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Wer nach einem SUP Board für Wellen sucht, stößt schnell auf ein Problem: Echte Wave-SUPs, also kurze, schmale Hartboards um die 250 Zentimeter mit stark aufgebogener Nose, sind im deutschen Onlinehandel praktisch nicht zu bekommen. Sie sind ein Nischenprodukt für Surfreviere und werden meist direkt über Surfshops vertrieben.

Was verfügbar ist, sind Allround- und Touringboards, und die eignen sich für das Meer besser, als der Name vermuten lässt. Entscheidend sind drei Dinge: Drucksteifigkeit, damit das Board in Kabbelwasser nicht durchhängt, ausreichende Breite für den sicheren Stand bei Welle, und Salzwasserbeständigkeit von Material und Beschlägen.

Wir haben sechs Boards nach genau diesen Kriterien verglichen, vom Kinderboard bis zum drucksteifen Touringboard mit V-Rumpf. Für den ruhigen See ist die Auswahl deutlich größer, dazu unser SUP Board Test.

6Boards im Vergleich
380 cmlängstes Board für Touren auf dem Meer
280 kghöchste Zuladung
86 cmgrößte Breite für sicheren Stand

Die Top 3 auf einen Blick

Beste Wahl fürs Meer
Niphean 380 cm Stand Up Paddling Board, 280 kg Tragfähigkeit Touring SUP Board mit Komplettem SUP-Zubehör&Kickpad, Stabiles Inflatable Paddle Board for Adults Racing-Surfing (Anfängerfreundlich)
Woven Drop-Stitch, 160 Prozent steifer, V-Rumpf und 280 Kilogramm Zuladung.
Mit Windsurf-Rigg
VirtuFit Supboard Surfer 305 - Türkis - Inklusive Windsurfer und Zubehör
Aufblasbares Board, das sich in ein Windsurfboard umbauen lässt.
Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Bluemarina Stand Up Paddling Board Ariki (Classic 325 cm)
1000 Denier laminiertes PVC, salzwasserbeständig, Komplettset.

Alle Boards im Vergleich

ModellLängeBauartZuladungPreisklasse
Niphean Touring 380Beste Wahl fürs Meer380 Zentimeteraufblasbar, Woven Drop-Stitch280 Kilogramm€€€
VirtuFit Surfer 305Mit Windsurf-Rigg305 Zentimeteraufblasbar, umrüstbarkeine Herstellerangabe€€€
Bluemarina Ariki 325Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis325 Zentimeteraufblasbar, laminiertes PVC140 Kilogramm€€
Stemax Wild DogBester Stand11 Fuß 8 Zoll, rund 355 Zentimeteraufblasbar, Double Layer Wovenkeine Herstellerangabe€€€€
FBSPORT SUPPreiseinstiegkeine Herstellerangabe, 15 Zentimeter dickaufblasbar, EVA-Deck160 Kilogramm€€
EXPLORER WaveFür Kinder244 Zentimeteraufblasbar, Dropstitch60 Kilogramm

Die Boards im Einzelnen

Platz 1

Niphean Touring SUP Board 380 cm

Beste Wahl fürs Meer
  • Länge380 Zentimeter
  • Breite84 Zentimeter
  • MaterialWoven Drop-Stitch
  • Steifigkeit160 Prozent steifer als Standard-Dropstitch
  • RumpfformV-Rumpf
  • Zuladung280 Kilogramm
  • Gewicht9,25 Kilogramm
  • Garantie3 Jahre

Geeignet für: Längere Touren auf dem Meer und auf bewegtem Wasser

Das Niphean ist unter den verfügbaren Boards dasjenige, das dem Anspruch Meer am nächsten kommt. Der Grund ist die Bauart: Woven Drop-Stitch, also gewebte statt gerader Verbindungsfäden im Inneren. Der Hersteller gibt eine um 160 Prozent höhere Steifigkeit gegenüber einfachem Dropstitch an.

Warum das entscheidend ist, merkt man erst auf bewegtem Wasser. Ein weiches Board biegt sich unter dem Fuß durch, sobald eine Welle unter der Mitte durchläuft, und dann steht man nicht mehr stabil. Ein drucksteifes Board bleibt gerade und lässt sich auch in Kabbelwasser kontrollieren.

Dazu kommen ein V-Rumpf am Bug, der durch die Welle schneidet statt darauf zu klatschen, 84 Zentimeter Breite für den Stand und 280 Kilogramm Zuladung. Was das Board nicht ist: ein Wellenreiter. Mit 380 Zentimetern dreht es träge, es ist auf Strecke gebaut, nicht auf enge Manöver.

Spricht dafür

  • Woven Drop-Stitch ist die steifste aufblasbare Bauart, laut Hersteller 160 Prozent steifer als Standard
  • Ein steifes Board hängt in Kabbelwasser nicht durch, das ist auf dem Meer der wichtigste Punkt
  • V-Rumpf am Bug schneidet durch Welle statt darauf zu klatschen
  • 380 Zentimeter Länge bringen echten Geradeauslauf
  • 84 Zentimeter Breite geben sicheren Stand bei bewegtem Wasser
  • Zuladung von 280 Kilogramm, damit sind auch zwei Personen möglich
  • 9,25 Kilogramm sind für diese Länge ein guter Wert
  • 3 Jahre Garantie, die längste im Vergleich

Spricht dagegen

  • Bei 380 Zentimetern in der Welle träge zu drehen
  • Höherer Preis als die Einsteigerboards
  • Langes Board braucht mehr Platz im Auto und beim Aufpumpen
  • Kein Wave-Board im eigentlichen Sinn
  • Keine Angabe zum Lieferumfang bei Paddel und Pumpe
  • Bei Seitenwind bietet die lange Fläche viel Angriff
  • Länge305 Zentimeter
  • Bauartaufblasbar
  • Umbauin ein Windsurfboard umwandelbar
  • MastfußAufnahme vorhanden
  • EinsatzSUP und Windsurfen
  • Länge im Vergleichkompakt genug für Manöver
  • HerstellerVirtuFit
  • ZielgruppeEinsteiger ins Windsurfen

Geeignet für: Wer beides will, Paddeln und Windsurfen, ohne zwei Boards zu kaufen

Das VirtuFit Surfer 305 verfolgt einen eigenen Ansatz: Es ist ein aufblasbares SUP Board mit Aufnahme für einen Mastfuß, lässt sich also mit einem passenden Rigg in ein Windsurfboard umbauen. Am Meer, wo Wind eher die Regel als die Ausnahme ist, wird damit aus einem Störfaktor eine zweite Sportart.

Mit 305 Zentimetern ist es deutlich kürzer als das Niphean und lässt sich entsprechend besser drehen. Für Manöver in der Welle ist das die brauchbarere Länge, für lange Strecken bei Gegenwind die schlechtere. Diese Abwägung sollte man vor dem Kauf treffen.

Zwei Punkte gehören dazugesagt: Das Rigg ist nicht im Preis enthalten, und der Hersteller nennt weder Zuladung noch Angaben zur Drop-Stitch-Bauart. Wer ein reines SUP Board sucht, bekommt anderswo mehr Daten für das Geld. Wer beides will, findet hier den günstigsten Einstieg.

Spricht dafür

  • Lässt sich mit einem Rigg in ein Windsurfboard umbauen, das kann sonst keines hier
  • Mit 305 Zentimetern kompakt genug, um in der Welle noch zu drehen
  • Aufblasbar und damit transportabel, auch mit Mastfußaufnahme
  • Für den Einstieg ins Windsurfen deutlich günstiger als ein eigenes Board
  • Am Meer ist Wind die Regel, hier wird er zum Vorteil statt zum Störfaktor
  • Zwei Sportarten mit einer Anschaffung
  • Doppelte Nutzung verlängert die Saison spürbar
  • Etablierter Anbieter im Fitness- und Wassersportbereich

Spricht dagegen

  • Das Rigg ist nicht im Preis enthalten und kostet zusätzlich
  • Keine Angabe zur Zuladung
  • Keine Angabe zur Drop-Stitch-Bauart oder Steifigkeit
  • Ein Kompromissboard, in beiden Disziplinen nicht die Spitze
  • Höherer Preis als die reinen SUP-Einsteigerboards
  • Keine Angabe zum Lieferumfang
Platz 3

Bluemarina Ariki 325 SUP Board Komplettset

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Länge325 Zentimeter
  • Material1000 Denier laminiertes PVC
  • Verarbeitungüber 15.000 Stitches
  • Salzwasserausdrücklich beständig
  • Zuladung140 Kilogramm
  • LieferumfangKomplettset
  • ZubehörLeash und Halterung für Action-Cam
  • Bauartaufblasbar

Geeignet für: Der beste Einstieg fürs Meer, ohne separat Zubehör kaufen zu müssen

Das Bluemarina Ariki ist das Board mit dem besten Verhältnis aus Preis und Meerestauglichkeit. Der wichtigste Punkt steht direkt in den Herstellerangaben: salzwasserbeständig. So klar formuliert das kaum ein Anbieter, obwohl Salz genau das ist, was Kleber, Ventile und Beschläge angreift.

Auch die Materialangaben sind ungewöhnlich konkret. 1000 Denier laminiertes PVC beschreibt eine belastbare Außenhaut, und über 15.000 Stitches im Inneren sorgen dafür, dass sich der Druck gleichmäßig verteilt, statt an einzelnen Stellen Beulen zu bilden.

Als Komplettset mit Leash und Action-Cam-Halterung ist es sofort einsatzbereit. Die Leash ist am Meer keine Spielerei: Ein abgetriebenes Board holt man in Strömung nicht mehr ein. Was fehlt, ist die Woven-Bauart des Testsiegers, entsprechend weicher ist das Board unter Last.

Spricht dafür

  • Ausdrücklich salzwasserbeständig, das nennen die wenigsten Hersteller so klar
  • 1000 Denier laminiertes PVC ist eine belastbare Materialangabe
  • Über 15.000 Stitches im Inneren sorgen für gleichmäßigen Druckaufbau
  • 325 Zentimeter sind ein guter Kompromiss aus Lauf und Wendigkeit
  • Komplettset, Paddel und Pumpe müssen nicht dazugekauft werden
  • Leash liegt bei, am Meer ist sie Pflichtausrüstung
  • Halterung für die Action-Cam bereits vorhanden
  • Zuladung von 140 Kilogramm reicht für die meisten Erwachsenen
  • Deutlich günstiger als die drucksteifen Touringboards

Spricht dagegen

  • Standard-Dropstitch statt Woven, entsprechend weniger drucksteif
  • Zuladung von 140 Kilogramm begrenzt Gepäck und Mitfahrer
  • Keine Angabe zum Gewicht des Boards
  • Keine Angabe zur Breite
  • Kein V-Rumpf, klatscht in kurzer Welle stärker
  • Keine Angabe zur Garantiedauer
  • Länge11 Fuß 8 Zoll, rund 355 Zentimeter
  • Breite86 Zentimeter
  • MaterialDouble Layer Woven
  • ZubehörSUPwave Coil-Leash
  • EinsatzzweckYoga und Paddeln mit Hund
  • Bauartaufblasbar
  • Standflächebesonders großzügig
  • Aufbaudoppellagig verklebt

Geeignet für: Wer Standfestigkeit über alles stellt, mit Hund oder Kind an Bord

Das Stemax Wild Dog ist das teuerste und zugleich am aufwendigsten gebaute Board dieser Liste. Double Layer Woven bedeutet zwei verklebte Lagen mit gewebter Innenstruktur, und das ergibt die höchste Drucksteifigkeit, die aufblasbare Boards erreichen.

Mit 86 Zentimetern ist es außerdem das breiteste Board hier. Breite ist die einfachste Form von Sicherheit: Auf einem breiten Board steht man auch dann noch, wenn eine Welle das Heck anhebt. Genau deshalb ist es für Yoga und fürs Paddeln mit Hund ausgelegt, beides braucht eine ruhige Plattform.

Der doppellagige Aufbau hat einen zweiten Vorteil, den man erst zu schätzen weiß, wenn ein Hund an Bord ist: Krallen hinterlassen auf einer einlagigen Haut Kratzer bis in die Trägerschicht. Für schnelle Manöver in der Welle ist das Board dagegen zu breit und zu träge.

Spricht dafür

  • Mit 86 Zentimetern das breiteste Board im Vergleich, entsprechend kippstabil
  • Double Layer Woven ist die aufwendigste und steifste Bauart hier
  • Doppellagig verklebt, das hält auch punktueller Belastung durch Hundekrallen stand
  • SUPwave Coil-Leash im Lieferumfang, sie schleift nicht im Wasser
  • Ausdrücklich für Yoga und für das Paddeln mit Hund ausgelegt
  • Große Standfläche gibt auch Ungeübten Sicherheit
  • Rund 355 Zentimeter Länge laufen auf Strecke gut
  • Sehr hochwertige Verarbeitung im gesamten Aufbau

Spricht dagegen

  • Mit Abstand teuerstes Board im Vergleich
  • Keine Angabe zur Zuladung
  • 86 Zentimeter Breite bremsen die Wendigkeit deutlich
  • Für Wellenreiten die falsche Bauart
  • Doppellagiger Aufbau bedeutet höheres Gewicht
  • Kein Komplettset genannt
  • Dicke15 Zentimeter
  • Zuladung160 Kilogramm
  • Finnen3 abnehmbar
  • DeckEVA-Antirutschbelag
  • LieferumfangAlupaddel und Pumpe
  • Bauartaufblasbar
  • VerstellbarkeitPaddel in der Länge einstellbar
  • EinsatzSee, Fluss, ruhige Küste

Geeignet für: Der günstigste Weg auf ein Board, das im Meer noch mitkommt

Das FBSPORT ist der günstigste vollständige Einstieg. Board, Alupaddel und Pumpe sind enthalten, es fehlt nichts, um am nächsten Tag ins Wasser zu gehen. Für den Test, ob der Sport überhaupt zusagt, ist das der vernünftige Weg.

Die 15 Zentimeter Dicke sind der wichtigste technische Punkt: Dickere Boards haben mehr Volumen, tragen schwerere Fahrer und bleiben unter Druck steifer. 160 Kilogramm Zuladung sind entsprechend großzügig. Die drei Finnen lassen sich abnehmen, was in flachem Wasser praktisch ist.

Für ernsthafte Meereseinsätze fehlen dem Board zwei Dinge: eine Angabe zur Länge, ohne die sich der Geradeauslauf nicht beurteilen lässt, und eine klare Aussage zur Salzwasserbeständigkeit. Wer es an der Küste nutzt, sollte es nach jeder Fahrt gründlich mit Süßwasser abspülen. Für den Weg über heißen Sand und scharfe Steine sind passende Badeschuhe fürs Meer ohnehin zu empfehlen.

Spricht dafür

  • Niedriger Preis bei vollständigem Set aus Board, Alupaddel und Pumpe
  • 15 Zentimeter Dicke sorgen für Auftrieb und Steifigkeit
  • Zuladung von 160 Kilogramm ist großzügig bemessen
  • Drei abnehmbare Finnen, die mittlere lässt sich für flaches Wasser entfernen
  • EVA-Deck bietet auch nass sicheren Halt
  • Paddel in der Länge verstellbar, mehrere Personen können dasselbe Board nutzen
  • Sofort einsatzbereit, kein Zubehör muss dazugekauft werden
  • Für den Einstieg in den Sport vollkommen ausreichend

Spricht dagegen

  • Keine Angabe zur Länge, damit ist der Geradeauslauf nicht einschätzbar
  • Standard-Dropstitch, keine Woven-Bauart
  • Keine Aussage zur Salzwasserbeständigkeit
  • Alupaddel ist schwerer als Carbon und ermüdet die Arme schneller
  • Keine Angabe zum Gewicht des Boards
  • Einfache Beschläge im Vergleich zu den teureren Modellen
  • Maße244 x 71 x 10 Zentimeter
  • Zuladungbis 60 Kilogramm
  • MaterialDropstitch mit 1100 Denier EXP
  • LieferumfangKomplettset
  • ZielgruppeKinder und Jugendliche
  • Bauartaufblasbar
  • Längekürzestes Board im Vergleich
  • Handhabungleicht zu tragen und zu drehen

Geeignet für: Kinder und leichte Jugendliche, die im flachen Wasser üben

Das EXPLORER Wave ist das einzige Board hier, das ausdrücklich für Kinder gebaut ist. 244 Zentimeter Länge, 71 Zentimeter Breite, 60 Kilogramm Zuladung und ein Komplettset zum niedrigsten Preis des Vergleichs.

Die kurze Länge hat einen doppelten Nutzen: Kinder können das Board selbst zum Wasser tragen, und es dreht bereitwilliger als jedes lange Touringboard. Genau das brauchen die ersten Versuche im flachen, geschützten Wasser, wo Geradeauslauf keine Rolle spielt.

Mit 1100 Denier EXP nennt der Hersteller eine belastbare Materialangabe, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Klar bleibt die Grenze: 60 Kilogramm Zuladung, 10 Zentimeter Dicke, kein Board für offenes Meer oder Strömung. Kinder gehören auf dem Wasser ohnehin immer begleitet und in eine Schwimmweste.

Spricht dafür

  • Mit 244 Zentimetern kurz genug, dass Kinder es selbst tragen und drehen können
  • 1100 Denier EXP ist eine belastbare Materialangabe für diese Preisklasse
  • Zuladung bis 60 Kilogramm passt zur Zielgruppe
  • Komplettset, es muss nichts dazugekauft werden
  • Günstigstes Board im gesamten Vergleich
  • Kurze Länge dreht in der Welle am leichtesten von allen hier
  • 71 Zentimeter Breite geben Kindern ausreichend Stand
  • Ideal, um im flachen Wasser die ersten Versuche zu machen

Spricht dagegen

  • Für Erwachsene nicht geeignet, 60 Kilogramm sind die Grenze
  • Nur 10 Zentimeter dick, entsprechend wenig Volumen
  • Kurze Länge läuft geradeaus schlecht
  • Kein Board für offenes Meer oder Strömung
  • Standard-Dropstitch ohne Woven-Aufbau
  • Kinder gehören auf dem Wasser immer begleitet

Welches Board für welchen Fall

Welches Set passt zu Ihnen?
Längere Touren auf dem Meer
Woven Drop-Stitch, V-Rumpf, 280 Kilogramm Zuladung.
Paddeln und Windsurfen mit einem Board
Aufnahme für den Mastfuß, Rigg separat.
Einstieg fürs Meer mit vollständigem Set
Salzwasserbeständig, Leash und Cam-Halterung inklusive.
Größtmögliche Standsicherheit
86 Zentimeter breit, Double Layer Woven, auch mit Hund.
Kleines Budget für die erste Saison
Board, Paddel und Pumpe im Set, 160 Kilogramm Zuladung.
Kinder im flachen Wasser
244 Zentimeter, bis 60 Kilogramm, Komplettset.

Ratgeber: SUP im Meer und in der Welle

Echte Wave-SUPs sind im Onlinehandel kaum zu finden: Ein Wave-SUP ist ein kurzes Hartboard von 240 bis 280 Zentimetern mit stark aufgebogener Nose und wenig Volumen. Diese Boards werden fast ausschließlich über Surfshops verkauft. Wer bei Amazon nach Wave-SUP sucht, bekommt Allround- und Touringboards, und die sind für Wellenreiten im engeren Sinn nicht gemacht.

Drucksteifigkeit ist auf dem Meer der wichtigste Wert: Auf glattem Wasser fällt ein weiches Board kaum auf. Sobald Welle unter dem Board durchläuft, biegt es sich in der Mitte durch, und man verliert den Stand. Woven Drop-Stitch und doppellagige Bauarten sind hier den einfachen Dropstitch-Boards deutlich überlegen, kosten aber mehr.

Breite bringt Sicherheit, Länge bringt Lauf: Unter 76 Zentimetern Breite wird es bei bewegtem Wasser wacklig, ab 84 Zentimetern steht man sicher. Die Länge entscheidet über den Geradeauslauf: Ab 320 Zentimetern läuft ein Board spürbar besser, unter 300 Zentimetern dreht es leichter. Beides zugleich geht nicht.

Salzwasser braucht Nachsorge: Salz greift Ventile, Klebestellen und Beschläge an und kristallisiert beim Trocknen in den Nähten. Spülen Sie das Board nach jeder Fahrt am Meer mit Süßwasser ab und lassen Sie es trocknen, bevor Sie es einrollen. Hersteller, die Salzwasserbeständigkeit ausdrücklich angeben, wie Bluemarina, machen das aus gutem Grund.

Leash ist am Meer Pflicht: Auf dem See ist eine abgetriebene Board eine Unannehmlichkeit, im Meer mit ablandigem Wind ein ernstes Problem. Ein Board treibt schneller ab, als ein Mensch schwimmen kann. Eine Coil-Leash, die nicht im Wasser schleift, ist die richtige Bauart. In Strömung gilt allerdings die Gegenregel: Dort kann eine Leash zur Gefahr werden.

Ablandiger Wind ist die eigentliche Gefahr: Wind, der vom Ufer aufs Wasser weht, fühlt sich am Strand harmlos an und trägt einen Paddler in kurzer Zeit weit hinaus. Zurück gegen den Wind zu paddeln ist ungleich schwerer. Prüfen Sie vor jeder Fahrt die Windrichtung und bleiben Sie bei ablandigem Wind an Land.

Finnen an das Revier anpassen: Drei Finnen laufen geradeaus stabiler, eine einzelne dreht leichter. In flachem Wasser über Sandbänken nimmt man die mittlere Finne heraus, sonst schleift sie. Boards mit abnehmbaren Finnen wie das FBSPORT sind hier flexibler als solche mit fest verklebten.

Zuladung nicht knapp kalkulieren: Die angegebene Zuladung gilt für Fahrer plus Gepäck. Wer 90 Kilogramm wiegt und mit einem Board mit 140 Kilogramm Grenze unterwegs ist, hat kaum Reserve für Rucksack, Wasser und einen Mitfahrer. Boards mit 200 Kilogramm und mehr liegen ruhiger im Wasser, weil sie weniger tief eintauchen.

Häufige Fragen

Kann man mit einem aufblasbaren SUP Board Wellen reiten?

In kleinen, weichen Wellen ja, richtig surfen aber nicht. Aufblasbare Boards sind dicker, weicher und weniger kantig als Hartboards und lassen sich deshalb nicht scharf anschneiden. Für den Spaß in Ufernähe reicht es, für echtes Wellenreiten braucht es ein Hartboard aus dem Surfshop.

Welches SUP Board eignet sich für das Meer?

Eines, das drucksteif genug ist, um in Welle nicht durchzuhängen, mindestens 80 Zentimeter breit für sicheren Stand und ausdrücklich salzwasserbeständig. Woven Drop-Stitch wie beim Niphean oder doppellagige Bauarten wie beim Stemax sind hier klar im Vorteil gegenüber einfachen Einsteigerboards.

Wie viel Bar Druck braucht ein SUP Board im Meer?

So viel, wie der Hersteller als Maximum angibt, meist 15 PSI, das entspricht rund einem Bar. Auf bewegtem Wasser wirkt jeder fehlende Druck direkt als Durchbiegen unter dem Fuß. Prüfen Sie den Druck vor jeder Fahrt nach, warme Sonne und kaltes Wasser verändern ihn.

Schadet Salzwasser dem Board?

Dem PVC selbst kaum, den Klebestellen, Ventilen und Beschlägen dagegen schon. Salz kristallisiert beim Trocknen und arbeitet sich in Nähte und Dichtungen. Abspülen mit Süßwasser nach jeder Fahrt und vollständiges Trocknen vor dem Einrollen verlängern die Lebensdauer erheblich.

Was ist Woven Drop-Stitch?

Bei einfachem Dropstitch verbinden gerade Fäden Ober- und Unterseite des Boards. Beim Woven Drop-Stitch sind diese Fäden zusätzlich verwoben, wodurch sich der Druck gleichmäßiger verteilt und das Board bei gleichem Luftdruck deutlich steifer wird. Niphean gibt dafür 160 Prozent mehr Steifigkeit an.

Ab welchem Wind sollte man nicht mehr aufs Wasser?

Als Faustregel gilt: Ab Windstärke drei wird es auf dem Meer anstrengend, ab vier gehört ein SUP nicht mehr aufs offene Wasser. Entscheidender als die Stärke ist die Richtung. Ablandiger Wind ist auch bei geringer Stärke gefährlich, weil er einen unbemerkt hinaustreibt.

Fazit

Wer ein Board fürs Meer sucht, kommt beim Niphean Touring 380 am weitesten: Woven Drop-Stitch mit 160 Prozent mehr Steifigkeit, V-Rumpf, 84 Zentimeter Breite und 280 Kilogramm Zuladung sind genau die Werte, die auf bewegtem Wasser zählen. Wer es kompakter und günstiger will, greift zum salzwasserbeständigen Bluemarina Ariki 325, das als Komplettset samt Leash kommt.

Für maximale Standsicherheit, auch mit Hund oder Kind an Bord, ist das doppellagige Stemax Wild Dog mit 86 Zentimetern Breite die richtige Wahl, und wer Wind sowieso vor der Haustür hat, bekommt mit dem VirtuFit Surfer 305 ein Board, das sich zum Windsurfen umbauen lässt. Eines sollte man wissen: Ein echtes Wave-SUP zum Wellenreiten ist keines dieser Boards, dafür führt der Weg in den Surfshop.

Benjamin ist ein leidenschaftlicher Wassersportler, dessen Herz besonders für das Stand-Up Paddling (SUP) schlägt. Mit Begeisterung teilt er sein Wissen und seine Erlebnisse rund um das SUP, um auch andere für dieses faszinierende Element zu begeistern.

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