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Der Pull Kick 900 ist zwei Trainingsgeräte in einem Stück Schaum. In der einen Haltung ist er ein Schwimmbrett, das man vor sich her schiebt, in der anderen ein Pull Buoy, den man zwischen die Beine klemmt. Das spart nicht nur Platz in der Tasche, es macht auch den Wechsel zwischen Bein- und Armserien möglich, ohne an den Beckenrand zu müssen.

Auf der Produktseite stehen 827 Bewertungen bei 4,8 von 5 Sternen. Das ist die höchste Bewertung im gesamten Decathlon-Schwimmsortiment.

Dieser Test ordnet ihn anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.

Das Urteil
8,8/10Ein Teil für zwei Aufgaben, und in beiden Rollen kein Kompromiss4,8 von 5 Sternen

Decathlon Pull Kick 900

Wer regelmäßig trainiert und Serien mit Brett und mit Pull Buoy schwimmt, spart sich hier ein zweites Gerät ohne spürbaren Nachteil.

Spricht dafür

  • Schwimmbrett und Pull Buoy in einem Teil, ein Gerät weniger in der Tasche
  • Ergonomische Griffe für die Hände, konkave Oberfläche für die Beine
  • Mittlerer Auftrieb als Brett, für Leistungsschwimmer bewusst gewählt
  • Starker Auftrieb als Pull Buoy
  • Hydrodynamische Form, bremst beim Beinschlag kaum
  • Kompakt, passt in jede Schwimmtasche
  • Auch an den Waden einsetzbar, nicht nur zwischen den Oberschenkeln

Spricht dagegen

  • Der mittlere Auftrieb als Brett ist für Anfänger zu wenig
  • Formschaum ohne Bezug, Chlor und Sonne setzen ihm zu
  • Einheitsgröße, keine Anpassung an die Körpergröße
  • Kein Knöchelband dabei, das ihn ergänzen würde
  • Als Experten-Produkt eingestuft, das ist ernst gemeint
Kurz beantwortet
Was ist ein Pull Kick?
Ein Trainingsgerät, das als Schwimmbrett und als Pull Buoy funktioniert. Die Form gibt beide Haltungen her.
Für wen ist er gedacht?
Für Leistungsschwimmer und Fortgeschrittene. Decathlon stuft ihn als Expertenprodukt ein.
Warum nur mittlerer Auftrieb?
Weil zu viel Auftrieb beim Brett die Wasserlage verfälscht. Wer sauber schwimmt, will das nicht.
Kann man ihn an die Waden legen?
Ja. Das trainiert zusätzlich die Körperspannung, weil der Hebel länger wird.

Warum der mittlere Auftrieb kein Sparen ist

Klassische Schwimmbretter haben viel Auftrieb. Das ist im Anfängerunterricht sinnvoll, denn das Brett trägt den Oberkörper und man kann sich ganz auf die Beine konzentrieren. Wer allerdings ordentlich schwimmt, bekommt damit ein Problem: Der Oberkörper wird über die natürliche Wasserlage hinaus angehoben, die Hüfte sackt ab, und der Beinschlag wird in einer Position trainiert, die man beim Schwimmen nie einnimmt.

Der Pull Kick hat deshalb bewusst mittleren Auftrieb als Brett. Die Lage bleibt näher am tatsächlichen Schwimmen, und durch die optimierten Maße bremst er kaum, sodass die Geschwindigkeit nicht einbricht. Umgedreht zwischen den Beinen liefert derselbe Körper starken Auftrieb, was für den Pull Buoy genau richtig ist. Eine Form, zwei Auftriebswerte, weil sich die Eintauchtiefe unterscheidet.

Die Bewertung im Einzelnen

Technische Daten
BauartSchwimmbrett und Pull Buoy in einem
GrößeEinheitsgröße
Auftrieb als Brettmittel
Auftrieb als Pull Buoystark
Griffeergonomisch für die Hände
Oberflächekonkav für die Beine
HauptmaterialSynthetik
Zusammensetzung70 Prozent Polyethylen, 30 Prozent Ethylenvinylacetat
Aufblasbarnein
Formkompakt und hydrodynamisch
Zusatzpositionan den Waden einsetzbar
ErgänzungSchwimmband für die Knöchel
LeistungsstufeExperten
Garantie2 Jahre
Die Bewertung im Einzelnen8,8/10
Vielseitigkeit 25 %
10
Zwei Geräte in einem, und beide Funktionen sind vollwertig statt behelfsmäßig. Genau der Punkt, an dem ähnliche Produkte scheitern.
Trainingswirkung 25 %
9
Der abgestimmte Auftrieb hält die Wasserlage realistisch. Wer sauber schwimmt, trainiert damit die richtige Position mit.
Handhabung 20 %
8,5
Griffmulden für die Hände, konkave Fläche für die Beine. Der Wechsel zwischen beiden Haltungen geht ohne Pause.
Komfort 20 %
8,5
Kein Drücken zwischen den Oberschenkeln, keine harten Kanten. An den Waden liegt er ebenfalls sauber.
Haltbarkeit 10 %
7
Reiner Formschaum ohne Bezug. Chlorwasser und Sonne arbeiten daran, und Fingernägel hinterlassen mit der Zeit Spuren.

Was er nicht ist

Er ist kein Anfängerbrett. Der mittlere Auftrieb, der für Fortgeschrittene der Vorteil ist, wird für jemanden, der die Wasserlage noch nicht hält, zum Nachteil: Das Brett trägt zu wenig, die Hüfte sinkt, und die Übung wird anstrengender als lehrreich. Für den Anfang ist ein klassisches, dickes Brett die bessere Wahl.

Er ist auch kein Ersatz für ein Knöchelband. Decathlon weist selbst darauf hin, dass man ein Schwimmband ergänzen kann, wenn man die Beine wirklich stilllegen will. Der Pull Buoy hebt sie, aber sie können sich weiterhin bewegen, und viele tun das unbewusst.

Wie man ihn im Training nutzt

Als Brett vor sich her, Arme lang, Beine arbeiten: die klassische Beinserie. Mit kurzen Flossen wird daraus Frequenztraining, dazu die Silifins, mit langem Blatt Krafttraining, dazu die Trainfin.

Als Pull Buoy zwischen den Oberschenkeln: Die Beine sind ruhig, die Arme arbeiten allein. Wer die Übung härter will, legt ihn stattdessen an die Waden. Der Hebel wird länger, die Körperspannung muss mehr leisten, und wer sie nicht hat, merkt das sofort. Wer nur diese Funktion braucht und nie ein Brett, ist mit dem Pull Buoy 500 günstiger dran.

Lieferumfang

Das ist dabei
  • Pull Kick 900 in Einheitsgröße

Das ist nicht dabei

  • Schwimmband für die Knöchel
  • Transportbeutel
  • Schwimmflossen
  • Handpaddles

Stärken und Schwächen

Vorteile und Nachteile

Spricht dafür

  • Zwei Trainingsgeräte in einem Teil
  • Auftrieb für beide Funktionen passend abgestimmt
  • Ergonomische Griffe und konkave Beinauflage
  • Hydrodynamische Form, bremst kaum
  • Auch an den Waden einsetzbar
  • Kompakt genug für jede Tasche
  • Beste Bewertungslage des Sortiments

Spricht dagegen

  • Als Brett zu wenig Auftrieb für Anfänger
  • Unbezogener Schaum, empfindlich gegen Chlor und Sonne
  • Einheitsgröße ohne Anpassung
  • Ohne Knöchelband
  • Teurer als ein einfacher Pull Buoy

Alternativen

Alternativen
Decathlon Pull Buoy 500
Wenn Sie nur die Arme trainieren wollenDecathlon Pull Buoy 500Klassischer Pull Buoy mit 18 Newton Auftrieb, günstiger und in zwei Größen. Mehr im Pull Buoy 500 Test.
Decathlon Trainfin Schwimmflossen
Wenn die Beinserie härter werden sollDecathlon Trainfin SchwimmflossenLange, halbsteife Flossen mit starkem Vortrieb für Beinkraft am Brett. Siehe Trainfin Test.
Decathlon Silifins Schwimmflossen
Wenn die Technik im Vordergrund stehtDecathlon Silifins SchwimmflossenKurze Silikonflossen, die die natürliche Schlagfrequenz erhalten. Details im Silifins Test.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Zuerst das eigene Niveau. Der Pull Kick ist ausdrücklich als Expertenprodukt eingestuft, und der mittlere Auftrieb ist der Grund dafür. Wer im Schwimmkurs steckt oder die Wasserlage noch sucht, kauft besser ein dickes Brett und später dieses hier.

Dann die Frage, ob man beide Funktionen wirklich braucht. Wer nie Beinserien schwimmt, sondern nur die Arme fordert, zahlt für ein Brett, das ungenutzt bleibt, und ist mit einem reinen Pull Buoy günstiger unterwegs.

Und drittens die Pflege. Unbezogener Schaum nimmt Chlorwasser auf und wird von Sonne spröde. Nach dem Training kurz abspülen und im Schatten trocknen, dann hält er Jahre statt Monate.

Häufige Fragen zum Decathlon Pull Kick 900

Wie benutzt man den Pull Kick als Schwimmbrett?

Man greift ihn an den ergonomischen Griffmulden und schiebt ihn mit ausgestreckten Armen vor sich her, während die Beine arbeiten. Durch die kompakten Maße bremst er weniger als ein klassisches Brett.

Und wie als Pull Buoy?

Man klemmt ihn mit der konkaven Fläche zwischen die Oberschenkel. Er hebt die Beine an die Oberfläche, sodass der Körper waagerecht liegt und man sich auf die Arme konzentrieren kann.

Was bringt es, ihn an die Waden zu legen?

Der Hebel wird länger und die Rumpfmuskulatur muss deutlich mehr leisten, um den Körper waagerecht zu halten. Das ist die anspruchsvollere Variante derselben Übung.

Warum hat er als Brett nur mittleren Auftrieb?

Zu viel Auftrieb hebt den Oberkörper über die natürliche Wasserlage, die Hüfte sackt ab und der Beinschlag wird in einer unrealistischen Position trainiert. Der mittlere Auftrieb hält die Lage näher am tatsächlichen Schwimmen.

Ist er für Anfänger geeignet?

Decathlon stuft ihn als Expertenprodukt ein. Wer die Wasserlage noch nicht sicher hält, kommt mit einem klassischen, auftriebsstarken Brett besser zurecht.

Braucht man zusätzlich ein Knöchelband?

Nur wenn man die Beine vollständig ruhigstellen will. Der Pull Kick hebt sie an, verhindert aber nicht, dass man unbewusst mitschlägt. Ein Band ergänzt ihn dafür sinnvoll.

Wie pflegt man ihn?

Nach dem Training mit klarem Wasser abspülen und im Schatten trocknen lassen. Der Schaum hat keinen Bezug, deshalb setzen ihm Chlor und direkte Sonne mit der Zeit zu.

Lohnt sich der Decathlon Pull Kick 900?

Fazit
8,8/10Ein Teil für zwei Aufgaben, und in beiden Rollen kein Kompromiss

Decathlon Pull Kick 900

Kombigeräte sind meist in beiden Rollen mittelmäßig. Hier nicht, weil der Auftrieb je nach Haltung unterschiedlich ausfällt und beide Werte zum jeweiligen Einsatz passen. Die Bewertungslage von 4,8 spiegelt genau das.

Die einzige echte Einschränkung ist das Niveau: Als Brett ist er für Anfänger zu wenig auftriebsstark. Wer sicher schwimmt, hat hier das sinnvollste Trainingsgerät des Sortiments.

Weiterlesen zum Schwimmtraining

Der reine Pull Buoy steht im Pull Buoy 500 Test. Die passenden Flossen finden Sie im Silifins Test, im Trainfin Test und im Easyfin Test. Die Brille dazu steht im BFast Test, wer im eigenen Pool trainiert, liest den Schwimmtrainer Test.

Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Er hat bereits Dutzende SUP Boards getestet und noch mehr Blogbeiträge über Stand Up Paddling geschrieben. Bei Wellenliebe verantwortet er den Themenbereich SUP.