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Ist Eisbaden gesund? 3 Gründe für das Eisbaden (inkl.Tipps)

Eisbaden wird auch hierzulande immer beliebter. Der ursprünglich aus den skandinavischen Ländern kommende Trend, hat seine gesundheitlichen Benefits. Allerdings nur, solange auf ein paar zentrale Eckpunkte geachtet wird. In diesem Artikel geht es um die Frage, ob Eisbaden gesund ist – und wenn ja, was es dabei dann zu beachten gibt.

Ist Eisbaden gesund?

Die Frage, ob Eisbaden gesund ist, lässt sich erst einmal mit einem ganz klaren „Ja“ beantworten. Der Gang in das kühle Nass bringt dem menschlichen Organismus einige Vorteile. Nicht umsonst ist diese Art des Badens fest in der Kultur der skandinavischen Länder verwurzelt. Vor allem Sportler schwören auf die verbesserte Muskelregeneration, nach solch einem Eisbad.

Was macht das Eisbaden so gesund?

Durch regelmäßige Eisbäder wirken dieselben positiven Eigenschaften auf das Herz-Kreislaufsystem, wie bei Wechselduschen – ergo wird verbessert sich die Qualität des Herz-Kreislaufsystems und auch die Regeneration nach anstrengenden, sportlichen Belastungen fällt ein großes Stück leichter. Hierfür ist die verbesserte Blutzirkulation verantwortlich.

Was das Eisbaden so gesund macht, sind die Reize die dem Körper durch das kalte Wasser gesetzt werden. Diese Stimulationen lösen positive Vorgänge im menschlichen Organismus aus. Von diesen kann die Gesundheit langfristig gesehen profitieren.

Eisbaden – wie lange und wie oft sollte es stattfinden?

Nach all den positiven Eigenschaften, die dem Eisbaden zugeschrieben werden, fragt man sich doch unweigerlich, wie lange und oft darf man denn den Gang in das kühle Nass des Winters antreten. Diese Frage lässt sich mit „gerade am Anfang nur wenige Sekunden“ beantworten.

Für Anfänger ist es wichtig, sich langsam an die kalten Wassertemperaturen zu gewöhnen. Deshalb sollte mit nur wenigen Sekunden Aufenthalt im Wasser begonnen werden.

Personen mit mehr Erfahrung in diesem Gebiet können auch ein paar Minuten im Wasser bleiben. Idealerweise erfolgen bei Personen mit ausreichenden körperlichen Voraussetzungen die Eisbäder jeden zweiten Tag.

Von dieser Zahl sollten sich Neuinteressenten nicht abschrecken lassen. In der Gewöhnungsphase reichen auch deutlich größere Abstände zwischen den Eisbädern – Hauptsache es wird nichts überstürzt.

Weitere Gründe für das Eisbaden

Grund # 1: Der Weg zu sich selbst

Auch wenn es ein wenig klischeehaft klingen mag, findet man durch das Bad im Eis in der damit zusammenhängenden Ruhe den Weg zu sich selbst – daran ändert auch die Begleitperson, die unbedingt dabei sein muss, nichts. Diversen Erfahrungsberichten im Internet zufolge lässt einen die Kälte einen Moment innehalten und man vergisst für kurze Zeit die Sorgen und Strapazen des Alltagslebens.

Grund # 2: Eisbaden kann beim Abnehmen unterstützen

Während der Zeit im Wasser werden die braunen Fettzellen des Körpers aktiviert. Energie wird aufgrund dieses Ereignisses freigesetzt, denn im Gegensatz zu den weißen Fettzellen wird das braune Fett schnell verbrannt – und es finden keine Ablagerungen im Ausmaß der weißen Fettzellen im Körper statt.

Mit dem Eisbaden allein wird das Abnehmen eher schwierig. Es supplementiert den gesamten Prozess (z.B. Sport treiben) zum Abnehmen und das Eisbad danach kümmert sich um die Ankurbelung des Stoffwechsels, um die entsprechend gewünschten Resultate zu erzielen.

Grund # 3: Das Immunsystem wird gestärkt

Einer der gewichtigsten Gründe für das Bad im kühlen Nass, ist die Stärkung des Immunsystems. Durch dieses ist man weniger von Erkältungen betroffen und steckt solche Krankheitsbilder im Allgemeinen ein gutes Stück besser weg.

Die Anzahl der weißen Blutkörperchen wird laut der Aussage einiger Experten durch die Eisbäder prozentual erhöht. Dadurch funktioniert unser Immunsystem besser. Die Temperaturschwankungen machen den Kreislauf zudem ebenso stabiler.

Für wen ist das Eisbaden nicht geeignet?

Vorsicht: Nicht für jede Person ist das Eisbaden so ohne Weiteres möglich. Besonders bei Bluthochdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie allgemeiner Unsportlichkeit, darf ein Eisbad keinesfalls erfolgen. Im Zweifel hält man mit einem Arzt Rücksprache über das weitere Vorgehen.

Aufgrund der ernstzunehmenden gesundheitlichen Konsequenzen, die ein solches Bad zur Folge haben kann, sollte man im Zweifel generell einen Mediziner sprechen, bevor das erste Eisbad erfolgt.

Wegen der Gefahr von unerkannten Krankheiten, ist der gesundheitliche Faktor vor dem Start in die Welt des Eisbadens nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Verschiedenen Untersuchungen zur Folge leidet in Deutschland etwa jeder dritte Erwachsene unter Bluthochdruck – einige wissen davon nicht einmal, was genau die Ursache ist. Bluthochdruck ist für das Eisbaden ein absolutes K.O-Kriterium.

Wie bereitet man sich auf das erste Eisbad am besten vor?

Tipp # 1: Mit kalten Duschen anfangen

Wenn alle gesundheitlichen Zweifel aus dem Weg geräumt sind, kann die Vorbereitung für das erste Eisbad beginnen. Die richtige Präparation ist hier die halbe Miete.

Mit kalten Duschen fängt man idealerweise an. Im heimischen Badezimmer lässt sich die Wassertemperatur schrittweise immer weiter absenken.

Dabei übt man auch die richtige Atmung. Das verhindert einerseits einen mitunter lebensgefährlichen Kälteschock und sorgt andererseits dafür, dass die Kälte bei weitem nicht mehr ein so schmerzhaftes Erlebnis ist.

Tipp # 2: Ein Neoprenanzug hilft

Mit einem Neoprenanzug ist die Sache am Anfang auf jeden Fall etwas einfacher. Dieser kann ruhig einige Male angelassen werden, bis man wirklich sicher ist, komplett ohne Schutz in das Wasser zu gehen.

Wechselkleidung, Handtücher und auf jeden Fall eine Begleitperson sind unumgängliche Voraussetzungen, um das erste Eisbad positiv über die Bühne bringen zu können.

Tipp # 3: Hände, Füße und Kopf schützen

Mit Handschuhen, wie auch Neoprensocken schützt man die besonders kälteempfindlichen Gliedmaßen und auch der Kopf sollte niemals unter Wasser kommen. Gerade dieser Punkt ist beim Eisbaden besonders wichtig.

Tipp # 4: Das Wasser bei ersten Problemanzeichen sofort verlassen

Bei ersten Anzeichen von Problemen (unwohl sein, Atemnot, Kreislaufbeschwerden, etc.) sollte das Wasser schnellstmöglich verlassen werden. Die Begleitperson kann jetzt notfalls unterstützend zur Seite stehen. Aus der nassen Kleidung sollte man schnellstmöglich raus, um sich dann frisch eingepackt von diesem Bad der besonderen Art wieder erholen zu können.

Fazit

Eisbaden ist gesund – allerdings nicht für jede Person. Wer unter Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. leidet, sollte um dieses Freizeitvergnügen einen großen Bogen machen. Generell ist eine ärztliche Untersuchung vor dem ersten Bad im kühlen Nass für sämtliche Personen, die Eisbaden wollen, empfehlenswert.

Den Grund hierfür findet man in unerkannten Herz- bzw. Kreislauferkrankungen, die erst mitten in der Kälte ihr bedrohliches Potenzial entfalten.

Sobald von ärztlicher Seite aus alles passt, kann mit den Vorbereitungen begonnen werden. Über kalte Duschen findet eine erste Gewöhnung an niedrige Temperaturen statt. Schließlich begibt man sich mit einem Neoprenanzug – und später ohne – in das eiskalte Wasser.

Durch regelmäßige Bäder im eiskalten Wasser verbessert sich das Herz-Kreislauf-System sowie die Funktionsfähigkeit des Immunsystems.

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