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Tauchen Madeira: Die 5 schönsten Orte (mit vielen Tipps)

Madeira ist eine kleine portugiesische Insel, welche westlich von Marokko liegt. Selbst Freunde oder Familienmitglieder, die nicht tauchen gehen wollen, werden hier ihren Spaß haben.

Die Inselgruppe hat nämlich so einige Aktivitäten zu bieten, wie etwa Angeln, SUP, Schlauchboot Touring, Paragliding, Wandern, Wale beobachten oder mit dem Mountainbike fahren. Wer hier herkommt, um Anemonen und bunte Korallen zu sehen, wird bitter enttäuscht werden.

Das ist nämlich nicht das Rote Meer, sondern der Atlantik. Der Atlantische Ozean ist auch nicht so warm und auf Temperaturen über 25 Grad kann man lange warten.

Hier reicht auch ein Neoprenanzug in den meisten Fällen zwar noch aus, jedoch sollte man nach Möglichkeit eher zu einem Trockentauchanzug oder zu einem Halbtrockentauchanzug greifen. Rund um Madeira ist das Wasser das ganze Jahr über 18 bis 25 Grad warm und das sogar auch in der Tiefe.

Die See hier mitten im Atlantik ist als weniger domestiziert zu bezeichnen (als unsere tropischen Tauchgewässer) und man könnte sie schon fast als rau bezeichnen.

Aus diesem Grund werden die Einstiege selbst am Hausriff oftmals für einige Zeit gesperrt, sodass niemand von der Strömung weggerissen wird oder sich beim Eintauchen verletzt. Der Ein- und Ausstieg erfolgt nämlich mithilfe von Leitern und wenn die Wellen zu heftig gegen den Felsen, an dem diese angebracht sind, schlagen, dann muss man sich besser sehr gut festhalten.

Um die besten Eindrücke festhalten zu können und nichts zu verpassen, empfiehlt es sich stets einen Local Guide anzuheuern, der am besten auch direkt auf Madeira lebt. Das ist nämlich ein gutes Indiz dafür, dass er sich hier auskennt, wie in seiner eigenen Westentasche.

Um auch auf eigene Faust nicht komplett unvorbereitet nach Madeira zu reisen, um seine Tauchabenteuer erfolgreich zu bestehen, sollte man sich auch ein wenig Wissen über die besten Tauchspots aneignen.

Wir haben diese Arbeit für Sie übernommen und uns intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Anschließend wurde die nachfolgende Liste der 5 besten Tauchspots rund um Madeira erstellt. Viel Spaß beim Durchlesen!

#1 Porto Santo

Porto Santo ist ein guter Ort für Taucher, die gerne Wracks inspizieren. Da das Wasser kristallklar ist, kann man hier unter Wasser bis zu 40 Meter weit sehen. Die beiden bekanntesten Wracks hier heißen „Corveta General Pereira D´Eca“ und „Madeirense“.

Das Besondere an den beiden Wracks: Die Schiffe sind nicht von selbst untergegangen, sondern wurden auf ca. 30 Meter Tiefe hinabgelassen, damit sie sich in Riffe verwandeln können.

Das ist im Falle der „Madeirense“ im Jahre 2001 geschehen und mittlerweile gab es ganz ansehnliche Fortschritte zu verzeichnen: Die Meeresfauna ist sehr vielfältig und bietet dem Taucher Begegnungen mit Königsfischen, Seriola Dumerilis (Amberjacks) oder auch Salemas.

Das ehemalige Kriegsschiff mit dem längsten Namen der Welt („Corveta General Pereira D´Eca“) wurde im Jahre 2016 versenkt und bis es hier richtig anläuft, sollten schon noch einige Jährchen vergehen. Man sieht jedoch heute schon sehr guten Korallenbewuchs an einigen Stellen.

#2 Garajau

Bei dem Tauchgebiet namens Garajau handelt es sich um ein Naturschutzgebiet, welches das ganze Jahr über Taucher aus der gesamten Welt anzieht. Zu den bekanntesten Tauchspots zählen Pinaculo, Baia dos Porcos, Galo und Arena.

Das berühmte T-Reef (oder auch „Mamas“ genannt) heißt so, da zwei riesige Felsen etwa 10 Meter auseinanderstehen und eine kleine Höhle bilden.

Tipp: Wer gerne Bilder von Zackenbarschen macht, der sollte sich am Praia do Garajau umschauen. Hier sind viele freundliche Fische die nur darauf warten, ganz nah vor die Linse zu schwimmen.

Seit den 1980ern haben Taucher die lieben kleinen Kreaturen nämlich tatsächlich domestizieren können und ruhiger werden lassen. Nun machen selbst die Locals Scherze und bezeichnen die neuartigen Zackenbarsche als Partner der Taucher und weniger als wilde Fische.

Doch das ist nur ein Highlight der Unterwasserwelt von Madeira. Neben den zutraulichen Barschen, kann man auch gigantische Fischschwärme vorbeihuschen sehen, die sich aus Barracudas, Riesenanemonen oder auch Salemas bilden können, um nur einige zu nennen.

#3 Reis Magos

Reis Magos hat vor allem wegen der vielen Seepferdchen und Anglerfische dermaßen viele Tauchfans. Vor allem in der Nacht kann man hier wunderbare Naturbegebenheiten beobachten.

Geheimtipp: Wer noch nie schlafende Fische gesehen hat, der könnte es hier zum ersten Mal erleben. Im Idealfall kümmert man sich schnell um einen Guide, der die Tauchgruppe an schlafende Fische heranführt.

Ebenso interessant sind hier die aktiven Algen, welche wirklich jeden Taucher faszinieren werden. Wer sich ein wenig mit dem Thema beschäftigt hat, wird wissen, dass unsere geliebten Algen im Meer sehr viel Sauerstoff produzieren, wovon wir im Endeffekt am meisten profitieren.

In der Nacht jedoch verbrauchen auch sie selbst Sauerstoff und diesen Vorgang kann man hier bestens beobachten und eventuell sogar auf Band festhalten (wenn man will).

#4 Aical (Cais do Sardinha) – Ponta de Sao Lourenco

Das Tauchgebiet rund um Aical gehört zu den (noch) eher weniger betauchten Gebieten. Was man sagen kann ist, dass der Ort mit klarem Wasser gesegnet worden ist.

Man kann hier also seine neue 4K Kamera Unterwasserkamera auch endlich mal zum Einsatz bringen und tolle Bilder schießen oder Videoaufnahmen machen.

Begegnen kann man hier, neben mit schwarzen Korallen bewachsenen Felsbrocken, auch feurig roten Seesternen, leuchtenden Barschen, Kraken und Barrakudas.

#5 Desertas Inseln (Baixa da Agulha)

Mithilfe eines Bootes erreicht man die Desertas Inseln, welche eine Menge verschiedener Vögel und Seelöwen beheimaten. Dieser Ort liegt etwa nur 10 Seemeilen von Ponto de Sao Lourenco (Madeira) entfernt.

Tipp: Ob man an einer Tauchsafari teilnimmt oder aber sich auf eigene Faust in die Weiten der Meerestiefen aufmacht, spielt hier laut Gesetzgebung keine sonderlich große Rolle. Was zählt ist das Dokument, welches man sich beim hiesigen Natural Park Service abholt.

Das ist ein sehr wichtiger Hinweis, denn ansonsten könnte man in schwierige Situationen geraten. Wie auch immer: Wer gerne tief taucht, der kann sich in diesem Fall jedenfalls schonmal den zweiten Tank in den Koffer packen.

Man kann sich hier nämlich auf bis zu 60 Meter Wassertiefe freuen. Wer sich lieber weiter oben aufhält, der kann hier auch sehr gut schnorcheln. Wer mit Kindern anreist, der sollte beachten, dass sie mindestens 10 Jahre alt sein sollten und nur in Begleitung eines Tauchlehrers mit in die Tiefe dürfen.

Fazit

Madeira ist ein Ort für sich. Viele Taucher schwören aufs Tauchen im Atlantik, andere bevorzugen eher die tropischen oder gar hiesigen Gewässer. Wer alles ausprobieren möchte, der kommt um solch tolle Tauchdestinationen wie Madeira nicht herum.

Man kann zusammenfassend definitiv behaupten, dass man hier eine ganz eigene und fast schon mystische Erfahrung machen kann. Die Insel hat nämlich ihren ganz eigenen Stil, mit den ganzen Leitern an den Felsen. Das ist übrigens auch ein sehr gutes Indiz dafür, dass die Unterwasserwelt hier gut erforscht ist.

Mit anderen Traum-Tauchspots wie den Malediven, Ägypten, Indonesien oder Kroatien gehört Madeira aber definitiv zu den spannendsten Zielen für Taucher weltweit.

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