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Wissenswertes über Wasser: „Frisches Wasser = frische Ideen“

Klares und sauberes Trinkwasser ist nicht nur für den Menschen ein Lebensmittel, Trinkwasser ist ein Überlebensmittel. Wasser hat Leben auf der Erde erst möglich gemacht und ohne es könnten wir nur wenige Tage überleben. Täglich nutzen wir es ganz selbstverständlich zum Trinken, Kochen, Waschen und Duschen.

Es ist für uns alle so alltäglich, dass wir seine Bedeutung und seinen Wert kaum noch wahrnehmen. Grund genug, uns näher mit dem Wasser, dem Trinkwasser, zu beschäftigen. Was ist das Besondere am Element Wasser, welche Bedeutung hatte das Wasser in der Geschichte der Menschheit, wofür benötigen wir es, wie geht man damit um und wie können und müssen wir es schützen?

Foto: Wasserschutzgebiet

Wasser war immer schon von großer Bedeutung

Menschen haben Wasser nicht nur seit Anbeginn genutzt. Sie haben sich auch schon sehr früh damit auseinandergesetzt. Aufgrund seiner Bedeutung wurde es bei den Philosophen zu den vier Urelementen gezählt. Für Aristoteles (384–322 v. Chr.) war es neben Feuer, Luft und Erde eines der „vier Elemente“. Thales von Milet (624–546 v. Chr.) sah im Wasser den Urstoff des Seins: „Alles Leben kommt aus dem Wasser und ins Wasser kehrt alles Leben zurück.“

Die ersten großen Siedlungen der Menschen waren immer in der Nähe von Wasser. Aus dieser Zeit stammt auch der Satz: „Er hat nahe am Wasser gebaut.“ Heute ist dieser Satz nur noch im übertragenen Sinne gebräuchlich. In unserer Sprache hat sich aber noch ein anderes Bild erhalten, das mit der Bedeutung des Wassers zusammenhängt.

Das Bild des „Brunnenvergifters“. Seitdem Menschen Brunnen nutzten, gehörte das „Brunnenvergiften“ zu den schändlichsten Straftaten und wurde schwer bestraft. Heute sorgen mehrere Tausend Wasserversorger in Deutschland mit zahllosen Wasserschutzgebieten, langfristigem Umweltschutz und modernster Wasseraufbereitung dafür, dass kein Brunnen, kein Trinkwasser mehr vergiftet ist.

Foto: Ein Bach

Wasser – viel und doch sehr wenig

Wasser ist auf der Erde in großen Mengen vorhanden. Die Erdoberfläche ist zu 72 Prozent mit Wasser bedeckt, woran die Ozeane den größten Anteil haben. Zusammen sind dies 1,38 Milliarden Kubikkilometer Wasser. Die Süßwasserreserven sind mit 35 Millionen Kubikkilometern, oder rund 2,5 Prozent der Gesamtwassermenge, deutlich geringer. Hiervon stehen uns aber nur etwa 0,3 Prozent für die Wassergewinnung zur Verfügung.

Natürliche Trinkwasservorräte sind auf der Welt nicht gleich verteilt. Viele Länder der Erde leiden unter Wassermangel. Die meisten Länder Europas kennen dieses Problem nicht. Neben den natürlichen Gegebenheiten ist dies auch einer über 150 Jahre alten verantwortungsvollen Wasserwirtschaft zu verdanken. Trotzdem, oder gerade deshalb, sollten wir nicht gedankenlos mit Wasser umgehen.

Anders als z. B. Energie wird Wasser nicht verbraucht, sondern nur gebraucht. Je weniger wir es verunreinigt der Natur zurückgeben, je weniger Schadstoffe ins Wasser gelangen, umso sicherer ist unsere Wasserversorgung auch in Zukunft. Deshalb sollten wir sehr sorgsam mit unserem wichtigsten Lebensmittel umgehen.

Foto: Wüste

Wasser ist ungleich verteilt und wird ungleich genutzt

Trinkwasser, wie wir es kennen, ist weltweit ein knappes Gut und steht nicht allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung. Rund zwei Drittel der Weltbevölkerung sind ohne eine ausreichende Wasserversorgung. Während dies in Europa nur 2% der Bevölkerung betrifft, leiden in Lateinamerika schon 7% der Menschen unter diesem Mangel. In Afrika sind es 28 % der Bevölkerung.

Negativer Spitzenreiter ist Asien. Hier haben 63% keinen Zugang zu einer ausreichenden Wasserversorgung. Laut einer Studie der UNESCO wird sich der Wasser bedarf der Weltbevölkerung von derzeit rund 5.000 km³ auf rund 10.000 km³ im Jahr 2050 erhöhen. Zu diesem Zeitpunkt werden etwa 9,1 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Aber auch der Wasserverbrauch pro Person und Tag ist sehr unterschiedlich.

Den geringsten Wasserverbrauch in Europa hat Belgien mit 122 Litern, dicht gefolgt von Deutschland mit 124 Litern. Im Mittelfeld des Verbrauchs liegen die Länder Österreich, Frankreich, Niederlande, England und Luxemburg mit einem Wasserverbrauch zwischen 160 und 170 Litern. Den höchsten europäischen Wasserverbrauch haben die Länder Schweiz mit 237 Litern, Italien mit 242 Litern und Norwegen mit 260 Litern.

Foto: Kind trinkt Leitungswasser

Wasser im menschlichen Körper

Der menschliche Körper besteht zu 70 Prozent aus Wasser. Deshalb ist Wasser für uns auch lebensnotwendig und erfüllt viele Funktionen in unserem Körper. Als Bestandteil des Blutes versorgt es uns mit Sauerstoff und allen wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig werden Giftstoffe über die Blutbahn zu den Nieren transportiert und von dort aus ausgeschieden.

Wasser reguliert zu einem großen Teil unsere Körpertemperatur. Ist sie erhöht, schwitzen wir und damit bleibt die Körpertemperatur konstant. Als Lösungsmittel sorgt Wasser für eine gleichbleibende Konsistenz aller Körperflüssigkeiten. So wird bei einem Wasserverlust z. B. Blut dickflüssiger. Viele Vitamine und Zuckermoleküle kann unser Körper nur durch Wasser nutzen.

Es ist daran beteiligt, die Stoffe zu spalten, sodass sie im Körper weiterverarbeitet werden können. Wasser ist ein wesentlicher Bestandteil von Zellen und Gewebe. Unser Körper wird ständig durchspült. Allein durch unser Gehirn fließen täglich rund 1.400 Liter Körperflüssigkeit und gewährleisten so unsere Leistungsfähigkeit und Konzentration.

Foto: Junge Frau trinkt Wasser

Der Wasserbedarf unseres Körpers

Der menschliche Körper verliert allein über die Haut (ca. 0,5 Liter) und die Harnflüssigkeit (ca. 1,5 Liter) rund zwei Liter Flüssigkeit pro Tag. An heißen Tagen oder durch Sport kann sich dieser Wasserverlust um das Drei- bis Vierfache erhöhen. Durch Essen und vor allem Trinken müssen wir diesen Wasserverlust mindestens ausgleichen. Fehlen dem Körper nur 0,5 Prozent Wasser, bekommen wir Durst.

Bei zwei Prozent Wasserverlust lässt unsere Denk- und Konzentrationsfähigkeit um 20 Prozent nach. Wir fühlen uns schlapp. Drei Prozent zu wenig Wasser führen zu einem trockenen Mund. Die Harnproduktion lässt nach. Bei fünf Prozent muss unser Herz wesentlich mehr Kraft aufwenden, um das nun dickere Blut durch den Körper zu pumpen. Die Körpertemperatur steigt, wir bekommen Kopf- und Muskelschmerzen.

Unsere Wahrnehmung ist eingeschränkt. Bei zehn Prozent Wasserverlust treten vermehrt Krämpfe auf. Sie gehen mit Verwirrtheitszuständen einher. Liegt der Wassermangel über zehn Prozent, drohen Nieren- und Kreislaufversagen. Deshalb ist das Trinken für uns Menschen genauso wichtig wie das Atmen.

Foto: Händewaschen

Ein Kubikmeter Wasser ist eine ganze Menge

Qualitativ hochwertiges Trinkwasser hat einen Wert und damit auch einen Preis. Im Durchschnitt benötigt ein Berliner Haushalt 111 Liter pro Tag. Bezogen auf den Trinkwasserpreis entspricht dies etwa dem Preis einer Schrippe. Abgerechnet wird er pro m³. 1m³ Wasser ist eine ganze Menge.

Immerhin ein Würfel mit einer Seitenlänge von einem Meter und er wiegt genau eine Tonne. 1m³ Wasser sind 1.000 Liter und entspricht damit rund 83 Kisten Mineralwasser (à 12 Liter). Allerdings muss sich mit Trinkwasser niemand abschleppen und es im Keller lagern. Es wird frei Haus geliefert. Zu Hause können Sie sich z. B. mit 1m³ Trinkwasser über 5.000 Tassen Kaffee kochen.

Zähneputzen geht mit 1m³ Trinkwasser rund 5.000 Mal – duschen können Sie damit an 20 Tagen, Händewaschen geht immerhin bei 400 Gelegenheiten. Aber auch Ihr Hund muss keinen Durst leiden. Er kann sich mit dieser Menge Wasser über 600 Tage lang erfrischen. Sie können aber auch eine ganze Menge Eiswürfel produzieren – es reicht für mehr als 45.000 Eiswürfel, die, übereinander gestapelt, mit über einem Kilometer höher wären als die meisten deutschen Mittelgebirge.

Foto: Frau auf einer Wiese

Frisches Wasser – frischer Kopf – frische Ideen

Wenn Sie sich müde, unkonzentriert und unwohl fühlen, kann dies daran liegen, dass Sie zu wenig getrunken haben. Schon zwei Prozent zu wenig Wasser im Körper kann die Konzentrationsfähigkeit um 20 Prozent senken.

Also: Wenn Sie frische Ideen brauchen, brauchen Sie frisches Wasser. Und was wäre besser geeignet als frisches Trinkwasser, dieses bestens überwachte Lebensmittel. Gerade auch am Arbeitsplatz ist regelmäßiges Trinken wichtig. Lassen Sie sich nicht von Terminen oder Stress davon abhalten, immer einmal wieder einen großen Schluck zu nehmen.

Denn: Ohne Wasser leistet der Kurzzeitspeicher unseres Gehirns deutlich weniger. Wir erfassen weniger Informationen, verarbeiten sie langsamer und können komplexe Zusammenhänge schlechter überblicken. Ohne Wasser lässt die Aufmerksamkeit nach. Besprechungen werden ineffektiver, Tippfehler am Computer nehmen zu. Fehler im Produktionsprozess werden häufiger. Wasser bringt die notwendige Aufbauhilfe für Körper und Geist. Man ist seltener krank und gleichzeitig motivierter. Probieren Sie es aus – mit einem Glas klarem, kühlem Trinkwasser.

Foto: Zwei Kinder in einer Badewanne

Wer verbraucht wie viel Wasser wofür?

Deutschland verfügt insgesamt über Wasserressourcen in Höhe von 188 Milliarden Kubikmetern. Der größte Nutzer von Wasser sind die Wärmekraftwerke der öffentlichen Energieversorgung mit 12 Prozent oder 22,5 Milliarden m³.

Der Bergbau, das verarbeitende Gewerbe und die Landwirtschaft nutzen jährlich 7,7 Milliarden m³ bzw. 4,1 Prozent. Für die öffentliche Wasserversorgung benötigen wir jedes Jahr rund 5,4 Milliarden m³ Wasser oder 2,9 Prozent der gesamten in Deutschland zur Verfügung stehenden Wassermenge. Ungenutzt sind 152,4 Milliarden m³ bzw. 81 Prozent. Im Rahmen der öffentlichen Wasserversorgung benötigt jeder Bundesbürger durchschnittlich etwa 124 Liter Wasser pro Tag.

Den größten Teil davon nutzt er mit über 44 Litern für Duschen, Baden und Körperpflege, gefolgt von der Toilettenspülung mit über 33 Litern. Das Wäschewaschen schlägt mit 15 Litern pro Tag ins Gewicht, der Kleingewerbeanteil mit elf Litern. Für die Raumreinigung braucht er sieben Liter, genauso viel wie für das Geschirrspülen. Lediglich fünf Liter Wasser nutzt jeder Deutsche im Durchschnitt pro Tag für das Trinken und die Zubereitung des Essens.

Foto: Duschende Frau

Natürliche Schönheit mit Wasser

Wenn Ihre Haut Durst hat, bekommen Sie es deutlich zu spüren und man kann es sehen. Die Haut wird trocken und rau. Die weitere Folge sind kleine Fältchen. Mit Wasser können Sie Ihrer Haut wieder ein jugendliches und frisches Aussehen schenken. Um kleine Fältchen zu reduzieren, müssen Sie vor allem eines: viel trinken. So oft wie möglich und über den Tag verteilt.

Gleich nach dem Aufstehen bis vor dem Schlafengehen. Schon allein hierdurch können Sie und Ihre Haut länger jung aussehen. Das Wasser sammelt sich im Bindegewebe und polstert kleine Fältchen wieder auf – natürlich und von innen. Viele Cremes und Lotionen nutzen diesen Effekt. Ihr wichtigster Bestandteil ist deshalb auch oft Wasser. Auch beim Abnehmen hilft Ihnen Wasser.

Es enthält keine Kalorien. Durch Wassertrinken kann der Kalorienumsatz sogar zusätzlich um bis zu 100 Kilokalorien erhöht werden. Zudem entsteht durch das Trinken ein Sättigungsgefühl und Sie haben dadurch weniger Hunger. Natürlich greifen wir auch bei der Körperpflege, etwa beim Zähneputzen oder Duschen, auf Wasser zurück. Also auch hier können wir auf Wasser nicht verzichten.

Foto: Blauer Himmel

Der Wasserkreislauf

Wasser durchläuft auf unserer Erde einen Kreislauf. Die Sonnenenergie erwärmt das Oberflächenwasser insbesondere von Ozeanen. Durch Verdunstung entsteht Luftfeuchtigkeit. Da dieser Wasserdampf leichter ist als Luft, steigt er in die Atmosphäre. Dort ist es kälter als auf der Erde, er kühlt ab und kondensiert. Dabei entstehen Wolken, die vom Wind auch auf das Festland transportiert werden.

Sind diese Wolken mit kondensiertem Wasser gesättigt, kommt es zu Niederschlägen in Form von Regen, Schnee und Hagel. Fällt der Niederschlag auf Gewässer, schließt sich der Kreislauf. Fällt der Niederschlag auf die Erde, versickert er. Über den Grundwasserfluss, Quellen und Flüsse gelangt das Wasser wieder in die Ozeane, wo es durch die Sonnenenergie erneut verdunstet.

Den gleichen Weg geht auch das Schmelzwasser von Gletschern. Ein solcher „Wasserumlauf“ kann sehr lange dauern. Oft sind es Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte. Bei Schmelzwasser von Gletschern sind es sogar Jahrtausende. Viele Inhaltsstoffe, die das Wasser auf seinem Weg „mitgenommen“ hat, behält es über diese Zeit. Deshalb spricht man auch davon, dass Wasser ein Gedächtnis hat.

Foto: Wassergefüllter Messzylinder in einer Glaskolbe

Wasser ist etwas ganz Besonderes

Noch aus der Schulzeit wissen wir, dass der Wasserstoff als wesentlichster Bestandteil des Wassers (H²O – zwei Atome Wasserstoff und ein Atom Sauerstoff) das erste Element des Periodensystems ist. Wasserstoff ist auch das häufigste Element im gesamten Universum. Wasser hat aber auch noch andere Besonderheiten.

Seine größte Dichte hat Wasser bei +4°C. Im Gegensatz zu allen anderen Elementen dieser Erde dehnt es sich nicht nur aus, wenn seine Temperatur steigt – bis es zu Dampf wird. Wasser dehnt sich auch aus – und dies ist das Besondere – wenn seine Temperatur sinkt. Nur deshalb schwimmt Eis an der Oberfläche von Flüssen, Seen und Meeren.

Ohne diese einmalige physikalische Besonderheit könnte kein Leben auf der Erde existieren. Ozeane und Seen würden vom Grund auf bis zur Oberfläche gefrieren und dabei Leben, wie wir es kennen, unmöglich machen. Wasser ist aber auch der Ursprung für die Bestimmung von Gewichten. Bei 3,98 °C hat Wasser eine Dichte von 1.000kg/qm (exakt 999,975kg/qm). Somit wiegt ein Liter Wasser genau ein Kilogramm und ist damit die ursprüngliche Definition dieser Gewichtseinheit.

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