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Du suchst nach einem Ort, an dem du dich abkühlen und Spaß in der Sonne haben kannst? Dann sind die Badeseen im Spreewald genau das Richtige für dich!

Mit kristallklarem Wasser und viel Platz zum Ausbreiten sind diese Seen perfekt für einen Tag voller Schwimmen, Sonnenbaden und Picknicken.

Damit dir die Entscheidung, welcher Ort der richtige ist, etwas leichter fällt, haben wir eine Liste mit ein paar der interessantesten Badeseen im Spreewald für dich zusammengestellt.

#1 Tornower See (Teupitz)

DreizungTornower See 2009, Skalierung von Wellenliebe, CC BY-SA 4.0

Der Tornower See ist ein rund 36 Hektar großer See, dessen Südufer als offizieller Badesee gilt, inkl. einer künstlichen schwimmenden Insel, die über eine Leiter besteigbar ist und zum Verweilen einlädt.

Das Wasser hier ist fast glasklar und dessen Qualität wurde vom Gesundheitsamt als „hervorragend“ eingestuft. Generell ist der Ort vor allem für Umwelt-Freunde eine tolle Adresse.

So führt um das Gewässer herum ein attraktiver Rundweg, der Interessenten an insgesamt 34 Stationen Fauna und Flora des Ortes nahebringt.

Der See ist fast vollkommen von Mischwald umgeben, was dich ganz nah an die Ursprünglichkeit der Natur bringt. Südlich und westlich des Gewässers befindet sich zudem mehrere Naturschutzgebiete.

Anreise

Die Kiefern, die auf der südlichen Seite des Sees stehen, sind zum Teil übrigens fast 240 Jahre alt und damit die wohl ältesten der gesamten Gegend.

Auch die Tiere fühlen sich hier wohl, gesichtet werden regelmäßig Gattungen wie Fischotter, Fischadler oder Eisvogel.

Angeln ist übrigens auch erlaubt. Der See wird durch den Fischereibetrieb Rangsdorf-Teupitz bewirtschaftet, welche ihn alle zwei Jahre z. B. mit Aalen besetzt.

Aber natürlich ist das Angebot noch weitaus vielfältiger. Angelkarten können beim Fischereibetrieb erworben werden.

Kurz gesagt: Wenn du die Natur liebst, bist du hier am Tornower See goldrichtig!

#2 Großer Mochowsee (Schwielochsee)

Leider kein Bild vorhanden. Hast du ein passendes Foto für uns, das wir kostenfrei bei Quellenangabe verwenden dürfen? Dann kannst du uns gerne kontaktieren.

Der Große Mochowsee ist ein ziemlich unterschätzter Badesee im Spreewald, der – neben dem imposanten Naturpanorama – vor allem durch seine Aufenthaltsqualität punkten kann.

Wie die meisten Gewässer der Gegend ist auch der Große Mochowsee nicht künstlich erschaffen worden, sondern ein Produkt der Natur. Sein Wasser ist von höchster Qualität und in der Regel kristallklar.

Am Seeufer führt ein Naturlehrpfad entlang, an dem du dich bei einem gemütlichen Spaziergang nebenbei auch noch weiterbilden kannst.

Falls du nicht nur wandern möchtest: kein Problem! Du kannst dir direkt vor Ort auch ein Fahrrad mieten.

Sofern du dich lieber auf dem Wasser bewegst, könntest du dir allerdings auch ein Tretboot gönnen, die hier ebenfalls ausgegeben werden.

Anreise

Sollte dir bei so viel Treter- und Schwimmerei der Hunger kommen, kannst du ins nahegelegene Bistro einkehren.

Der ansässige Campingplatz bietet dazu 200 Stellplätze, 10 Ferienhäuser sowie mehrere Orte, an denen du dein Zelt aufstellen kannst.

Sanitäreinrichtungen (inkl. Duschen, Waschmaschine und Trockner) und Annehmlichkeiten wie WLAN (das allerdings extra kostet) sind hier auch vorhanden.

Somit ist der Große Mochowsee auch als Ausflugsziel für mehrere Tage geeignet und zieht damit vor allem viele Familien an, die hier eine schöne Zeit haben.

#3 Willischza-See (Burg)

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Der kleine Badesee nördlich von Burg im Spreewald entstand in den 1970er-Jahren. Dank eines Zuflusses, der ihn durchgehend mit Frischwasser versorgt, ist die Wasserqualität hier in der Regel sehr gut.

Der See ist vor allem für den Familienausflug mit Kindern geeignet. Grund: Das Wasser ist nicht besonders tief, selbst an seiner tiefsten Stelle gerade mal 2 Meter. Damit ist das Baden selbst für ungeübte Wasserfreunde ziemlich ungefährlich.

Anreise

Rund um den See befinden sich mehrere Badestellen. Und obwohl hier alles eine Nummer kleiner ist (der See hat einem Maße von ca. 190 × 230 Metern), kommt durch die weitläufigen Sandstrände und Liegewiesen regelrechte Urlaubsstimmung auf.

Strände und Wiesen bieten dank vieler Bäume auch ausreichend Schattenplätze. Schlechter sieht es hier allerdings mit Parkplätzen aus, sodass häufig einfach wild am Straßenrand geparkt werden muss. Falls möglich, solltest du also weiter entfernt parken und mit dem Fahrrad kommen.

#4 Badesee Garkoschke (Spree-Neiße)

AssenmacherPeitz Garoschke Blick nach Westen, Skalierung von Wellenliebe, CC BY-SA 4.0

Der Garkoschke ist wohl einer der interessantesten Badeseen des Spreewalds. Nicht, weil er der größte, schönste oder beste ist, aber vermutlich der ungewöhnlichste:

Im Prinzip ist er nämlich eine große Sanddüne mit bewegter Vergangenheit.

Entstanden ist das Gebiet nach der letzten Eiszeit, als Sand aus der heutigen Lieberoser Heide angeweht wurde und sich hier abgelagert hat.

Als in den 1970er Jahren in der Nähe ein Neubaugebiet entstand, wurde für die Bauarbeiten viel Sand benötigt, welchen man hier entnahm.

Das Ergebnis dieser Maßnahme ist der heutige Badesee, der aufgrund seiner Historie einen ganz besonderen, rustikalen Flair bietet.

Anreise

Da sich an den meisten Uferbereichen im Lauf der Jahre wieder Vegetation angesiedelt hat, wirkt der Garkoschke inzwischen wie ein ganz natürlich entstandenes Gewässer.

Die Gegend wirkt sehr idyllisch und das Wasser ist sehr klar und rein. Es gibt genug flache Strandbereiche, an denen auch Kinder gut planschen und Spaß haben können. Für Sonnenanbeter, die das volle Programm wollen, existiert sogar ein FKK-Bereich.

Problematisch könnte die Verpflegung werden. Eine Gaststätte ist zwar prinzipiell vorhanden, aber da steht man häufiger mal vor verschlossenen Türen.

Da empfiehlt es sich eher, die nahegelegene Stadt Peitz aufzusuchen oder sich einfach selbst etwas mitzubringen.

#5 Gräbendorfer See (Oberspreewald-Lausitz)

Ra BoeGraebendorfer See 2006 by-RaBoe 02, Skalierung von Wellenliebe, CC BY-SA 2.5

Der Gräbendorfer See ist ein ehemaliger Tagebausee, der im Rahmen der Rekultivierung mit Wasser aus der Spree geflutet wurde.

Seit dem Abschluss der Maßnahme im Jahre 2007 ist er vollständig nutzbar und überzeugt mit sehr guter Wasserqualität. Seine Größe beträgt, 457 Hektar.

Am Nordwestufer findest du einen schönen Badestrand vor, der viele Badefreunde nicht nur des Spreewalds anzieht. Das östliche Ufer hingegen gehört eher der Natur.

So befindet sich dort z. B. eine Insel, die zum Vogelschutzgebiet gehört, weswegen du hier viele gefiederte Freunde vorfinden kannst.

Auf südwestlicher Seite hingegen kannst du campen oder dir Tretboote, Surfbretter und Fahrräder ausleihen – die du natürlich auch gleich vor Ort benutzen darfst.

Wenn du Rad fahren (oder skaten) möchtest, existiert um das Wasser herum ein über 9 Kilometer langer Rundweg.

Anreise

Falls du Tauchen möchtest: Auch das ist möglich. Am maximalen Punkt geht es bis zu 55 Meter in die Tiefe.

Und wenn du an der richtigen Stelle abtauchst, findest du sogar den versunkenen Wald, der Unterwasserfreunde immer wieder aufs Neue begeistert.

Solltest du auch kulturell interessiert sein, kannst du dir in der Nähe des Südufers auch noch die Objekte des (mittlerweile leider verstorbenen) Aktionskünstlers Ben Wagin ansehen, der mit seinem Projekt ein Zeichen für den Umweltschutz setzen wollte.

Übrigens ist der See Teil des Lausitzer Seenlandes, dessen Markenzeichen seine schwimmenden Häuser sind.

Darum kannst du dir auch hier ein Ferienhaus mieten und somit ein paar Tage direkt auf dem Wasser wohnen.

Der Gräbendorfer See ist also nicht nur ein simpler Spreewalder Badesee, sondern vielmehr ein Ort, an dem es viel zu entdecken und zu erleben gibt.

Keine Frage also: Im Spreewald gibt es viele schöne und interessante Badeseen. Die Entscheidung liegt am Ende bei dir.

Viel Spaß im Wasser deiner Wahl!

Gelernter Bibliotheksassistent, dann Abitur, dann Studium Audiovisuelle Medien. Schaut gern Filme, schreibt gern Texte, schneidet gern Videos. Mag trotzdem Freizeit, Sonne und Musik. Geht gern auf Festivals, hängt oft mit Freunden ab. Motto: Wenn ich den See seh, brauche ich kein Meer mehr.