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Das Kajak-Paddel 100 von Itiwit ist das Standardpaddel für aufblasbare Einsteigerkajaks: zweiteilig, symmetrische Blätter, verstellbare Länge und ein Aluminiumstiel. Es liegt bei vielen Kajaksets bei und wird ebenso oft einzeln nachgekauft, wenn ein zweiter Platz besetzt werden soll.

Auf der Produktseite stehen 1.114 Bewertungen bei 4,77 von 5 Sternen. Für ein Einsteigerpaddel aus Aluminium ist das ein bemerkenswert gutes Ergebnis, und es sagt vor allem etwas über die Erwartungshaltung in dieser Klasse.

Dieser Test ordnet es anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.

Das Urteil
8,4/10Das Paddel, mit dem die meisten aufblasbaren Kajaks tatsächlich gefahren werden2-teilig

Itiwit Kajak-Paddel 100

Wer ein aufblasbares Kajak für den Badesee sucht und nicht dreimal im Jahr auf Tour geht, findet hier den vernünftigen Mittelweg.

Spricht dafür

  • Zwei Längenvarianten: 210 bis 220 cm und 225 bis 235 cm
  • Innerhalb der Variante stufenlos verstellbar, passt sich Körpergröße und Bootsbreite an
  • Zweiteilig zerlegbar über ein Klemmsystem ohne Werkzeug
  • Blätter aus Polypropylen mit 30 Prozent Glasfaseranteil
  • 18,5 Zentimeter Blattbreite, ausgewogen für ruhiges Wasser
  • Rutschfeste Griffhüllen und Tropfringe am Schaft
  • Maximal 1.100 Gramm, auch beim größeren Modell

Spricht dagegen

  • Aluminiumstiel, spürbar schwerer als Carbon
  • Kein verstellbarer Blattwinkel für Feder- oder Rückhandstellung angegeben
  • Für Wildwasser und Dauereinsatz nicht ausgelegt
  • Aluminium leitet Kälte, bei Herbsttouren unangenehm in den Händen
  • Nur zwei Teile, passt nicht in einen Wanderrucksack
  • Tropfringe verhindern Spritzwasser nur bedingt
Kurz beantwortet
Welche Länge brauche ich?
210 bis 220 cm bei schmalen Booten und kleineren Paddlern, 225 bis 235 cm bei breiten aufblasbaren Kajaks.
Wie schwer ist es?
Maximal 1.100 Gramm, das gilt für die größere Variante.
Lässt es sich zerlegen?
Ja, in zwei Teile über ein Klemmsystem, ohne Werkzeug.
Taugt es für Wildwasser?
Nein. Decathlon stuft es für Einsteiger, gelegentliche Nutzung und ruhiges Wetter ein.

Warum die Länge über den Rücken entscheidet

Ein zu kurzes Paddel zwingt zu einem steilen Zug, bei dem die Blätter nah am Boot eintauchen und der Oberkörper stark rotiert. Ein zu langes verleitet zum flachen Ziehen weit außen, was auf Dauer die Schultern belastet. Der Zusammenhang ist einfach: Je breiter das Boot und je größer der Paddler, desto länger muss das Paddel sein.

Aufblasbare Kajaks sind fast immer breiter als starre, weil die Luftschläuche Volumen brauchen. Deshalb ist bei ihnen die längere Variante mit 225 bis 235 Zentimetern in der Regel die richtige, während 210 bis 220 Zentimeter eher zu schmalen Booten und zu Paddlern unter etwa 1,70 Meter passen. Dass beide Varianten zusätzlich stufenlos verstellbar sind, fängt den Rest ab.

Die Bewertung im Einzelnen

Technische Daten
BauartDoppelpaddel, symmetrische Blätter
Teile2-teilig, zerlegbar
Längen210 bis 220 cm oder 225 bis 235 cm
Verstellungstufenlos innerhalb der Variante
Gewichtmax. 1.100 g
Schaftdurchmesser28 mm
Blattbreite18,5 cm
Klinge70 Prozent Polypropylen, 30 Prozent Glasfaser
Stiel100 Prozent Aluminium
Spannsystem100 Prozent Polyoxymethylen
Griff100 Prozent Polyethylen
Griffhüllenrutschfest
Tropfringevorhanden
LeistungsstufeEinsteiger
EinsatzSalzwasser und Süßwasser, ruhiges Wetter
Garantie2 Jahre
Die Bewertung im Einzelnen8,4/10
Verstellbarkeit 25 %
9
Zwei Längenvarianten plus stufenlose Verstellung decken fast jede Kombination aus Körpergröße und Bootsbreite ab. Das ist in dieser Klasse nicht selbstverständlich.
Blatt und Vortrieb 25 %
8
18,5 Zentimeter Blattbreite mit Glasfaseranteil im Kunststoff. Genug Steifigkeit für sauberen Zug, aber kein Vergleich zu einem Carbonblatt.
Gewicht 20 %
7
1.100 Gramm sind für Aluminium normal und für eine Stunde auf dem See kein Thema. Nach drei Stunden merkt man jedes Gramm im Schultergürtel.
Handhabung 20 %
9
Rutschfeste Griffhüllen und Tropfringe sind genau die zwei Details, die bei billigen Paddeln fehlen. Das Klemmsystem geht ohne Werkzeug.
Haltbarkeit 10 %
7,5
Aluminium verzeiht Anstoßen am Steg, Kunststoffblätter verkraften Grundberührung. Auf Dauer sind die Blattkanten der Verschleißpunkt.

Aluminium oder Carbon

Der Materialunterschied ist der einzige, der im Verlauf einer längeren Tour wirklich zählt. Ein Carbonpaddel wiegt gut ein Drittel weniger, und dieses Gewicht hebt man bei einer Zweistundentour einige tausend Mal an. Wer regelmäßig fährt, spürt den Unterschied in Schultern und Unterarmen deutlich.

Für den Gelegenheitsbetrieb kehrt sich die Rechnung um: Aluminium ist unempfindlicher gegen Stöße, günstiger im Ersatz und egal, wenn es zwischen Steg und Bootsrumpf gerät. Wer viel unterwegs ist, sollte trotzdem das Carbonpaddel X500 vergleichen, das dreiteilig und leichter gebaut ist.

Was Griffhüllen und Tropfringe leisten

Zwei Details, die auf dem Datenblatt unscheinbar wirken und auf dem Wasser den Unterschied machen. Die rutschfesten Hüllen an den Griffzonen verhindern, dass die nasse Hand bei jedem Zug ein Stück wandert, was bei blankem Aluminium nach zwanzig Minuten anfängt zu nerven.

Die Tropfringe sitzen vor den Blättern und fangen das Wasser ab, das sonst am Schaft entlang in den Ärmel und auf die Oberschenkel läuft. Vollständig verhindern sie es nicht, aber sie reduzieren die Menge deutlich, und im Frühjahr ist genau das der Unterschied zwischen einer trockenen und einer nassen Hose.

Lieferumfang

Das ist dabei
  • Kajak-Paddel 100 in zwei Teilen
  • Rutschfeste Griffhüllen montiert
  • Tropfringe montiert

Das ist nicht dabei

  • Paddelleine
  • Transporttasche
  • Ersatzblätter
  • Zweites Paddel für den Tandembetrieb

Stärken und Schwächen

Vorteile und Nachteile

Spricht dafür

  • Zwei Längenvarianten und stufenlose Verstellung
  • Zweiteilig zerlegbar ohne Werkzeug
  • Glasfaserverstärkte Kunststoffblätter
  • Rutschfeste Griffzonen
  • Tropfringe serienmäßig
  • Robuster Aluminiumstiel
  • Zwei Jahre Garantie

Spricht dagegen

  • 1.100 Gramm, deutlich schwerer als Carbon
  • Kein einstellbarer Blattwinkel angegeben
  • Nur für ruhiges Wasser ausgelegt
  • Aluminium wird bei Kälte unangenehm
  • Zweiteilig, damit sperriger als dreiteilige Paddel
  • Ohne Paddelleine

Alternativen

Alternativen
Itiwit Kajakpaddel X500 Carbon
Wenn Sie regelmäßig längere Touren fahrenItiwit Kajakpaddel X500 CarbonZweiteiliges Carbonpaddel mit 210 bis 220 Zentimetern, deutlich leichter im Zug. Mehr im Kajakpaddel Vergleich.
Itiwit wasserfester Rucksack 20 l
Wenn das Gepäck trocken bleiben sollItiwit wasserfester Rucksack 20 lRolltop-Rucksack nach IPX6 mit Gurten zur Befestigung auf Kajak oder SUP. Siehe Rucksack 20 l Test.
Itiwit Auftriebsweste 50N+
Wenn die Weste noch fehltItiwit Auftriebsweste 50N+Auftriebshilfe nach EN ISO 12402-5 mit Schrittgurt, in vier Gewichtsklassen. Details im Auftriebsweste Test.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Zuerst die Längenvariante, und zwar nach Bootsbreite statt nach Körpergröße allein. Wer ein aufblasbares Kajak mit 80 Zentimetern Breite oder mehr fährt, greift zur langen Variante, sonst schlägt das Paddel bei jedem Zug an den Schlauch.

Dann die Frage nach dem zweiten Paddel. Wer ein Zweisitzerkajak besitzt, braucht zwei Stück, und die kommen selten beide im Set. Das Paddel wird einzeln verkauft, was in diesem Fall eher ein Vorteil ist.

Und drittens die Einsatzhäufigkeit. Decathlon stuft das Modell für gelegentliches Paddeln bei ruhigem Wetter ein. Wer jede Woche zwei Stunden fährt, wird über kurz oder lang auf ein leichteres Paddel wechseln wollen, und dann ist es sinnvoller, gleich dort anzufangen.

Häufige Fragen zum Itiwit Kajak-Paddel 100

Welche Länge ist die richtige?

Decathlon bietet zwei Varianten an: 210 bis 220 Zentimeter und 225 bis 235 Zentimeter. Ausschlaggebend sind Bootsbreite und Körpergröße. Bei breiten aufblasbaren Kajaks ist die längere Variante fast immer die passende.

Wie schwer ist das Paddel?

Maximal 1.100 Gramm, wobei sich diese Angabe auf die größere Längenvariante bezieht. Der Stiel besteht aus Aluminium, die Blätter aus glasfaserverstärktem Polypropylen.

Lässt sich das Paddel zerlegen?

Ja, es besteht aus zwei Teilen und wird über ein Klemmsystem verbunden. Werkzeug ist dafür nicht nötig, das Zusammensetzen dauert Sekunden.

Rutschen die Hände am Schaft?

Auf den Griffzonen sitzen rutschfeste Hüllen. Zusätzlich fangen Tropfringe einen Teil des Wassers ab, das sonst am Schaft entlang zu den Händen läuft.

Ist das Paddel für Wildwasser geeignet?

Nein. Decathlon stuft es für Einsteiger, gelegentliche Nutzung und ruhiges Wetter ein. Für Wildwasser braucht es ein deutlich stabileres und kürzeres Paddel.

Kann ich es im Salzwasser nutzen?

Ja, Salzwasser und Süßwasser sind beide angegeben. Nach dem Einsatz im Meer sollte man das Paddel abspülen, damit die Klemmung nicht verkrustet.

Ist eine Paddelleine dabei?

Nein, eine Leine gehört nicht zum Lieferumfang. Wer allein unterwegs ist, sollte eine nachrüsten, denn ein abtreibendes Paddel ist auf offenem Wasser ein echtes Problem.

Lohnt sich das Itiwit Kajak-Paddel 100?

Fazit
8,4/10Das Paddel, mit dem die meisten aufblasbaren Kajaks tatsächlich gefahren werden

Itiwit Kajak-Paddel 100

Zwei Längenvarianten, stufenlose Verstellung, Griffhüllen und Tropfringe: Das ist genau die Ausstattung, die ein Einsteigerpaddel braucht, und die 4,77 Sterne bei 1.114 Bewertungen bestätigen, dass die Rechnung aufgeht.

Die 1.100 Gramm bleiben der Preis für den Aluminiumstiel. Wer regelmäßig zwei Stunden am Stück paddelt, sollte den Blick auf ein Carbonpaddel richten, für alles darunter ist dieses hier die vernünftige Wahl.

Weiterlesen zum Kajakfahren

Die Paddelfrage im Überblick steht im Kajakpaddel Test. Zum Boot selbst führen der Itiwit X500 Test und der Touring 1-Sitzer Test. Für die Sicherheit gibt es den Auftriebsweste 50N+ Test, für das Gepäck den Rucksack 20 l Test.

Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Er hat bereits Dutzende SUP Boards getestet und noch mehr Blogbeiträge über Stand Up Paddling geschrieben. Bei Wellenliebe verantwortet er den Themenbereich SUP.