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Wasser ist eine der wichtigsten Substanzen auf der Erde. Wir alle brauchen Süßwasser zum Trinken, Kochen und Reinigen.

Und obwohl die meisten von uns Wasser als selbstverständlich ansehen, ist es eine wertvolle Ressource, die nicht immer leicht verfügbar ist.

Im Folgenden stellen wir euch 27 Statistiken vor, die sich mit Wasser beschäftigen. Dabei geht es einerseits um Wasserstatistiken, die Deutschland betreffen, und andererseits um weltweite Wasserstatistiken.

Inhaltsverzeichnis

Wasser Statistiken Deutschland

#1 Wasserverbrauch in Deutschland

Deutschland ist ein Land mit einem hohen Wasserverbrauch. Zahlen aus dem Jahr 2018 zeigen: Der durchschnittliche Deutsche verbraucht 297 Kubikmeter Wasser pro Jahr und damit mehr als etwa die Tschechische Republik (149 Kubikmeter).

Estlands jährlicher Pro-Kopf-Wasserverbrauch liegt allerdings deutlich höher (1.357 Kubikmeter).

#2 Der größte Stauseen in Deutschland im Jahr 2018 nach Stauraum

Der vom Stauraum her größte Stausee in Deutschland ist die Bleilochtalsperre, die einen Stauraum von etwa 212,9 Millionen Kubikmetern umfasst.

Die Bleilochtalsperre liegt an der Saale/Elbe und liefert Wasser für die Bewässerung, die Stromerzeugung aus Wasserkraft und den Hochwasserschutz.

Die Talsperre ist auch ein beliebtes Naherholungsgebiet, das zum Schwimmen, Angeln und Bootfahren einlädt.

Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2018.

#3 Nicht genutzte Wasserressourcen in Deutschland 2016

Deutschland hat eine Menge ungenutzte Wasserressourcen. Im Jahr 2016 gab es rund 163 Milliarden Kubikmeter ungenutzte Wasserressourcen.

Das bedeutet, dass 86,5 Prozent der insgesamt verfügbaren Wasserressourcen nicht genutzt wurden. 2016 waren 188 Milliarden Kubikmeter Wasserressourcen verfügbar, aber nur 25,3 Kubikmeter wurden tatsächlich genutzt.

#4 Anschlussgrad an die Abwasserversorgung in Deutschland im Jahr 2016

Im Jahr 2016 waren in Deutschland etwa 79,98 Millionen Einwohner an das öffentliche Abwassersystem angeschlossen. Diese Anschlussquote ist im Vergleich zu anderen Ländern relativ hoch.

Tatsächlich gehört Deutschland zu den Spitzenreitern, was die Wasser- und Abwasserinfrastruktur angeht.

Das bedeutet, dass der Zugang zu sauberem Wasser und einer effektiven Abwasserbehandlung gewährleistet ist.

#5 Kosten für die Trinkwasserversorgung

pro Haushalt in Bremen im Jahr 2019

In Bremen betrugen die Kosten für die Trinkwasserversorgung eines Privathaushalts im Jahr 2019 etwa 225 Euro.

Die durchschnittlichen Kosten für die Trinkwasserversorgung von Privathaushalten in den Jahren 2018 und 2019 variierten je nach Bundesland.

#6 Gewonnene Wassermenge in Deutschland bis 2019

Rund 5,4 Milliarden Kubikmeter Wasser wurden im Jahr 2019 in Deutschland aus Grund- und Oberflächenwasser für die Trinkwasserversorgung entnommen.

Das zeigt eine Statistik, die sich mit der Entwicklung der Wasserförderung in Deutschland von 1990 bis 2019 beschäftigt.

#7 Jährliche Preissteigerung des Trinkwassers in Deutschland bis 2019

Der Preis für Trinkwasser in Deutschland stieg im Jahr 2019 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr 2018. Stiegen die Trinkwasserpreise im Jahr 1993 noch um knapp 12 Prozent gegenüber dem Jahr 1992, so hält sich die Preissteigerung in den vergangenen Jahren bei 0,5 bis 1 Prozent.

Die Steigerung des Preises wird auch bei der Betrachtung des Preisindex für die Wasserversorgungsgebühren in Deutschland erkenntlich.

In Deutschland ist die Wasserqualität durch die Trinkwasserverordnung streng geregelt. Der Verordnung folgend sind alle Wasserwerke dazu verpflichtet Schadstoffe herauszufiltern und die Wasserversorgung sorgfältig zu überwachen.

So wird gewährleistet, dass das Leitungswasser sauber und sicher zu trinken ist. Außerdem sorgen regelmäßige Tests dafür, dass die Wasserqualität im ganzen Land hoch bleibt.

Im Jahr 2019 ist der Preis für Trinkwasser in Deutschland im Vergleich zu 2018 um ein Prozent gestiegen. Das entspricht dem Trend der letzten Jahre, in denen die Preise jährlich um 0,5 bis 1 Prozent gestiegen sind.

Zum Vergleich: Im Jahr 1993 stieg der Preis für Trinkwasser gegenüber 1992 um fast 12 Prozent.

Der Preisanstieg wird deutlich, wenn man sich den Preisindex für die Wasserversorgungs-gebühren in Deutschland ansieht, der langsam aber stetig steigt.

#8 Umsatz der Wasserwirtschaft in Deutschland bis 2019

Die Wasserwirtschaft in Deutschland verzeichnet ein stetiges Umsatzwachstum und erreichte 2019 einen Umsatz von etwa 18,5 Milliarden Euro.

Das zeigt eine Statistik über den Umsatz in der deutschlandweiten Wasserversorgung und Abwasserentsorgung von 2009 bis 2019.

#9 Exportmärkte der deutschen Wasser- und Abwassertechnik weltweit im Jahr 2020

Deutschland ist weltweit fortschrittlich in der Wasser- und Abwassertechnologie, und seine Exporte spielen eine wichtige Rolle auf dem globalen Markt.

Einer der wichtigsten deutschen Exportmärkte für diese Art von Technologie im Jahr 2020 war Italien mit einem Exportvolumen von rund 43 Milliarden Euro. Dies machte einen erheblichen Teil der deutschen Gesamtexporte in diesem Bereich aus.

Weitere wichtige Exportmärkte für deutsche Wasser- und Abwassertechnik sind das Vereinigte Königreich, Frankreich, die Niederlande, Spanien und die Vereinigten Staaten.

#10 Täglicher Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser in Deutschland bis 2021

Der durchschnittliche tägliche Pro-Kopf-Verbrauch von Trinkwasser in Deutschland ist in den letzten Jahren stetig gesunken und wird voraussichtlich weiter sinken. Im Jahr 2021 verbrauchte der durchschnittliche Deutsche etwa 127 Liter Wasser pro Tag, während es vor 30 Jahren noch 147 Liter waren.

Dieser Trend ist wahrscheinlich auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, wie zum Beispiel die zunehmende Verfügbarkeit von alternativen Getränken und das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung des Wassersparens.

Gleichzeitig ist es wichtig zu sehen, dass die Deutschen trotz des Rückgangs des Verbrauchs immer noch zu den höchsten Pro-Kopf-Verbrauchern von Wasser gehören.

#11 Verbrauch von Trinkwasser in deutschen Haushalten je nach Anwendung im Jahr 2021

Das Baden und Duschen machten im Jahr 2021 in deutschen Haushalten etwa 36 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aus.

Das zeigt eine Statistik, der zufolge der Wasserverbrauch der Haushalte zum Baden, Duschen und für die Körperpflege in Deutschland im Jahr 2021 bei etwa 28 Litern pro Person und Tag lag.

Es folgen die Toilettenspülung mit einem Anteil von 27 Prozent und das Waschen von Wäsche mit einen Anteil von 12 Prozent.

#12 Länge des Kanalnetzes in Deutschland im Jahr 2016

Im Jahr 2016 hatte das Abwassernetz in Deutschland eine Länge von rund 214.000 Kilometern.

Wenn man bedenkt, wie viel Abwasser jedes Jahr in Deutschland anfällt (5,1 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2016), ist das eine erstaunliche Leistung.

Wasser Statistiken weltweit

#13 Verteilung der weltweiten Süßwasserressourcen im Jahr 2003

Die Süßwasserressourcen der Welt sind ungleichmäßig verteilt. Im Jahr 2003 befanden sich nur 2,1 Tausend Kubikkilometer der 35 Millionen Kubikkilometer Süßwasser der Erde in Flüssen.

Der größte Teil der weltweiten Süßwasserressourcen (24.100 Tausend Kubikkilometer) ist in Eis und Schnee eingeschlossen. Es folgen süßes Grundwasser mit 10.500 Tausend Kubikkilometern und Permafrost mit 300 Tausend Kubikkilometern.

Diese ungleiche Verteilung kann für Länder und Regionen, die keinen einfachen Zugang zu Süßwasser haben, zu Problemen führen

#14 Süßwasserressourcen pro Einwohner in Norwegen

Norwegen hat im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine hohe Pro-Kopf-Wasserverfügbarkeit. Im Jahr 2018 verfügte das Land über geschätzte 45.500 Kubikmeter Süßwasserressourcen pro Person.

Das liegt unter anderem an den hohen Niederschlags- und Schneeschmelzraten im Land. Norwegen verfügt außerdem über eine große Anzahl von Flüssen und Seen, die zur Wasserverfügbarkeit beitragen.

#15 Anzahl der Menschen in Subsahara-Afrika und Australien, die auf Oberflächenwasser als Wasserquelle angewiesen sind

Im Jahr 2020 nutzten schätzungsweise 76,6 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika Oberflächenwasser als primäre Wasserquelle, verglichen mit nur 300.000 Menschen in Australien.

#16 Wasserholen als geschlechtsspezifische Aufgabe

WHO und UNICEF (2017) zufolge sind in 8 von 10 Haushalten, die keinen Zugang zu Wasser auf dem Grundstück haben, Frauen und Mädchen für das Wasserholen zuständig.

Das bedeutet, dass die Verringerung der Bevölkerung mit eingeschränkter Trinkwasserversorgung eine starke geschlechtsspezifische Wirkung haben wird.

#17 Die Relevanz von Wasser für die Gewährleistung von sicheren Geburten

Jedes Jahr werden 1 Million Todesfälle mit unsauberen Geburten in Verbindung gebracht, wie WHO und UNICEF 2019 festhielten.

Infektionen sind für 26 Prozent der Todesfälle bei Neugeborenen und 11 Prozent der Müttersterblichkeit verantwortlich. WHO UNICEF 2019

#18 Beteiligung von Frauen an der ländlichen Abwasserentsorgung oder der Bewirtschaftung von Wasserressourcen

UN-Water 2021 zufolge gibt es in weniger als 50 Ländern Gesetze oder Richtlinien, in denen die Beteiligung von Frauen an der ländlichen Abwasserentsorgung oder der Bewirtschaftung von Wasserressourcen ausdrücklich erwähnt wird.

Das bedeutet, dass Frauen vielerorts nicht berücksichtigt werden, wenn es um Entscheidungen über ländliche Abwasserentsorgung oder Wasserressourcen geht.

#19 Sauberes Trinkwasser und sanitäre Einrichtungen als Menschenrecht

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist ein grundlegendes Menschenrecht, auf das jeder Anspruch hat.

Das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser wurde erstmals 2010 von der UN-Generalversammlung und dem Menschenrechtsrat als Teil des verbindlichen Völkerrechts anerkannt (UN, 2010).

Das Menschenrecht auf Sanitärversorgung wurde 2015 von der UN-Generalversammlung ausdrücklich als eigenständiges Recht anerkannt (UN, 2016).

In der Praxis haben jedoch viele Menschen keinen Zugang zu diesen grundlegenden Leistungen.

Lediglich 14 Länder meldeten ein hohes Niveau an Beteiligung der Gemeinschaft und der Nutzer an der gemeinsamen Verwaltung und Entscheidungsfindung (UN Water 2021).

#20 Risiko von Überschwemmungen

Es wird erwartet, dass das Risiko von Überschwemmungen in den nächsten Jahrzehnten zunehmen wird und bis 2050 etwa 1,6 Milliarden Menschen gefährdet sein werden.

Dies ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, darunter der Klimawandel und das Bevölkerungswachstum.

Anfang bis Mitte der 2010er Jahre lebten fast 27 Prozent der Weltbevölkerung in Gebieten, in denen es nicht genug Wasser für alle gab.

Bis 2050 wird diese Zahl, den Vereinten Nationen (2020) zufolge, auf 2,7 bis 3,2 Milliarden Menschen ansteigen.

#21 Wasserveränderungen

In mehr als einem Fünftel der weltweiten Einzugsgebiete ist entweder ein rascher Anstieg der Wasserfläche, oder ein rascher Rückgang der Wasserfläche zu verzeichnen.

Ein rascher Anstieg der Wasserfläche deutet auf Überschwemmungen hin. Ein rascher Rückgang der Wasserfläche indiziert dagegen das Austrocknen von Seen, Stauseen, Feuchtgebieten, Überschwemmungsgebieten und saisonalen Gewässern. Diese Feststellungen wurden von den Vereinten Nationen 2021 getroffen.

Diese Veränderungen sind auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, darunter der Klimawandel, menschliche Aktivitäten und natürliche Schwankungen.

#22 Weltweite Flusseinzugsgebiete

In einem Fünftel der weltweiten Flusseinzugsgebiete kommt es zu raschen Veränderungen der von Oberflächengewässern bedeckten Fläche was auf eine Zunahme von Überschwemmungen, neuen Stauseen und das Austrocknen von Gewässern hindeutet.

Das geht aus dem jüngsten Bericht von UN-Water (2021) über den Zustand der weltweiten Süßwasserressourcen hervor. Der Bericht hebt die Bedeutung einer nachhaltigen Bewirtschaftung hervor.

#23 Seen mit Algenbefall

Da sich das Klima weiter verändert, ist zu erwarten, dass die Zahl der Seen mit schädlichen Algenblüten zunimmt.

Einem UN-Report aus dem Jahr 2012 zufolge wird die Zahl der Seen mit schädlichen Algenblüten weltweit bis 2050 um mindestens 20 Prozent zunehmen.

Algenblüten können sich negativ auf die Wasserqualität auswirken und das Wasser zum Schwimmen oder Trinken unsicher machen.

In manchen Fällen können Algenblüten auch zu einem Fischsterben führen. Es ist wichtig, sich über die potenziellen Risiken von Algenblüten zu informieren.

#24 Anteil an wasserbezogenen Katastrophen

Laut dem Weltwasserentwicklungsbericht 2020 der Vereinten Nationen waren fast drei Viertel aller Naturkatastrophen zwischen 2001 und 2018 wasserbedingt (etwa 74 Prozent).

Die meisten dieser Ereignisse waren Überschwemmungen und Dürren, die mehr als 166.000 Todesopfer forderten und mehr als drei Milliarden Menschen betrafen.

Der geschätzte gesamte wirtschaftliche Schaden, der durch diese Katastrophen verursacht wurde, beträgt fast 700 Milliarden US-Dollar.

Es wird erwartet, dass wasserbedingte Katastrophen aufgrund des Klimawandels häufiger und intensiver werden.

#25 Zahl der von Überschwemmungen bedrohten Menschen

Überschwemmungen sind die häufigste Naturkatastrophe der Welt, und sie werden immer schlimmer.

Bis zum Jahr 2050 wird erwartet, dass durch die steigende Bevölkerung in überschwemmungsgefährdeten Gebieten, den Klimawandel, die Abholzung der Wälder, den Verlust von Feuchtgebieten und den Anstieg des Meeresspiegels die Zahl der von Überschwemmungen bedrohten Menschen auf 2 Milliarden ansteigen wird (UNESCO, 2012).

#26 Natürlich vorkommende Arsenverschmutzung des Grundwassers

Die natürlich vorkommende Arsenverschmutzung im Grundwasser ist ein globales Problem, das Millionen von Menschen betrifft.

Arsen ist ein natürlich vorkommendes Element in der Umwelt und kann in Gestein, Boden, Wasser und Luft gefunden werden. Außerdem wird es in einer Vielzahl von industriellen und gewerblichen Produkten verwendet.

Obwohl Arsen in kleinen Mengen für die menschliche Gesundheit wichtig ist, ist es giftig.

Der WHO im Jahr 2018 zufolge sind von der Arsenverschmutzung des Grundwassers inzwischen fast 140 Millionen Menschen in 70 Ländern auf allen Kontinenten betroffen.

#27 Anteile von Süß- und Salzwasser am weltweiten Wasservorkommen

Der Wasservorrat der Welt besteht zu 97 Prozent aus Salzwasser und nur zu 3 Prozent aus Süßwasser.

Der größte Teil der Erdoberfläche ist von Salzwasser bedeckt, nämlich 71 Prozent.

Das meiste Salzwasser befindet sich in den Ozeanen und Nebenmeeren, während Süßwasser in Flüssen und Seen sowie in Gletschern zu finden ist.

Helene ist jeden Sommer mit dem Kanadier unterwegs, meistens im Berliner Umland. Sie mag Wasser in allen Formen, vor allem als Fluss, See oder Meer, und freut sich über die vielen verschiedenen Möglichkeiten, sich darauf und darin zu bewegen. Gerade hat sie das Stand up Paddeln für sich entdeckt.