Unsere Redaktion wird durch Leser unterstützt. Wir verlinken u.a. auf ausgewählte Online-Shops und Partner, von denen wir ggf. eine Vergütung erhalten. Mehr erfahren.

Die X-Vision Mid 2.0 ist die einzige Fremdmarke in dieser Testreihe. Mares baut Tauchausrüstung seit Jahrzehnten, und die X-Vision ist eines der bekanntesten Maskenmodelle des Herstellers. Die Mid-Variante ist die kleinere Ausführung für schmalere Gesichter.

Ihr stärkstes Argument ist das Sichtfeld: 34.726 Quadratmillimeter, gemessen von Decathlon. Das ist mehr als das Doppelte der hauseigenen Tauchmaske 100 Mono. Die Bewertungslage ist allerdings dünn und durchwachsen, 53 Stimmen bei 3,8 von 5 Sternen.

Dieser Test ordnet die Maske anhand der Herstellerangaben, der Bauweise und der Bewertungslage ein, geprüft am 10. August 2026 auf der Produktseite von Decathlon.

Das Urteil
7,4/10Größtes Sichtfeld im Vergleich, aber ohne Antibeschlagschutz und mit schwacher BewertungslageGrößte Sicht

Mares X-Vision Mid 2.0

Wer viel und lange taucht und ein weites Blickfeld will, findet hier die passende Maske. Wer sich nicht mit Antibeschlagmitteln beschäftigen möchte, ist mit der Tauchmaske 100 Mono besser bedient.

Spricht dafür

  • 34.726 Quadratmillimeter Sichtfeld, mehr als doppelt so viel wie bei der Einsteigermaske
  • Tri-Comfort-Technologie, weicheres Material an Stirn und Nase
  • Scheiben aus Einscheiben-Sicherheitsglas, zwei- bis fünfmal fester als normales Glas
  • Schnallen mit Mikroeinstellung, auch mit Handschuhen bedienbar
  • Bei Mares sind für viele Modelle Korrekturgläser erhältlich
  • Mid-Variante für schmalere Gesichter

Spricht dagegen

  • Ohne Antibeschlagschutz, das Glas muss vor jedem Tauchgang behandelt werden
  • Nur 53 Bewertungen bei 3,8 Sternen, die schwächste Rückmeldung im Testfeld
  • Innenvolumen mit 191 Kubikzentimetern größer als bei der Decathlon-Maske
  • Korrekturgläser sind bei Decathlon nicht erhältlich
  • Kein Etui im Lieferumfang
Kurz beantwortet
Wie groß ist das Sichtfeld?
34.726 Quadratmillimeter, gemessen von Decathlon. Das Innenvolumen liegt bei 191 Kubikzentimetern.
Hat sie einen Antibeschlagschutz?
Nein. Das Glas muss vor jedem Einsatz behandelt werden.
Was ist Tri-Comfort?
Weicheres Silikon im Bereich von Stirn und Nase für langes Tragen.
Passen Korrekturgläser?
Bei Mares grundsätzlich ja, über Decathlon sind sie aber nicht erhältlich.

Sichtfeld gegen Beschlagschutz

Die beiden Masken in diesem Vergleich stehen für zwei Philosophien. Decathlon setzt auf eine hydrophile Folie und ein kleines Glas, Mares auf ein großes Blickfeld ohne jede Beschichtung. Beides hat seine Berechtigung: Eine Beschichtung altert und verträgt weder Fett noch Finger, ein unbeschichtetes Glas dagegen lässt sich beliebig oft mit Spülmittel reinigen und behandeln, ohne dass etwas kaputtgeht.

Praktisch heißt das: Vor jedem Tauchgang muss etwas auf die Innenseite. Mares nennt Speichel oder Antibeschlagspray, dazu den Rat, eine neue Maske vorher mit Spülmittel und lauwarmem Wasser mit den Fingern zu reinigen und dabei keinen Schwamm zu benutzen. Der Grund ist eine dünne Trennschicht aus der Produktion, die erst herunter muss. Wer diesen Schritt überspringt, hält die Maske für defekt, siehe Schnorchelmaske beschlägt.

Die Bewertung im Einzelnen

Technische Daten
BauartTauchmaske mit zwei Gläsern
Sichtfeld34.726 Quadratmillimeter
Innenvolumen191 Kubikzentimeter
ScheibenEinscheiben-Sicherheitsglas
DichtungTri-Comfort mit weicherem Material an Stirn und Nase
MaskenbandSilikon
SchnallenMikroeinstellung, mit Handschuhen bedienbar
Breite17 Zentimeter
Höhe12 Zentimeter
Tiefe8 Zentimeter
Randmit Rahmen
Antibeschlagschutznicht vorhanden
Korrekturgläserbei Mares erhältlich, nicht über Decathlon
VarianteMid, für schmalere Gesichter
HerstellerMares
Die Bewertung im Einzelnen7,4/10
Dichtigkeit 25 %
7
Die Tri-Comfort-Dichtung ist gut gedacht, die Bewertungslage mit 3,8 Sternen deutet aber darauf hin, dass die Maske nicht auf jedes Gesicht passt.
Sicht 25 %
9
34.726 Quadratmillimeter sind der beste Wert im Testfeld. Genau dafür kauft man diese Maske.
Beschlagschutz 20 %
5
Nicht vorhanden. Vorbehandlung mit Spülmittel und danach Speichel oder Spray vor jedem Tauchgang.
Handhabung 20 %
8
Mikroschnallen lassen sich sehr fein einstellen und funktionieren auch mit Handschuhen, das ist ein echtes Taucherdetail.
Haltbarkeit 10 %
8
Gehärtetes Glas, keine alternde Beschichtung. Was nicht beschichtet ist, kann auch nicht abnutzen.

Warum die Bewertung so schwach ausfällt

3,8 Sterne bei 53 Stimmen sind der niedrigste Wert im gesamten Testfeld, und man sollte das nicht kleinreden. Zwei Erklärungen liegen nahe. Erstens der fehlende Beschlagschutz: Wer eine Maske aus dem Karton nimmt, sie ohne Vorbehandlung aufsetzt und nach fünf Minuten nichts mehr sieht, vergibt einen Stern und nicht fünf. Zweitens die Größe: Die Mid-Variante ist bewusst kleiner geschnitten, und wer sie ohne den Ansaugtest kauft, bekommt eine Maske, die auf seinem Gesicht nicht dichtet.

Beides sind Bedienungs- und Auswahlfehler und keine Konstruktionsfehler. Trotzdem bleibt eine schmale Datenbasis von 53 Stimmen, und das ist bei einer Kaufentscheidung ein Argument. Zum Vergleich: Die hauseigene Einsteigermaske hat zehnmal so viele Rückmeldungen.

Größe prüfen

Mares nennt denselben Test wie Decathlon: Maske ohne Band aufs Gesicht drücken, Luft anhalten, loslassen. Bleibt sie haften, passt die Form. Fällt sie ab, sucht man ein anderes Modell. Bei der Mid-Variante ist dieser Schritt wichtiger als bei jeder Standardmaske, weil sie für schmalere Gesichter geschnitten ist.

Ein Vorteil bleibt trotz allem: Wer eine Sehschwäche hat, ist bei Mares grundsätzlich an der richtigen Adresse, weil sich in die meisten Modelle Korrekturgläser einsetzen lassen, im Minusbereich von 1 bis 7 Dioptrien und in manchen Modellen auch im Plusbereich. Über Decathlon sind diese Gläser allerdings nicht zu bekommen, das läuft direkt über die Marke oder den Optiker. Mehr dazu unter Schnorchelmasken für Brillenträger.

Lieferumfang

Das ist dabei
  • Mares X-Vision Mid 2.0 mit Silikonband
  • Mikroschnallen am Maskenband

Das ist nicht dabei

  • Etui
  • Antibeschlagmittel
  • Korrekturgläser
  • Schnorchel
  • Flossen

Stärken und Schwächen

Vorteile und Nachteile

Spricht dafür

  • Größtes Sichtfeld im Testfeld
  • Tri-Comfort-Dichtung an Stirn und Nase
  • Gehärtetes Sicherheitsglas
  • Mikroschnallen, auch mit Handschuhen bedienbar
  • Modell mit Korrekturglas-Option beim Hersteller
  • Keine Beschichtung, die altern kann

Spricht dagegen

  • Kein Antibeschlagschutz, Vorbehandlung nötig
  • Nur 53 Bewertungen bei 3,8 Sternen
  • Größeres Innenvolumen als die Vergleichsmaske
  • Korrekturgläser nicht über Decathlon erhältlich
  • Kein Etui

Alternativen

Alternativen
Decathlon Tauchmaske 100 Mono
Wenn Sie keinen Beschlag wollenDecathlon Tauchmaske 100 MonoHydrophile Folie ab Werk, kleineres Sichtfeld, 530 Bewertungen. Details im Tauchmaske 100 Mono Test.
Decathlon Schnorchel 100
Wenn der Schnorchel noch fehltDecathlon Schnorchel 100Rohr mit Ausblasventil, passend zu jeder klassischen Maske. Mehr im Schnorchel 100 Test.
Decathlon FF 500 Soft
Wenn Sie länger tauchen wollenDecathlon FF 500 SoftWeiche Langflosse mit hohem Vortrieb, am Prüfstand entwickelt. Details im FF 500 Soft Test.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Rechnen Sie ein Antibeschlagmittel mit ein. Ohne Behandlung ist diese Maske im Wasser unbrauchbar, und das ist keine Schwäche des Modells, sondern die Normalität bei unbeschichtetem Glas.

Prüfen Sie zweitens die Gesichtsform. Die Mid-Variante ist die schmalere Ausführung. Wer ein breites Gesicht hat, greift zur normalen X-Vision und nicht zu dieser.

Und drittens: Wenn Korrekturgläser der Grund für den Kauf sind, klären Sie vorher, wo Sie sie beziehen. Bei Decathlon gibt es sie nicht, dafür braucht es den Hersteller oder einen Optiker. Die Übersicht über alle Bauarten steht im Tauchmasken Test.

Häufige Fragen zur Mares X-Vision Mid 2.0

Was bedeutet Tri-Comfort?

Mares verwendet im Bereich von Stirn und Nase ein weicheres Material als am übrigen Dichtrand. Das soll den Druck bei langen und häufigen Tauchgängen verteilen.

Warum beschlägt die Maske?

Weil sie keine Antibeschlagbeschichtung hat. Eine neue Maske muss zuerst mit Spülmittel und lauwarmem Wasser gereinigt werden, danach hilft vor jedem Tauchgang Speichel oder ein Antibeschlagspray.

Wie groß ist das Sichtfeld?

34.726 Quadratmillimeter, gemessen von Decathlon. Das Innenvolumen liegt bei 191 Kubikzentimetern.

Für wen ist die Mid-Variante gedacht?

Für schmalere Gesichter. Ob die Form passt, prüft man, indem man die Maske ohne Band aufs Gesicht drückt und die Luft anhält. Bleibt sie haften, sitzt sie richtig.

Kann man Gläser mit Sehstärke einsetzen?

In die meisten Mares-Modelle ja, im Minusbereich von 1 bis 7 Dioptrien und teilweise auch im Plusbereich. Über Decathlon sind diese Gläser jedoch nicht erhältlich, sie laufen über die Marke oder einen Optiker.

Ist das Glas bruchsicher?

Es ist gehärtetes Sicherheitsglas, zwei- bis fünfmal fester als gewöhnliches Glas. Bricht es doch, zerfällt es in feine, wenig scharfe Stücke.

Warum ist die Bewertung nur bei 3,8 Sternen?

Die Datenbasis ist mit 53 Stimmen klein. Die naheliegendsten Gründe sind der fehlende Beschlagschutz, der Vorbehandlung verlangt, und die schmalere Passform der Mid-Variante.

Lohnt sich die Mares X-Vision Mid 2.0?

Fazit
7,4/10Größtes Sichtfeld im Vergleich, aber ohne Antibeschlagschutz und mit schwacher Bewertungslage

Mares X-Vision Mid 2.0

Das Sichtfeld ist das Argument, und es ist ein starkes: mehr als doppelt so viel Blick wie bei der Einsteigermaske aus demselben Regal. Dazu Mikroschnallen und eine Dichtung, die für lange Tauchgänge gebaut ist.

Dagegen steht der fehlende Beschlagschutz und eine dünne, mittelmäßige Bewertungslage. Wer Antibeschlagmittel ohnehin dabei hat, kann zugreifen. Alle anderen finden im Tauchmasken Test die einfacheren Alternativen.

Weiterlesen zur Ausrüstung

Die Gegenkandidatin steht im Tauchmaske 100 Mono Test, das Feld im Tauchmasken Test. Passendes Zubehör findet sich im Schnorchel 100 Test, im FF 500 Soft Test und im FF 100 React Test.

Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Er hat bereits Dutzende SUP Boards getestet und noch mehr Blogbeiträge über Stand Up Paddling geschrieben. Bei Wellenliebe verantwortet er den Themenbereich SUP.