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Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an SUP-Boards.

Unter den viele Marken, die SUP-Boards herstellen, und die Preise variieren. Manche sind sehr günstig, aber nicht immer von guter Qualität. Sie können dünn sein und nicht lange halten.

In diesem Blogbeitrag möchte ich erklären, warum du beim Kauf eines Boards vorsichtig sein solltest und was gegen den Kauf eines SUP-Boards spricht, das nur 10 cm dick ist!

Woher kommen die 10 cm SUP Boards?

Vor ein paar Jahren, als Stand-up-Paddling noch eine neue Sportart war, benutzten die Leute SUP-Boards, die 10 cm dick waren.

Mit den neuen Boards, die aufblasbar waren, hatten die Leute noch nicht viel Erfahrung. Es wurde schnell klar, dass die Dicke des Boards wichtig ist, um einen guten Auftrieb und eine gute Laufleistung zu bekommen.

Infolgedessen wurden die dünneren 10 cm SUP-Boards immer unbeliebter und wurden zunehmend durch Boards mit einem größeren Durchmesser ersetzt.

Inzwischen liegt die durchschnittliche Dicke von SUP-Boards für Erwachsene eher bei 15 cm. Die Hauptprobleme mit den 10 cm SUP-Boards sind, dass sie weniger stabil sind und weniger Auftrieb haben.

Grund #1: Sehr niedrige maximale Traglast

Die Dicke eines SUP-Boards ist für seine maximale Belastbarkeit verantwortlich. Je dicker das Board ist, desto mehr Volumen hat es.

Mehr Volumen bedeutet, dass das Stand Up Paddle besser schwimmt und mehr Gewicht tragen kann.

Je höher der Auftrieb, desto besser gleitet das SUP auf dem Wasser und bewegt sich mit weniger Widerstand durch das Wasser.

10 cm SUP-Boards sind in der Regel für eine Belastung von maximal ca. 60 kg ausgelegt. Das liegt daran, dass sie ein vergleichsweise kleines Volumen haben. Leider wird dies von den Herstellern aber oft nicht kommuniziert.

Daher werden 10 cm Boards oft mit einer Tragfähigkeit von bis zu 100 kg beworben!

Ein SUP-Board, das 10 cm dick ist, sollte ein Gewicht von 100 kg tragen können, ohne zu sinken. Bei diesem Gewicht verliert das Board jedoch alle seine Fahreigenschaften und ist nicht mehr sehr stabil oder gleitet gut.

Grund #2: Kaum Steifigkeit vorhanden

Aufblasbares SUP-Boards (iSUPs) können enorm steif sein.

Hier ein Beispiel:

Diese steifen SUP Boards haben ein extrem gutes Fahrverhalten und liegen stabil im Wasser.

10 cm SUP Boards sind hingegen nicht stark genug und verbiegen sich, wenn Erwachsene ab 70/80 Kilogramm darauf stehen. Das macht das SUP instabil und es fährt sich nicht mehr gut, da es zu tief im Wasser liegt. Das führt bei Anfängern zu großer Frustration.

Beispiel gefällig?

Hier ein 10 cm SUP bei ca. 80 Kilogramm Gewicht:

Wenn du zum ersten Mal auf einem 10 cm SUP Board stehst und keine Vorerfahrungen und Vergleichsmöglichkeiten hast, denkst du vielleicht, es sei deine Schuld, dass du nicht gut zurechtkommst.

Aber das Problem könnte die schwache Konstruktion des Boards sein!

Grund #3: 10 cm SUP kommen meistens in Set mit schlechtem Zubehör

Fast alle SUP-Boards (von sehr günstig bis sehr teuer) werden in China hergestellt. Das ist an sich kein Problem!

Das Problem ist, dass SUP Marken, die auf 10 cm SUP Boards setzen, massiv in der Herstellung einsparen wollen.

Die günstigen Angebote für 10 cm SUP Boards kommen zudem oft mit viel zusätzlichem Zubehör.

Was auf den ersten Blick gut erscheint, entpuppt sich oft als Problem. In der Regel ist das Zubehör qualitativ echt schlecht.

Für den Start und die Grundausstattung ist das kein Problem, aber schlechte Ausrüstung trübt den Spaß am Stand Up Paddeln deutlich.

Es gibt viele Probleme mit billigem Zubehör.

Hier ein Einblick:

  • Zum Beispiel sind die SUP Paddel oft schwer und bestehen aus Aluminium. Viele günstige Paddel können nur in bestimmten Stufen verstellt werden (statt sich ohne vorgelegte Stufen verstellen zu lassen) und schwimmen möglicherweise nicht.
  • Mit einer billigen SUP Luftpumpe dauert das Aufpumpen länger und ist anstrengender als z.B. mit Doppelhubpumpen.
  • Der SUP Rucksack ist oft schlechter verarbeitet, in der Regel auch kleiner (was das Packen wesentlich nerviger macht) und hat eine schlechtere Polsterung. Besonders bei mittleren oder längeren Strecken mit dem Rucksack ist eine solide Polsterung enorm wichtig.

Fazit

Aus den genannten Gründen empfehlen wir, 10 cm SUP Boards nicht zu kaufen.

Zwar verkaufen auch einige namhafte Hersteller Modelle dieser Dicke, aber diese Marken kommunizieren offen, dass die geringe Belastbarkeit nur für Kinder oder Jugendliche geeignet ist.

Die Boards sind außerdem von höherer Qualität in Konstruktion und Verarbeitung.

Erwachsene Paddler sollten SUP-Boards mit einer Dicke von 10 cm vermeiden, weil sie nicht so stabil, steif und robust sind wie dickere Boards.

Die meisten SUP Boards haben eine Dicke von etwa 15 cm, das ist der Standardwert.

Ein weiters Problem ist die Verarbeitungsqualität der billigen 10 cm Modelle. Auch lässt das mitgelieferte Zubehör erfahrungsgemäß zu wünschen übrig und kann dir schnell den Spaß verderben.

Ich rate dir, etwas mehr Geld in ein hochwertiges Brett mit solider Dicke zu investieren. Auf lange Sicht ist der Mehrpreis auf jeden Fall lohnenswert.

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Max ist begeisterter Stand Up Paddler und betreibt den SUP Blog stand-up-paddling.org. Er hat bereits Dutzende SUP Boards getestet und noch mehr Blogbeiträge über Stand Up Paddling geschrieben. Bei Wellenliebe verantwortet er den Themenbereich SUP.

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