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Auch im Allgäu erfreut sich das Canyoning einer immer größer werdenden Beliebtheit. Die ursprünglich aus Südfrankreich und Spanien stammende Aktivität hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten langsam um die ganze Welt ausgebreitet.

Beim Canyoning erkundet man grob gesagt Schluchten und bewegt sich dabei rutschend, abseilend oder kletternd fort. Aufgrund der herausfordernden Natur der Spots und der Art der Fortbewegung muss man schon körperlich fit sein, bevor man sich an dieses Abenteuer wagt.

Neben dem Canyoning ist das Allgäu noch als Wintersport- und Wanderregion bekannt. Jedes Jahr kommt eine Vielzahl von Touristen aus aller Welt in die Region. Im Jahr 2019 besuchten erstmals über vier Millionen Urlauber in das Allgäu. Das ist einiges mehr, wie noch vor 20 Jahren.

Tour #1: Starzlachklamm

Die Tour durch die Starzlachklamm wird beispielsweise vom Veranstalter „canyoning erleben“ angeboten. Die Starzlachklamm ist ebenso spektakulär wie herausfordernd.

Zum Beispiel erwarten Personen, die eine Tour durch die Starzlachklamm machen, spektakuläre Sprünge, bis zu 14 Meter Höhe, welche durch Abseilen zurückgelegt werden müssen und eine Fläche von rund 18 Metern Länge. Über die genannte Fläche rutschen die Canyoning-Begeisterten hinweg.

Gerade die Starzlachklamm sollte nur von erfahrenen Personen allein zum Canyoning aufgesucht werden. Mit professioneller Begleitung können sich auch Neueinsteiger an das Abenteuer wagen. Die Guides helfen dabei, die Sprünge und „Abseiler“ zu umgehen. Keiner muss sich in die Tiefe stürzen, der das nicht möchte.

Die Route hat es echt in sich. Stellenweise ist es so eng in der Schlucht, dass keine zwei Personen mehr nebeneinander Platz finden.

Am Anfang des Weges können noch ganze Gruppen gut zusammenstehen, ohne dass es einen Platzmangel gibt. Personen, die unter Platzangst leiden, sind gut daran beraten, nicht zum Canyoning in die Starzlachklamm zu gehen.

Tour #2: Stuibenfälle

Bei den Stuibenfällen sind Neueinsteiger und Personen, die noch nie in ihrem Leben etwas von Canyoning gehört haben, richtig aufgehoben. Ein Ausflug zu den Stuibenfällen bricht für viele Personen das Eis zum wunderbaren Sport des Canyoning.

Bei den Stuibenfällen findet in der Hauptsache eine Bachwanderung statt, die bei Bedarf noch um ein Abseilen aus insgesamt bis zu 30 Metern höhe und Sprüngen, die bis zu 10 Meter hoch reichen ergänzt werden können.

Wer sich unsicher ist, es aber trotzdem einmal versuchen möchte, kann sich beispielsweise hocharbeiten. Beim Abseilen fängt man logischerweise möglichst klein an – und nicht direkt ganz oben, bei den 30 Metern. Es ist auch keine Schande, auf das Springen und Abseilen zu verzichten. Vielleicht packt einen irgendwann noch einmal die Lust dazu.

Auch diese Tour wird von professioneller Seite aus angeboten. „Canyoning Allgäu“ ist für diese Tour der passende Ansprechpartner.

Egal, welche Tour von einem bestimmten Anbieter gewählt wird, es wird immer eine professionelle Ausrüstung für das Canyoning gestellt. Auf deren zentrale Komponenten wird im weiteren Verlauf dieses Artikels explizit noch einmal eingegangen.

Laut dem Veranstalter sind die Stuibenfälle für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr geeignet und gerade Eltern mit Kind sind an dieser Stelle herzlich willkommen.

Tour #3: Kobelache

Diese Tour wird als „Extrem-Tour“ beworben und es ist wohl selbsterklärend, dass sich nur Experten des Canyoning an diese enorme Herausforderung heranwagen sollten.

Es gibt ein paar Faktoren, warum gerade dieser Weg als so schwierig angesehen wird, wo es doch einige andere Strecken gibt, die enge oder in sonstiger Form schwierige Streckenabschnitte aufweisen können.

Gerade auf diesem Weg ist es von zentraler Bedeutung, keinerlei Probleme mit Enge zu haben, wer beim Canyoning schon einmal dachte, dass eine bestimmte Passage „eng“ ist, wird sich bei der Kobelache nochmals einer neuen Bedeutung dieses Begriffes klar werden.

Die konditionellen Voraussetzungen sollten hervorragend sein. Wer sich als sehr sportlich ansieht, ist bei der Kobelache genau richtig aufgehoben. Alle anderen Personen könnten es in Erwägung ziehen, sich an diese Herausforderung heranzuarbeiten.

Konditionstraining und das wiederholte Absolvieren von einfacheren Strecken – aber mit stetiger Zunahme der Schwierigkeit sind die Grundlagen, um optimale Voraussetzungen zu schaffen.

Auf diesem Pfad ist man ca. fünf Stunden unterwegs. Aussteigen auf der Strecke ist so gut wie nicht möglich, deshalb sollten es sich interessierte Personen besser vorher überlegen, ob sie sich auf dieses Abenteuer einlassen wollen.

Die Sprünge können zwar allesamt mit Seilen umgangen werden – doch weist der Veranstalter ausdrücklich darauf hin, dass es gut wäre, eine Sprungfestigkeit von drei Metern zu besitzen. Ansonsten müsste der Guide an zu vielen Stellen das Seil zum Herunterklettern hervorholen.

Tour #4: Osterbach im Ostertal

In der Nähe von Guneszried (Sonthofen) findet sich dieser wunderbare Spot zum Canyoning. Ging es in unserer dritten Tour noch um das Maximum an Herausforderung, liegt der Fokus auf der vierten in diesem Text vorgestellten Strecke wieder bei Anfängern und im Allgemeinen noch nicht ganz so versierten Personen auf dem Gebiet des Canyoning.

Das Gute an dieser Tour ist die Möglichkeit, bereits erlernte Techniken (z.B. Abseilen) in einer sicheren Umgebung nochmals zu festigen. Das gibt gerade den Anfängern die nötige Routine und Konfidenz, um in Zukunft auch schwierigere Passagen in Angriff zu nehmen.

Unterwegs können die teilnehmenden Personen sich an das Springen und Abseilen vorsichtig herantasten. Wer beispielsweise über den Anbieter „Outdoor Zentrum Allgäu“ eine Tour bucht, kann sich von einem professionellen Guide bei den verschiedenen Schritten anleiten lassen.

Gerade für noch etwas unsichere Teilnehmer ist es erfreulich zu wissen, dass sämtliche Stellen, an denen „Abseilen“ oder „Springen“ notwendig ist, umgangen werden können.

Wer es sich momentan nicht zutraut, läuft einen kleinen Umweg und kann den folgenden Teil des Weges wieder normal mit der restlichen Gruppe zurücklegen.

Fazit

Neben Outdoor-Aktivitäten wie dem Skifahren oder dem Wandern ist es möglich, im Allgäu zum Canyoning zu gehen. Die immer beliebter werdende Trendsportart hat auch in dieser Region ihre Fans gefunden.

Die in diesem Artikel vorgestellten Strecken sind von verschiedenem Schwierigkeitsgrad. So können sich Anfänger beispielsweise in den Stuibenfällen ausprobieren – und dort erste Erfahrungen zu sammeln. Wer den ultimativen Kick sucht, wagt sich an die Kobelache, um an die persönlichen Grenzen zu kommen.

Sämtliche Anbieter von Canyoning Ausflügen bieten die Möglichkeit der Beratung im Vorfeld, so wird sichergestellt, dass sich möglichst niemand mit der Wahl seiner Canyoning Rute übernimmt.

Die Redaktion von Wellenliebe.de besteht aus echten Wassersport-Fans. Von Kajakfahrern, über Segler und Taucher bis Stand Up Paddler sind (fast) alle Wassersportarten vertreten. Unsere Inhalte wurden schon millionenfach gelesen und in vielen Zeitungen aufgegriffen.

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