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Tauchen Kreta: Die 5 schönsten Orte (mit vielen Tipps)

Kreta ist eine außergewöhnliche Insel, welche sich genau in der Mitte der Erdkugel befindet. Wer schon ein wenig recherchiert hat oder gar sogar schon auf Kreta tauchen war, der weiß wie zahlreich die Möglichkeiten hier sind.

Das Wasser ist meist klar und lupenrein, sodass man viele schöne Dinge unter Wasser entdecken kann. Es gibt auch wirklich viele Nacktstrände, welche aber größtenteils leer sind (vor allem im Frühling), sodass man theoretisch eine ganze Küste ganz für sich alleine zur Verfügung hat.

Vor allem Anfänger, die lieber in der Nähe des Strandes bleiben möchten (aber auch Schnorchler), kommen hier voll auf ihre Kosten. Im Frühjahr sind die Wellenschläge noch ein wenig stärker und auch die Strömung ist an einigen Stellen nicht ganz ohne.

Aus diesem Grund sollte man als unerfahrener Taucher oder Schnorchler zumindest mit einem Guide gesprochen haben, ehe man sich ins Getümmel wagt.

Da das Wasser an vielen Stellen lediglich kniehoch ist und über mehrere Meter weit ins Meer reicht, könnte hier selbst ein Nichtschwimmer tauchen lernen. Der Grund für viele dieser ungewöhnlich praktischen Zugänge zum Meer ist wie so oft der Mensch.

Viele Resorts und große Hotelketten haben also Sand ins Meer gekippt und alles verschönert. Das muss nicht unbedingt etwas Schlechtes sein, denn wie gesagt sind Laien hier sehr gut aufgehoben.

#1 El Greco Höhle

Die El Greco Höhle auf Kreta ist für Anfänger wie auch Profis gleichermaßen geeignet. Hinweis: Die maximale Tiefe von 18 Metern sollten Anfänger lieber nicht überschreiten. Professionelle Taucher sollten sich am besten maximal 30 Meter tief hinab begeben, um die El Greco Höhle in ihrer vollen Pracht zu erkunden. Diese Höhle erreicht man nur dann, wenn man bereits 15 Meter unter Wasser ist.

Insgesamt erstreckt sich die Höhle über 30 Meter, ist 8 Meter hoch und ca. 4 Meter breit. Wenn man erstmal drin ist, kann man sich in einem Durchmesser von ca. 7 Metern frei bewegen. Der Weg führt langsam in Richtung Oberfläche, sodass man an dieser Stelle seine neuen Tauchflossen sehr gut ausprobieren kann.

Auf dem Weg nach oben durch die Höhle begegnet man einer wunderschönen Pflanzenwelt. Ebenso sind an vielen Stellen Stalaktiten und Stalagmiten zu sehen und wenn man ein wenig sucht, dann findet man eventuell eine ganz besondere Stelle.

Geheimtipp: Sucht man ein wenig, dann findet man ein hypnotisierendes Spektakel. Süßwasser dringt durch die Decke der Höhle ein und vermengt sich mit dem Salzwasser. Dieser Wirbel leuchtet dabei ein wenig auf, da sich die Wasserteilchen neu anordnen. Wer es bis zum Ende durchgehalten hat, der kann sich auf das Finale am Ende der Höhle freuen.

Hier trifft man auf eine Höhlung (Siphon), die man erklimmen kann. Hier findet man einen luftgefüllten Raum und kann sich sogar ein wenig entspannen und herumlungern, wenn man denn möchte. Die Höhle eignet sich übrigens auch sehr gut fürs Nachttauchen, jedoch muss der Taucher in diesem Fall am besten schon ein wenig Erfahrung haben.

Wer in der Gruppe tauchen geht, kann sich hier auf eine maximale Gruppenbegrenzung von insgesamt 8 Tauchern freuen. Das ist keinesfalls eine offizielle Begrenzung, jedoch erlaubt die Größe der Höhle nicht mehr gleichzeitige Tauchplätze. Wenn man den geraden Weg wählt, dann kann man den Ausgang die ganze Zeit über sehen.

Das ist ziemlich entspannend und soll vor allem Laien an die Höhlenforschung heranführen. Eine weitere positive Eigenschaft dieser Höhle ist der Sandstein, aus dem diese besteht. Da es keinen Sand gibt, kann auch nichts aufwirbeln und etwa dem Taucher die Sicht erschweren. Weiterhin gibt es im Inneren absolut kein Risiko, dass man irgendwo hängenbleibt oder feststeckt.

#2 Dia

Etwa 10 Kilometer nördlich von Agio Pelagia findet man die Insel Dia. Die maximale Tauchtiefe liegt hier bei 40 Metern. Viele Tauchschulen bieten hier Ausflüge an.

So könnte zum Beispiel ein Ausflug ausschauen: Das Boot Petros-Iro bringt die Taucher in ca. einer halben Stunde zunächst zur kleinen Insel Petalidi an der Nordwest-Seite der Insel Dia, wo der erste Tauchgang stattfindet. Anschließend wird der Osten angesteuert und die Insel Paksimadi kann erkundet werden.

Den Taucher erwartet klares Wasser und eine tolle Sichtweite von über 50 Meter, ganz egal welche Jahreszeit es gerade ist. Die Tiefe der erwähnenswerten Tauchspots schwankt zwischen 8 und ca. 30+ Meter. Somit können sowohl Anfänger, als auch Profis auf ihre Kosten kommen.

Neben einer atemberaubenden Flora und Fauna sieht man hier auch eine Menge Tiere und andere tolle Kreaturen. Man sieht hier beispielsweise verschiedene Schwämme, Muscheln, Pharaowürmer, Nacktschnecken und sogar auch pelagische Fische.

#3 Schiffswracks

Rund um Kreta gibt es Schiffswracks zu entdecken. Einige davon kann man sogar vom Boot aus schon sehen. Die beliebtesten Touren finden am Wrack eines alten Frachters statt. Geheimtipp: Wenn man ein wenig an den kleinen Inseln nördlich von Kreta sucht, dann findet man eventuell auch einen gesunkenen Dampfer, welcher noch nicht von den Tauchschulen mit ins Programm aufgenommen wurde.

Das Tolle an dem Wrack des alten Frachters ist, dass sich seine Einzelteile bereits ab 5 Meter Tiefe bestaunen lassen. Hier beginnen auch die meisten Touren der ortsansässigen Tauchschulen. Wie so oft, ist auch dieses Schiff in 2 Teile gebrochen.

Nachdem man eine Fläche von etwa 15 Metern Länge und 22 Metern Tiefe durchquert hat, konnte man den Vorgeschmack aufs Wrack dank unzähliger, überall herumliegender Einzelteile schon einmal probieren.

Das größte Teil liegt ca. 37 Meter tief und geht hoch bis auf 27 Meter. Da es keinen vernünftigen Eingang ins Schiff gibt, könnte man sich etwas überlegen, jedoch sollte man es vorher mit dem zuständigen Amt vor Ort absprechen, ehe man seinen Bohrer mit nach unten nimmt.

#4 Blaue Höhle

Die blaue Höhle wird von vielen Tauchern als einen ihrer schönsten Tauchgänge bezeichnet. Dabei beträgt die maximale Tiefe hier ca. 22 – 30 Meter. Ein wenig westlich vom örtlichen Diversclub sollte das Boot halten, sodass man ins Wasser springen kann.

Die Faszination beginnt sofort, denn nachdem man im Wasser ist, blickt man direkt auf eine ca. 100 Meter steile Wand. Diese ist voller Artenvielfalten und man begegnet hier auch der ein oder anderen Koralle.

Direkt am Eingang findet sich ein faszinierendes Riff, welches mit großen Felsvorhängen verschmilzt. Wer sich besonders für Tiere interessiert, der sollte die blaue Höhle keinesfalls aus dem Programm nehmen. Immerhin tummeln sich hier im Zeitraum zwischen April und Juni eine große Zahl an Lobstern und feiern hier eine Menge Hochzeiten.

Zwar ist man nicht eingeladen, jedoch kann man sich auch selbst einladen und den Lobstern dabei zuschauen, wie sie ihre Familienplanung gestalten. Die vorhin erwähnte steile Wand beherbergt unter anderem auch Krabben, Muscheln und jede Menge verschiedener Vegetationen.

#5 Lygaria

Lygaria ist sehr gut für Anfänger geeignet, denn die Wassertiefe dieses wundervollen Tauchspots übersteigt an den meisten Stellen keine 24 Meter. Der Spot liegt nicht weit von Agia Pelagia entfernt und neben dieser Insel, gibt es auch noch einige Halbinseln in der Nähe, die ebenso interessante Tauchspots zu bieten haben.

Hier verläuft der Abstieg in die Unweiten der Tiefe des Meeres in Leveln. Gleich nach dem Einstieg ins Wasser ist man etwa 6 Meter tief. Die stufenähnlichen Formationen, die sich hier in den vielen Jahren unserer Erdgeschichte gebildet haben, verdoppeln die Tiefe nach einigen Metern des Erkundens auf 12 Meter und letztendlich auf 18 Meter.

Geheimtipp: Wer die tiefste Stelle sucht, der sollte an der Nordwest-Seite der Insel fündig werden. Hier befindet sich auch die Außenkante des Riffs. Die Tierwelt ist in Lygaria erstaunlich zahlreich vorhanden und auch die verschiedenen Pflanzen bringen einen sehr schnell zum Staunen. Während des gesamten Tauchgangs begegnet man Anemonen, Barschen, Schnecken, Muränen und Krabben, Drachenköpfen sowie Lobstern.

Ebenso finden sich hier auch viele verschiedene Arten Oktopus, rote Korallen und anderes Getier.

Fazit

Kreta hat weit mehr zu bieten, als Olivenbäume und kristallklares Wasser. An vielen Stränden findet man direkt am Ufer (etwa nur 1 Meter tief) unzählige wunderschöne Steine – in allen Farben. Diese kann man etwa sammeln und etwas als Erinnerung an die schönen Taucherlebnisse auf Kreta damit basteln.

Die vielen flachen Gewässer sind fast schon dazu prädestiniert, von einem Anfängertaucher genutzt zu werden. Immerhin braucht man hier nun wirklich keine Angst zu haben, was auch viele Eltern begrüßen und ihren Kindern hier das Tauchen oder Schnorcheln beibringen können. Selbst ganz nah am Strand findet man kleine Fischlein, die sich ab und an kurz zeigen.

Mit anderen Traum-Tauchspots wie Indonesien, den Malediven, Mallorca oder Kroatien, gehört Kreta definitiv zu den spannendsten Zielen für Taucher weltweit.

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