

  • Mit Abstand der günstigste Weg zu einem Zweierboot
  • Paddel und Handpumpe sind im Set üblicherweise enthalten
  • 351 Zentimeter Länge bei nur 76 Zentimetern Breite, dadurch flott für die Klasse
  • Sehr leicht, eine Person trägt es problemlos
  • Weit verbreitet, Ersatzteile und Flickzeug sind überall zu bekommen

Spricht dagegen

  • Der Hersteller nennt keine belastbare Zuladung
  • Niederdruckboden, das Boot ist weich und knickt bei Belastung ein
  • Dünnes Material, gegen Steine und Äste empfindlich
  • Für Wind und Wellen nicht geeignet

Welches Faltboot für welchen Zweck

Welches Set passt zu Ihnen?
Boot in der Wohnung lagern und ohne Auto zum Wasser
7,7 Kilogramm und Koffer-Packmaß, dafür nur ein Sitzplatz.
Alles im ersten Karton, kein Zubehör vorhanden
Paddel und Pumpe liegen bei, 200 Kilogramm Zuladung.
Zu zweit, aber allein tragen
12 Kilogramm und trotzdem zwei Sitzplätze.
Zwei Erwachsene und ein Kind
210 Kilogramm Zuladung und ein dritter Platz in der Mitte.
Lange Strecke mit Tempo
440 Zentimeter Hochdruck-Dropstitch, das schnellste Boot hier.
Tour zu zweit ohne 20 Kilogramm Tragelast
412 Zentimeter für 15,5 Kilogramm, mit Dropstitch-Boden.
Erstmal ausprobieren
Günstigster Einstieg, aber nur für ruhiges Wasser.

Ratgeber: Worauf es beim Faltboot ankommt

Faltboot oder Luftboot: Ein klassisches Faltboot hat eine feste Haut, verliert keinen Druck und ist in Minuten aufgebaut. Ein aufblasbares Boot ist meist günstiger, trägt mehr und lässt sich kleiner packen, braucht aber eine Pumpe und Zeit. In diesem Vergleich ist der Oru das einzige echte Faltboot, alle anderen arbeiten mit Luft.

Dropstitch ist der entscheidende Begriff: In einer Dropstitch-Kammer verbinden tausende Fäden Ober- und Unterseite, dadurch bleibt die Kammer auch bei hohem Druck flach statt rund. Erst das macht aus einem Schlauchboot ein Kajak. Boote ohne Dropstitch geben unter Last nach und fahren spürbar langsamer.

Länge bestimmt das Tempo: Unter 320 Zentimetern ist ein Boot wendig, aber langsam. Ab etwa 400 Zentimetern läuft es geradeaus und gleitet zwischen den Schlägen weiter. Für Rundfahrten auf kleinen Seen ist kurz besser, für Strecke ab fünf Kilometern lang.

Zuladung ehrlich rechnen: Zur Zuladung zählt alles: beide Paddler, Rucksack, Getränke, Wechselkleidung und die Kühltasche. Zwei Erwachsene liegen schnell bei 160 Kilogramm, bevor auch nur ein Gepäckstück eingeladen ist. Ein Boot mit 165 Kilogramm Angabe ist dann bereits am Limit.

Gewicht entscheidet über die Nutzungshäufigkeit: Zwischen 7,7 und 20,3 Kilogramm liegt in der Praxis der Unterschied zwischen einem Boot, das jeden Feierabend mitkommt, und einem, das nur im Urlaub ausgepackt wird. Wer ohne Auto zum Wasser will, sollte unter 15 Kilogramm bleiben.

Packmaß und Lagerung: Ein aufblasbares Boot passt in eine Tasche von etwa 80 mal 40 mal 30 Zentimetern, ein Faltboot ist länger, aber flacher. Wichtig in beiden Fällen: Das Boot muss trocken eingepackt werden, sonst steht beim nächsten Auspacken Schimmel auf der Innenseite.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Faltboot und Schlauchboot?

Ein Faltboot hat eine feste Bootshaut, die über ein Gerüst gespannt oder wie beim Origami-Prinzip in Form gefaltet wird. Ein Schlauchboot bekommt seine Form ausschließlich aus dem Luftdruck. Aufblasbare Kajaks stehen dazwischen: Sie sind Luftboote, durch Dropstitch-Kammern aber deutlich formstabiler als ein einfaches Schlauchboot.

Wie lange dauert der Aufbau?

Der Oru Lake ist mit rund drei Minuten am schnellsten, weil er ohne Pumpe auskommt. Aufblasbare Boote brauchen mit einer Handpumpe zehn bis zwanzig Minuten, mit einer Elektropumpe etwa fünf. Hochdruck-Dropstitch-Boote liegen am oberen Ende dieser Spanne.

Ist ein Faltboot kentersicher?

Kentersicher ist kein Boot. Breite Boote ab etwa 90 Zentimetern liegen aber deutlich ruhiger als schmale Tourenboote mit 78 Zentimetern. Wer mit Kindern unterwegs ist oder Fotos macht, sollte die Breite höher gewichten als die Geschwindigkeit.

Kann man ein Faltboot auf einem Fluss mit Strömung fahren?

Auf langsam fließenden Flüssen ja, in Wildwasser nicht. Die Boote in diesem Vergleich sind für stehende und ruhig fließende Gewässer gebaut. Steine und Äste sind die größte Gefahr für die Bootshaut, gerade bei den dünnwandigen Einsteigermodellen.

Wie lagert man ein Faltboot über den Winter?

Vollständig trocken, ohne Druck und möglichst nicht zusammengepresst. Aufblasbare Boote werden locker gerollt statt scharf gefaltet, damit sich keine dauerhaften Knicke bilden. Kühl und dunkel ist besser als warm, denn UV-Licht und Hitze setzen dem Material stärker zu als Kälte.

Fazit

Wer ein Boot sucht, das ohne Pumpe auskommt und sich wie Gepäck tragen lässt, kommt am Oru Kayak Lake nicht vorbei. Er ist das einzige echte Faltboot hier und mit 7,7 Kilogramm konkurrenzlos leicht, bleibt aber ein Einsitzer für kurze Strecken.

Für zwei Personen hängt die Wahl am Einsatz. Der Sevylor Colorado ist das runde Einsteigerpaket mit Paddel und Pumpe, der Alameda das Familienboot mit Platz für ein Kind, und der Aqua Marina Tomahawk AIR-K das Boot für alle, die Strecke machen wollen und dafür 20 Kilogramm tragen. Der Steam-412 liegt in der Mitte und ist die vernünftigste Wahl, wenn man sich nicht entscheiden kann. Der Intex Challenger bleibt der Versuchsballon für eine erste Saison.

Die Redaktion von Wellenliebe.de besteht aus echten Wassersport-Fans. Von Kajakfahrern, über Segler und Taucher bis Stand Up Paddler sind (fast) alle Wassersportarten vertreten. Unsere Inhalte wurden schon millionenfach gelesen und in vielen Zeitungen aufgegriffen.

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